Weltaidstag – HIV-Infektionen auch in Trier (wieder) ein Thema

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Mit elf liegt die Zahl der HIV-Neudiagnosen im Gesundheitsamt Trier in diesem Jahr höher als jemals zuvor. Dies bedeutet eine drastische Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Gesundheitsamt lediglich eine HIV-Infektion neudiagnostiziert hat. „Wir wissen momentan noch nicht, ob es sich dabei um einen statistischen Ausreißer oder um einen landes- oder sogar bundesweiten Trend handelt“, erläutert Dr. Barbara Detering-Hübner vom Gesundheitsamt Trier. „Und da die Tests anonym erfolgen, können wir nur Vermutungen über die Gründe anstellen. Aber es hat sicher auch damit zu tun, dass sich mehr Menschen nach einer Risikosituation haben testen lassen“, so Detering-Hübner. Mittlerweile sei vielen bekannt, wie wichtig eine frühzeitige Diagnose ist. Je eher die Infektion erkannt wird, umso besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Eine frühzeitige Therapie kann das Auftreten der AIDS-Erkrankung in vielen Fällen sogar ganz verhindern.

Die Aidshilfe Trier setzt daher auch weiterhin auf Aufklärung und Prävention. Dazu will der Verein wieder den diesjährigen Weltaidstag nutzen und organisiert verschiedene Aktionen. So können sich Interessierte am Samstag, 30. November an zwei Informationsständen am Kornmarkt und in der Simeonstraße (Nähe Porta Nigra) über den aktuellen Wissensstand zu HIV informieren. Außerdem ist die Aidshilfe in Schulen der Region sowie in der Trierer Schwulenszene präsent. Um mehr Menschen zu einem Test zu bewegen, bieten der Verein und das Gesundheitsamt darüber hinaus am Montag, 9. Dezember eine kostenlose und anonyme Testaktion für HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen an. Interessierte können sich ohne Voranmeldung zwischen 16:00 und 20:00 Uhr im Trierer Schwulen- und Lesbenzentrum SCHMIT-Z in der Mustorstraße testen lassen.

Trotz der Tatsache, dass HIV-Infektionen heute gut behandelbar und Infizierte oft normal belastbar und leistungsfähig sind, überlegen sich viele, ob sie ihre Krankheit offen legen. „Am Arbeitsplatz führt das häufig zum Karriereknick und mitunter gar zum Jobverlust“, bedauert Diplom-Psychologe Bernd Geller von der AIDS-Hilfe Trier. Die Deutsche Aidshilfe stellt daher das Thema HIV und Arbeit in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Bundesaktion zum Welt-Aids-Tag und zeigt sich damit auch in Trier auf Citylight-Poster in der Innenstadt. (red)

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