Willis Korbleger

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Die Mainfranken haben ihre Finanzen nicht im Griff (gehabt). Nicht zum ersten Mal – aber damit stehen sie in der Liga nun wirklich nicht alleine da. Also gibt es nach längeren Beratungen nun Sanktionen aus der Kölner Zentrale der Bundesliga.

 

Die Mainfranken haben ihre Finanzen nicht im Griff (gehabt). Nicht zum ersten Mal – aber damit stehen sie in der Liga nun wirklich nicht alleine da. Also gibt es nach längeren Beratungen nun Sanktionen aus der Kölner Zentrale der Bundesliga.

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Aber erst mal von vorne. 835 000 Euro soll das Loch groß sein und die Liga darüber nicht umfassend und vor allem frühzeitig informiert worden sein. Nicht zum ersten Mal muss man doch hinterfragen, ob das Lizensierungsverfahren überhaupt ernst zu nehmen ist. Bevor die Lizenz erteilt wird, müssen alle möglichen Unterlagen eingereicht werden, die hieb- und stichfest sein müssen, bevor die Teilnahme am Spielbetrieb der BBL abgesegnet wird. Gibt es Bedenken, werden Auflagen gemacht. Sind die Zweifel zu groß, wird die Lizenz verweigert. Nun wurde bereits im Oktober Alarm geschlagen – da waren gerade mal vier, fünf Spiel absolviert. Wie bitte? Fünf Spiele nach Saisonstart, um einmal bei dieser Zahl zu bleiben, fehlen den Würzburgern mehrere hunderttausend Euro und das hat vorher keiner gemerkt? Sorry. Entweder haben sie von Anfang an gelogen, oder der Lizensierungsausschuss ist unfähig. Wenn bei einem Etat, der bei den Mainfranken vielleicht bei rund zwei Millionen Euro liegen mag, mehr als 40 Prozent fehlen, dann muss das auffallen, wenn nicht getrickst und getäuscht wurde. Entweder müssen die Prüfungskriterien und die Kontrollmechanismen verändert, oder die Kontrolleure ausgetauscht werden.

Wie dem auch sein, bestraft werden natürlich nicht, die, die nichts gemerkt haben. Bestraft wird der Club. Zwei Punkte Abzug und 40 000 Euro Geldstrafe. Angesichts der nur vier Pünktchen, die Würzburg bis dato auf dem Konto hatte, mögen zwei Punkte, immerhin 50 Prozent der Ausbeute, ja angemessen sein. Aber was bitte soll die Geldstrafe? Einem, der ohnehin zu wenig hat – selbst wenn aus Eigenverschulden – noch Geld aus den ohnehin leeren Taschen ziehen? Sie dürfen ohne Zustimmung der BBL-Zentrale keine personellen Veränderungen vornehmen, also keine zusätzlichen Kosten produzieren, was richtig ist. Aber die ohnehin schon leeren Kassen umstülpen, das ist in meinen Augen völlig daneben.

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1 KOMMENTAR

  1. Schon interessant dass ausgerechnet die Sparkasse die blanken Mainfranken geraten hat !

    Zumindest sehe ich den Werbebanner der „Spasskasse“ ganz dick. 😉

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