Der Große frisst die Kleinen

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TRIER. Besucher des Zurlaubener Ufers kennen die beiden Lokalitäten bestens, sind sie doch immer Anlaufpunkte für ein gemütliches Bier bei Moselblick in den Sommermonaten: Die Zurlaubener Ente und die Gaststätte Paulaner. Nun soll die Außenterrasse des „Paulaner“ um einige Meter versetzt werden- und damit den Moselblick für Gäste der Ente versperren.

Ralf van Bellen ist seit 2009 Betreiber der Ente am Zurlaubener Ufer und musste sich zuvor nie Gedanken um den Moselausblick seiner Gäste machen. Zumindest nicht bis vor wenigen Wochen, als bekannt wurde, dass die Gaststätte Paulaner ihre auf dem Damm gelegene Außenterrasse um einige Meter verschiebt.

Dies wäre ja kein Problem, wenn wir daneben ebenfalls eine Außenterrasse anlegen können, um unseren Gästen weiterhin einen Blick auf die Mosel zu garantieren“, führt von Bellen aus. Der Antrag liegt dem zuständigen Baudezernat vor, er wurde jedoch mit Verweis auf die Notwendigkeit von Parkplätzen für Behinderte abgelehnt. Nach den Plänen des Gastronomen und des Hauseigentümers Heinz Herresthal hätte die Ente ihre Außenterrasse einfach neben die des Paulaner gebaut, die Gäste beider Restaurants hätten so Ausblick auf die Mosel gehabt.

Ich habe ja überhaupt keine Probleme mit den Plänen des Paulaner, mir geht es nur darum, ebenfalls eine Außenterrasse zu bekommen. Wir hatten gehofft, der Antrag würde die Zustimmung der Stadt finden“, schließt van Bellen.

Auch der Hauseigentümer der Ente, Heinz Herresthal, zeigte sich überrascht, dass die Stadt zu Ungunsten der Ente entschied. „Ich werde im neuen Jahr das Gespräch mit den Beamten suchen und mit ihnen nach einer praktikablen Lösung suchen. Es handelt sich zwar um städtisches Gelände, aber ich bin selbstverständlich um das beste Ergebnis für meine Pächter bemüht, jenes wäre bei der momentanen Lage aber nicht gegeben.“ Herresthal hatte den Antrag vor wenigen Wochen im Baudezernat eingereicht, vorgestern habe er dann die Nachricht bekommen, dass das zuständige Baudezernat die Zustimmung zu den Terrassenplänen nicht erteilt. Unklar erscheint, wieso die Versetzung der Außenterrasse des Paulaner direkt vor den auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Außenbereich der Ente von Seiten des Baudezernats gestattet wurde. Ein Statement des Baudezernats gegenüber lokalo liegt noch nicht vor. (red)

 

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1 KOMMENTAR

  1. Mein Tipp: Einfach die Terrasse bauen, am besten Anfang Juli. Dann sind die Kosten mit dem Moselfest eingespielt.
    Und wenn die Verwaltung sich aufregt, einfach ein Bußgeld anbieten ( so rund 300 Euro) und auf die zwei Präzedenzfälle ein paar Meter weiter verweisen. Dort wurden die Terrassen
    Mitte der 90er auch so gebaut. Und stören bis heute niemanden mehr.

  2. Und wer macht sich für diese seltsame Genehmigung wieder die Taschen voll? Etwa wieder der allseits bekannte Korrupti aus der…….verwaltung?

  3. Jaja. Das Baudezernat mal wieder.
    Nur so zur Info: Weder gibt es dort einen Behinderten-Parkplatz noch ist die Fläche die dort als Parkplatz genutzt wird ohne größere Tiefbauarbeiten hierfür geeignet.

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