Acht Minuten verhageln Mehring die Winterpause

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MEHRING/LUDWIGSHAFEN. Mit dem Negativerlebnis einer glatten Niederlage geht der SV Mehring in die Winterpause der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz. Gegen den FC Hertha Wiesbach kassierten die Moselaner eine 1:4 (1:0)-Niederlage. Der FSV Salmrohr brachte vom Verfolgerduell beim FC Arminia Ludwigshafen wenigstens einen Punkt mit. Das 1:1 (1:0) wurde mit dem letzten Aufgebot erzielt.

Der SV Mehring musste sich im letzten Saisonspiel vor der Winterpause gegen Aufsteiger FC Hertha Wiesbach mit 1:4 (1:1) geschlagen geben. Schon in der ersten Minute hätten die Gäste aus dem Saarland in Führung gehen können: Nach einem langen Abschlag des Wiesbacher Torhüters lief Angelo Dalcol frei auf den Mehringer Schlussmann Basquit zu. Dieser scheiterte jedoch aus elf Metern knapp. Es dauerte bis zur 14. Minute bis sich der SV Mehring das erste Mal gefährlich vor dem Tor der Gäste blicken ließ. Nach einer scharfen Hereingabe aus dem Halbfeld kam Spielertrainer Dino Toppmöller zum Kopfball. Dieser landete jedoch in den Armen von René Paul, dem Wiesbacher Torhüter.

In der 29. Minute konnte Mehring schließlich in Führung gehen: nach einem Freistoß aus halbrechter Position lenkte ein Wiesbacher Abwehrspieler den Ball unglücklich ins eigene Tor und ließ seinem Keeper keine Abwehrchance. Die Führung gab der „Mannschaft von der Lay“ sichtlich Auftrieb und sie begannen sich ein Übergewicht im Mittelfeld zu erarbeiten. Noch kurz vor der Pause hätten die Gastgeber durch Erwin Bradasch erhöhen können, doch sein Schuss verfehlte den Kasten um wenige Zentimeter.

Nach dem Seitenwechsel machte das Team des SVM weiter Druck und hätte die Führung ausbauen können: Maximilian Meyer traf mit einem Schuss aus 16 Metern ins Wiesbacher Tor. FIFA-Referee Christian Dingert hatte jedoch das Spiel kurz zuvor wegen eines Foulspiels am Mehringer Spieler unterbrochen und entschied auf Freistoß für die Gastgeber, statt den Treffer zu werten.

Nun begannen aus Mehringer Sicht acht desaströse Minuten. Nach Foulspiel im Strafraum des SVM traf Stutz per Elfmeter zum 1:1-Ausgleich. Es folgte die Torgala des saarländischen Stürmers Valentin Solovej: Mit einem Hattrick innerhalb von nur sechs Minuten stellte er den Spielstand auf 1:4 und entschied somit die Partie fast im Alleingang. Völlig geschockt von den vier schnellen Gegentoren brachte Mehring keine nennenswerten Offensivaktionen mehr zu Stande. Auch Wiesbach schaltete im Anschluss den Schongang ein, sodass es beim Endstand von 4:1 aus Sicht der Gäste blieb.  „Es war eindeutig ein verdienter Sieg für Wiesbach“, gab der sichtlich konsternierte Spielertrainer Dino Toppmöller auf der anschließenden Pressekonferenz zu.

Die Ursachen für die Niederlage sah der Trainer vor allem im „schlafmützigen Abwehrverhalten“ seiner Mannschaft, sowie dem nicht gegebenen Treffer zum 2:0. „Am Ende haben individuelle Fehler unsererseits die Niederlage besiegelt“, zog Toppmöller sein Fazit. Auf Grund der vielen Verletzungen die der SVM in dieser Saison beklagen muss, denke man über Transfers in der Winterpause natürlich nach. Sarah Lexy

SV Mehring: Philip Basqiut – Carsten Cordier, Andreas  Hesslein, Xavier Alsina (68. Tommy Toppmöller), Johannes Diederich – Sven Kohlei, Erwin Bradasch (46. Dominik Kohl), Markus Schottes (61. Michael Fleck), Maximilian Meyer – Dino Toppmöller, Achmed Boussi

Tore: 1:0(29.) Michael Miessemer (Eigentor Wiesbach), 1:1 (57.) Jan-Marlon Stutz (Foulelfmeter), 1:2, 1:3, 1:4 (59./62./65.) Valentin Solovej
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte (86.) für Yalcin Engin (Wiesbach)
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle) – Zuschauer: 184

„Ich bin froh, dass wir in der Winterpause sind“, sagte Salmrohrs Sportchef Friedhelm Rach nach dem 1:1 (1:0) des Mitfavoriten auf den Titel beim Tabellennachbarn Arminia Ludwigshafen. Angesichts des schon historischen Verletzungspechs der Salmtaler verständlich. Auch Karl-Heinz Kieren, der für ein Spiel in der Hierarchie der Trainer vom „Co“ zum Chef avanciert war, weil Uwe Schüller aus beruflichen Gründen abwesend war, schloss sich dieser Meinung an. „Ich hoffe, dass ein Großteil unserer Langzeitverletzten in der Winterpause wieder die Rückkehr schafft.“

Mit der Leistung seiner Rumpftruppe war Kieren sehr zufrieden: „Dieses Mal muss sich keiner den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles versucht zu haben. Dumm ist nur, dass ein einziger Abwehrfehler wieder ausgereicht hat, uns den Lohn der Arbeit zu vermiesen.“ Die Gäste waren bereits nach neun Minuten durch einen schönen Spielzug in Führung gegangen. Daniel Petersch beendete seinen Flankenlauf mit einem klugen Querpass auf Dominik Kinscher, der am zweiten Pfosten ans Leder kam und flach ins lange Eck traf. Wenig später fehlte dem A-Junior die Kälte, als er frei stehend das mögliche 2:0 vergab. Und es gab weiter Gelegenheiten, die Partie zu entscheiden. Die größten hatten Tobias Baier und Matondo Makiadi, der allein aufs Armina-Tor zulaufend nur das Bein von Schlussmann Peter Klug traf. Es kam fast wie befürchtet. Drei Minuten vor dem Abpfiff machte die Hoffnungen des FSV auf einen Dreier zum Abschluss des Jahres zunichte. (wir)

FSV Salmrohr: Sebastian Grub – Daniel Petersch, Lars Schäfer, Mathias Fischer, Pascal Meschak – Daniel Schraps, Alexander Adrian – Matondo Makiadi, Dominik Kinscher (86. Daniel Braun), Julian Bidon (81. Murat Adigüzel) – Tobias Baier
Tore: 0:1 (9.) Dominik Kinscher, 1:1 (87.) Stefan Litzel

Schiedsrichter: Sebastian Laux (Niederlosheim) – Zuschauer: 171

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