Torreigen in Kassel: Kantersieg der Eintracht

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KASSEL. Der SVE hat mit einem 6:1-Kantersieg in Kassel seine Position im oberen Tabellendrittel eindrucksvoll gefestigt und überwintert mit 36 Punkten auf dem Konto. Kassel war seit der 14. Minute nur noch mit 10 Mann auf dem Platz- vor allem in der zweiten Halbzeit nutzten die Moselaner die Überzahl eiskalt aus.

Sieben Tore, zwei Elfmeter, eine rote Karte- die Partie zwischen Kassel und Trier war ein Fussball-Leckerbissen für jeden neutralen Fan. Aber auch die Anhänger des SVE hatten allen Grund zu jubeln: Mit 6:1 (2:0) gewannen die Moselaner deutlich im Auestadion, festigten mit nun 36 Zählern ihre Position im Kampf um die Relegationsplätze und überzeugten in dieser Hinrunde oftmals durch ansehnliches Spiel.

 

Das Spiel begann dabei alles andere als ruhig, bereits in der 14. Minute sah der Kasseler Morike Sako aufgrund eines groben Foulspiels die rote Karte: Im direkten Luft-Duell traf der in Paris geborene Mittelstürmer mit dem Ellbogen Michael Dingels im Gesicht, der Trierer Abwehrspieler musste blutüberströmt ausgewechselt werden und sofort in ein Krankenhaus gebracht, ersten Berichten zufolge zog sich der 27-jährige einen Nasenbeinbruch zu. Eintracht-Trainer Roland Seitz schickte als Ersatz Christopher Spang auf das Feld, er bildete somit zusammen mit Matthias Cuntz die Doppelsechs. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich beide Mannschaften keine nennenswerten Torchancen erarbeitet, erst in der 21. Minute prüfte Marco Quotschalla KSV-Schlussmann Carsten Nulle mit einem Schuss- der Keeper konnte jedoch problemlos parieren.

 

In den folgenden Minuten kam die Eintracht immer besser ins Spiel, kontrollierte aufgrund der Überzahl den Gegner und erarbeitete sich Chancen, verpasste es allerdings, diese zu nutzen. In der 36. Minute war es dann aber soweit: Eine von Alon Abelski geschlagene Ecke konnte Cuntz aus kurzer Distanz zur Führung verwerten, es war bereits das dritte Saisontor des Mittelfeldspielers- und es sollte nicht sein letztes am heutigen Tag bleiben. Kurz vor der Pause war es dann Abelski selbst, der sich überragend auf der linken Strafraumseite durchsetzte und vorbei an Keeper Nulle zum 2:0 Halbzeitstand einnetzte.

 

Der zweite Durchgang sollte dann äußerst turbulent und aus Trierer Sicht erfolgreich werden, obgleich es in den ersten 15 Minuten nicht danach aussah: Erst vergab Quotschalla die große Chance zur 3:0-Vorentscheidung, als er beim Strafstoß seinen Meister in Nulle fand (55.), dann gelang den Hausherren durch Matthias Rahn noch der Anschlusstreffer, als dieser einen von Tobias Becker getretenen Freistoß per Kopf im Kasten von Chris Keilmann unterbringen konnte (57.). Die Mannen von Coach Seitz ließen sich durch dieses kurze Aufbäumen der Gastgeber jedoch nicht beirren, nur sechs Minuten nach dem Gegentreffer traf Abelski- nach überragendem Pass von Cuntz- zum 3:1 für die Gäste. Der Treffer läutete einen wahren Torreigen ein: Marco Dawid stieg unnötig gegen Christoph Anton ein, den folgenden zweiten Strafstoß verwandelte Quotschalla sicher (70.). Acht Minuten später markierte Cuntz seinen vierten Saisontreffer, als er aus rund 25 Metern einen Freistoß in den Kasten hämmerte- 5:1 für die Gäste. Den Schlusspunkt setzte dann Lars Bender, als er nach Flanke von Anton keine Probleme hatte, das Spielgerät vorbei an Nulle zum 6:1-Endstand einzuschieben.

 

Mit diesem Sieg zieht die Eintracht an Freiburg II vorbei und überwintert mit 36 Punkten auf Rang drei der Tabelle, punktgleich mit dem zweitplatzierten aus Mainz. Die SG Sonnenhof Großaspach spielt noch am morgigen Tag gegen Baunatal, im Falle eines Sieges stünden die Badener mit vier Punkten vor Mainz und Trier auf Platz eins- die Rückrunde wird somit spannend, die Eintracht wahrt sich die Chance auf den Aufstieg. Für die Spieler geht es nun in den verdienten Weihnachtsurlaub, ehe dann im neuen Jahr der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen wird. (ros)

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