RBBL: Dolphins überwintern auf Play-Off-Platz

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Trier. Nach dem letzten Heimspiel und gleichzeitig ersten Spiel der Rückrunde in der Rollstuhlbaskeltball-Bundesliga sieht es gut aus für die GOLDMANN Dolphins Trier. Mit 12:8 Punkten steht man auf einem Play-Off-Platz und hat nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Thüringen.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und dem Besuch des TBB-Spiels am Sonntag hieß es für viele Spieler Koffer packen.  Die Akteure der „Delfine“ können ihren wohl verdienten Weihnachtsurlaub in ihrer Heimat verbringen, bevor am Silvestertag wieder trainiert wird.

Zeit für lokalo.de, im Gespräch mit Spielertrainer Dirk Passiwan, ein Zwischenfazit zu ziehen.

Die Statistik

Mit 12:8-Punkten stehen die Dolphins auf Rang 4 der Tabelle. Damit wäre am Ende der Saison die Teilnahme an den Spielen um die deutsche Meisterschaft erreicht. „Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir zu diesem Zeitpunkt auf Platz 4 stehen, ich hätte blanko unterschrieben“, zeigt sich Spielertrainer Dirk Passiwan ein wenig (positiv) überrascht von der Zwischenbilanz. Ligaprimus Lahn-Dill wird in diesem Jahr wohl nicht zu schlagen sein. Der Serienmeister führt die Tabelle nach zehn Spieltagen mit zehn Siegen an. Dahinter jedoch wird es eng. Die Teams aus Zwickau und Thüringen mit jeweils 14:6 Punkten sind nur einen Sieg von den Dolphins entfernt. Jedoch lauern auf Platz 5 und 6 der Tabelle Frankfurt und Hamburg mit jeweils 10:10 Punkten auf einen Trierer Ausrutscher. Gut, dass der direkte Vergleich gegen Hamburg am Wochenende gewonnen werden konnte. „Wir dürfen uns im neuen Jahr keinen Durchhänger erlauben“, warnt Passiwan vor der engen Tabellensituation. „Aber nach so einer Hinrunde zu sagen, dass wir nicht in die Play-Offs wollen, wäre das falsche Signal an die Mannschaft“, erklärt der Topscorer der Bundesliga seine Ziele.

Mannschaft

Dirk Passiwan über:

Janet McLachlan (10 Spiele/12,9 Punkte im Schnitt): „Janet hatte zu Beginn der Saison noch einige Probleme. Auch durch ihre Krankheit war sie noch ein bisschen hintendran. Aber sie hat immer besser zu ihrem Spiel gefunden, sehr stark gespielt und sich auch in der Defense sehr verbessert. Sie ist eine absolute Leistungsträgerin der Mannschaft.“

Diana Dadzite (10/11,7): „Diana ist das was wir erhofft haben – eine absolute Verstärkung für das Team. Sie ist eine sehr gute Distanzschützin. Aber es geht gar nicht primär um das Punkten. Sie ist zum ‚Kopf der Mannschaft‘ geworden. Sie bewahrt Ruhe und kann unser Spiel sehr gut lenken. Sie ist sicherlich ein großer Faktor für den Erfolg.  Sie lernt auch immer besser mit der neuen Situation umzugehen.“ (lokalo berichtete über die Problematik bei der Einstufung in eine andere Schadensklasse)

Tracey Ferguson (6/0,7): „Tracey sollte ja als Stand-by-Spielerin zur Verfügung stehen. Durch ihre Arbeit kann sie nur selten trainieren und spielen. Aber durch ihre Erfahrung ist und war sie als Back-up für Chad und Karlis sehr wichtig. Ich bin froh, wenn sie da ist“

Dirk Schmitz (5/0,4): „Dirk ist noch nicht da, wo er gerne hin will. Dadurch, dass er gerade im Hausbau steckt, konnte er wenig trainieren. Er will aber im neuen Jahr angreifen und sich mehr Spielzeiten erkämpfen.“

Chad Jassman (10/5,6): „Unser Kapitän. Er hatte am Anfang Probleme, auch wegen einer hartnäckigen Verletzung an der Hand, die er von der Nationalmannschaft mitgebracht hat, aber er ist wieder voll da und besser als im letzten Jahr. Er ist auch außerhalb des Platzes mein verlängerter Arm und ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft.“

Tyler Saunders (10/7): „Tyler ist nicht der große Scorer. Aber er hat unglaublich viel gearbeitet. Er ist ein echter Teamplayer, das hilft uns natürlich. Er schafft Räume für andere. Auch außerhalb der Halle tut er uns gut. Er ist ein toller Mensch, der überall für das Team da ist.“

Karlis Podnieks (10/4): „Karlis war unser letzter Neuzugang. Er hat den größten Sprung gemacht. Er lernt sehr viel von Chad und verbessert sich in jedem Training weiter. Ich bin froh, dass er schon einen Vertrag für die nächste Saison bei uns unterschrieben hat.“

Florian Ewertz (10/0,6): „Flo konzentriert sich im Augenblick mehr auf sein Studium. Ist auch richtig so, weil er damit seine Zukunft zeichnet. Er trainiert im Moment öfter bei der zweiten Mannschaft mit. Er muss Geduld habe. Er ist ein einheimischer Spieler, dem sicherlich die Zukunft gehört. Seine Zeit wird kommen.“

Martin Koltes (4/0): „Martin ist ein super positiver Typ, der hart an sich arbeitet! Er macht große Fortschritte.“

Dirk Passiwan (10/31,5): „Ich bin ganz zufrieden mit mir. Es macht sehr viel Spaß als Coach. In der Mannschaft stimmt es einfach. Es ist gut für mich, dass die Verantwortung verteilt wird. Sicher trage ich immer noch viel Verantwortung, aber die nehme ich gerne auf mich.“

Team (10/74,6): „Nach dem zähen Anfang in Hamburg, haben wir eine super Hinrunde, bzw. ein super Jahr gespielt. Wir sind nach der Auftaktniederlage ruhig geblieben, haben gut gearbeitet und große Fortschritte gemacht. Das gesamte Team hat Anteile an Platz 4. Es war zu Beginn nicht zu erwarten, dass wir nur 2 Punkte von Platz 2 entfernt sind. Es hätte wirklich nicht besser laufen können.“

Ausblick 2014

„Eigentlich kommt die Pause zum falschen Zeitpunkt. Es gibt eine Art Bruch nach den zuletzt guten Leistungen. Aber wir wollen unsere Leistungen im Januar auch bestätigen. Das Spiel gegen Köln wird sicherlich nicht einfach. Körperlich brauchen wir die Pause. Wir haben einen kleinen Kader, durch Verletzungen und berufsbedingte Ausfälle wird die Belastung natürlich höher. Ich hoffe, dass sich die Mannschaft gut erholt und dann auch wieder gut trainiert.“

Dass es innerhalb der Mannschaft stimmt und man hoch motiviert in die letzten Spiele geht, sieht man auch daran, dass die Spieler bereits in diesem Jahr wieder zurück nach Trier kommen, um am Silvestertag zu trainieren. „Ich hatte ihnen die Entscheidung freigestellt, ob wir in diesem Jahr das Training beginnen. Aber die Mannschaft hat sich dafür ausgesprochen“, freut sich Dirk Passiwan über das Engagement der Mannschaft. (bas)

 

 

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