Film der Woche: Die Tribute von Panem – Catching Fire

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TRIER. Im Broadway Filmtheater in Trier läuft seit dem 28.11. der Film “Die Tribute von Panem – Catching Fire“ von dem Regisseur Francis Lawrence. Bereits der erste Teil der Buchverfilmung zog im März 2012 viele Filmbegeisterte in seinen Bann. Die Kritiken waren durchweg positiv, vor allem was die schauspielerische Leistung von Jennifer Lawrence betraf. Die Fortsetzung der Panem-Saga kann sogar noch eine Schippe drauf legen. Die Geschichte ist dichter erzählt und es wird mehr Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen gelegt. 

Inhalt

Katniss und Peeta haben die 74ten Hungerspiele überlebt. Doch viel mehr: Sie haben dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung der Distrikte zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und wählt die neuen Tribute für das Jubel-Jubiläum der Hungerspiele aus den bisherigen Siegern, um gegeneinander anzutreten. Auch Katniss und Peeta werden erneut in die Arena geschickt und müssen sich dem Kampf ums Überleben stellen. Und langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind.

Kritik

Nachdem im Vorgänger der primäre Fokus auf den Gladiatorenkämpfen ähnlichen Hungerspielen lag, dreht sich die Handlung in der Fortsetzung vor allem um die aufkeimende Revolution im Land und die Versuche des machthungrigen Kapitols, diese zu unterdrücken. Die größte Zeit folgt man im Sequel der Protagonistin, Katniss Everdeen. Hatte die unfreiwillige Heldin nach den Geschehnissen im ersten Teil nur den Wunsch, einfach nur nach Hause zu gehen, wird ihr in der Fortsetzung jene Illusion schnell wieder genommen. So muss sie doch die vorgespielte Romanze zwischen ihr und Peeta Mellark  fortsetzen um die Schaulust des Kapitols zu befriedigen. In der ersten Hälfte des Films spielt die sich andeutende Rebellion und die wachsende und ungewollte Verantwortung unserer Protagonistin die größte Rolle. Bei Actionfans dürfte der eher ruhig erzählte Einstieg einen etwas zähen Nachgeschmack hinterlassen, ist er dennoch für den Spannungsaufbau und den weiteren Verlauf der Gesamthandlung von entscheidender Bedeutung. In der zweiten Hälfte müssen die Protagonisten erneut in die tödliche Arena aus der nur ein Teilnehmer als Sieger hervorgehen kann. Ab hier kommen dann auch die Actionfans auf ihre Kosten! Die Erzählstruktur des zweiten Teils ist wesentlich dichter, als die des Vorgängers. Es wird wesentlich mehr Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen gelegt, vor allem im ersten Teil des Films. Ab der Mitte nehmen die Actionszenen in Form von Kämpfen zu. Wer also einen Film erwartet, in dem Kampfszenen im Vordergrund stehen, wird enttäuscht werden. Wer sich allerdings auf eine Handlung mit etwas Tiefgang, garniert mit der ein oder anderen Kampfszenen, einlassen kann, wird die 146 Minuten im Kino als wesentlich kürzer erleben. (pm/tw)

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