Polizei warnt vor Internet-Nebenjobs

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    KOBLENZ/TRIER. Es fing alles so gut an. Im Internet wurde ein Job als Betreiber eines Internetversandshops angeboten. Das Angebot klang gut, wenig Zeiteinsatz, lukrativer Gewinn. Doch dann kam es für einen Westerwälder zum bösen Erwachen. Statt hoher Provision kam es zu einem Schaden im fünfstelligen Eurobereich für den Shopbetreiber.

    Was war passiert? Der Kontakt zwischen dem Geschädigten und den Tätern erfolgte ausschließlich per E-Mail. Es kam zum Abschluss eines entsprechenden Arbeitsvertrages, in dem der Geschädigte seine vollständigen Personalien, Kontodaten und Ausweisnummer eintrug. Um eine gewisse Seriosität vorzutäuschen wurde der Geschädigte aufgefordert, seinen Personalausweis und den Sozialversicherungsausweis zu kopieren und einzusenden.

    Nach erfolgtem Vertragsabschluss wurde im Internet der sogenannte Shop eingerichtet.
    Der Geschädigte wurde anschließend von den Tätern aufgefordert, ihnen den Zugang zu dem neu eingerichteten Shop mittels Passwortübermittlung zu ermöglichen.

    Um möglichst viele potentielle Käufer anzulocken, „befüllten“ die Täter den Versandshop mit äußerst lukrativen Angeboten aus dem Elektronikbereich, wie nicht existente Smartphones, Computer und Spielekonsolen.
    Der Verkauf der angebotenen Waren wurde im Shop über PayPal abgewickelt. Die eingehenden Gelder der Kunden wurden dann, wie vertraglich abgesichert, vom  Shopbetreiber per Western-Union-Transfer auf ein Auslandskonto überwiesen.

    Dass es sich bei den eingetragenen Empfängerdaten um Alias-Personalien handelte, bedarf keiner weiteren Erklärung. Die Kunden bekommen in der Regel ihr gezahltes Geld von PayPal erstattet, die aber dann ihre Forderungen an den Shopbetreiber richten.

    In dem hier vorliegenden Fall wurden vom Shopbetreiber mehr als 10 000 Euro in die Türkei überwiesen.

    Zu einem ähnlichen Vorfall kam es im Rhein-Lahn-Kreis. Dort verkaufte der sogenannte Finanzagent im Auftrag einer angeblichen Firma per Internet 50 iPhones und transferierte das dabei eingenommene Geld im hohen fünfstelligen Eurobereich ebenfalls ins Ausland. Auch hier war die Ware nicht vorhanden.

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