TBB Trier: Zu Gast bei den „Guard-Terroristen“

0

TRIER. Schaffen die Jungs von Henrik Rödl nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder einen Sieg? Am Sonntag tritt die TBB Trier bei den Neckar Riesen Ludwigsburg an. Gegen die Barockstädter muss der Trierer Headcoach weiterhin auf Anthony Canty verzichten und kann sich auf eine schwere Aufgabe gegen den sportlichen Absteiger aus der Saison 2012/13 einstellen. 

Die TBB Trier reist am Sonntagmorgen nach Ludwigsburg, dort wartet bei den MHP RIESEN Ludwigsburg das zweite Auswärtsspiel in Folge. Bei der knappen Niederlage am vergangenen Montag bei Serienmeister Bamberg (94:88) waren zwar einige vielversprechende Ansätze zu erkennen – vor allem Jermaine Bucknor, der mit Rückenbeschwerden zwei Spiele aussetzen musste, hatte sich in Bamberg eindrucksvoll zurück gemeldet. Dennoch meint TBB-Headcoach Henrik Rödl: „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, aber der Frust, dass wir immer noch mit leeren Händen da stehen, ist groß. Wir wollen jetzt auch mal wieder Punkte!“

Anzeige

Sparkasse Trier

Die Punkte sollen also am Besten schon in Ludwigsburg her. Sicher keine leichte Aufgabe, präsentiert sich der sportliche Absteiger der Saion 2012/13 doch in durchaus guter Form: Eine ausgeglichene Bilanz (fünf Siege, fünf Niederlagen) bedeutet derzeit Tabellenplatz neun für die Mannschaft von John Patrick. Niederlagen gegen den Tabellenführer Bayern München und ALBA BERLIN sowie Oldenburg und Ulm stehen zum Beispiel Siege gegen Braunschweig, Frankfurt und den Mitteldeutschen BC gegenüber.

Nach der Katastrophensaison, die im sportlichen Abstieg und einer Wildcard endete, blieb in der Barockstadt bildlich gesprochen kein Stein auf dem anderen. Die einzige Konstante hieß John Patrick. Der Coach, der die Riesen im Januar übernommen hatte, verlängerte seinen Vertrag um zwei Jahre und fing mit seiner neuen Mannschaftsplanung bei Null an – nicht zuletzt, weil erst im Juli das grüne Licht von Seiten der Beko BBL kam.

Mit Mario Stojic, Patrick Flomo und Adam Waleskowski hat Patrick drei erfahrene Akteure verpflichtet, die Scoringlast übernehmen im Moment größtenteils andere. Shooting Guard Keaton Grant macht mit 15,8 Punkten pro Spiel eine gute Figur, sein Kollege Calvin Harris folgt ihm mit 14,9 Punkten auf dem Fuß. Auf der Aufbau-Position verpflichteten die Riesen einen großen Namen: Michael Stockton tritt als Sohn der NBA-Legende John Stockton in große Fußstapfen – zu groß sind sie ihm offenbar nicht, wie 12,4 Punkte und 4,1 Assists beweisen. Das venezolanische Centertalent Gregory Echenique kommt wie Harris direkt von der Uni, in seinem Fall von den Creighton Blue Jays (NCAA), und beeindruckte bisher vor allem durch starke Präsenz am Brett. Zuletzt setzte der 205 cm Mann aus Südamerika allerdings zweimal aus – Patrick muss wegen der Ausländerregelung rotieren und gab in den letzten Partien dem später dazu gestoßenen japanischen Nationalspieler Takumi Ishizaki den Vorzug.

Überhaupt kann man über Ludwigsburg nicht sprechen bzw. schreiben, ohne näher auf John Patrick einzugehen. Der Coach gehört zu den auffälligeren Erscheinungen in der Beko BBL. „Patrick-Teams“ fallen durch eine ununterbrochen hohe Intensität über 40 Minuten auf. Zu seinen Göttinger Zeiten bürgerte sich dafür der Begriff „Guard Terror“ ein. Es wird immer und überall, offensiv wie defensiv, Druck gemacht. Das weiß auch Henrik Rödl: „John Patricks Teams sind defensiv immer sehr gut eingestellt, bewegen sich gut, spielen sehr physisch. Wir müssen den Ball gut bewegen und wenige Fehler machen, wir brauchen Geduld. In der Regel gibt es gegen seine Mannschaften keine offensiv schönen Spiele. In der Defensive müssen wir sie vor uns halten – das wird eine sehr schwere Aufgabe.“

Das letzte Aufeinandertreffen entschied die TBB Trier mit 79:73 für sich – damals war John Patrick gerade als neuer Ludwigsburger Headcoach vorgestellt worden und trieb selbst ehemalige Spieler immer noch zu Höchstleistungen an: Jermaine Bucknor, der unter Patrick in Würzburg spielte, markierte hier 16 Punkte.

Henrik Rödl kann wie gegen Bamberg fast aus dem Vollen schöpfen, lediglich auf Anthony Canty muss der Trierer Headcoach noch verzichten. Der A2-Nationalspieler wird nach einem Muskelfaserriss voraussichtlich erst nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. (Pressemitteilung TBB Trier)

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.