Universität Trier feierte akademische Leistungsträger

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Bildquelle: Universität Trier

TRIER. Eine Premiere hielt in diesem Jahr das Programm des „Dies academicus“ der Universität Trier bereit. Erstmals lobte die Universität Lehrpreise für hervorragende und innovative Lehrleistungen von Dozenten aus allen sechs Fachbereichen aus. Traditionell wurden zudem Auszeichnungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und einen ausländischen Studierenden verliehen. Festredner Prof. Dr. Thomas Elbert von der Universität Konstanz fesselte die Besucher mit seinem Vortrag zu den Auswirkungen traumatischer Lebenserfahrungen.

„In der Stadt Trier führt Gott die Gaben der Weisheit zur Vollendung.“ Diese Übersetzung der lateinischen Inschrift im Siegel der Universität Trier ist nur eine von vielen Übersetzungs- und Deutungsvarianten, erläuterte Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel in seiner Eröffnungsansprache. Wie immer man den Satz auch auslegen mag, es war eine weise Entscheidung, Prof. Dr. Thomas Elbert als Festredner einzuladen. Der Neuropsychologe eröffnete tiefgründige und eingängige Einblicke auf die (Aus-)Wirkungen belastender Lebenserfahrungen auf Geist und Körper. Elbert schilderte, wie traumatische Erfahrungen und psychische Erkrankungen auch die körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Schließlich sendete er noch eine positive Botschaft an die Zuhörer im Audimax: Viele psychische Erkrankungen seien therapier- und heilbar.

Fehlentwicklungen zu korrigieren ist auch ein zentrales Ziel der Qualitätssicherung an der Universität Trier. Ein Beitrag zu einer höheren Qualität in der Lehre ist der neu eingeführte und mit jeweils 1500 Euro Prämie verbundene Lehrpreis. „Wir wollen hervorragende Leistungen an den Individuen festmachen“, erklärte der zuständige Vizepräsident Prof. Dr. Joachim Hill. Die eigentlichen Gewinner, so Hill, seien nicht nur die sieben Preisträger dieses Jahres, sondern alle Nominierten.

Sieben Nachwuchswissenschaftler durften sich ebenfalls über eine besondere Auszeichnung und eine Prämie von jeweils 2000 Euro freuen. Seit der Förderpreis ins Leben gerufen wurde, hat der Freundeskreis Trierer Universität rund 300 junge Forscher gewürdigt. „Es freut uns, dass der Freundeskreis beim Dies academicus eine seiner Aufgaben in dieser Form präsentieren kann: den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern“, sagte der Vorsitzende Helmut Schröer.

Als eine „enorme intellektuelle, kulturelle und nicht zuletzt menschliche Bereicherung für unsere Universität“ bezeichnete Universitätspräsident Jäckel die aktuell 1622 ausländischen Studierenden. Diese Attribute personifiziert Andranik Stepanyan. Der 23-jährige Volkswirtschaftslehre-Doktorand aus Armenien erhielt den vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gestifteten und mit 1000 Euro dotierten Preis für ausländische Studierende. Mit 22 Jahren war der Jahrgangsbeste im Masterprogramm im vergangenen Jahr der jüngste Doktorand an der Universität.

Nach vorangegangenen Einlagen eines Quintetts und des Chores des Collegium Musicum der Universität unter Leitung von Mariano Chiacchiarini und eines Ensembles der Bigband „Swing UniT“ setzte das Philharmonische Orchester der Stadt Trier unter der Leitung von Generalmusikdirektor Victor Puhl den Schlussakkord mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Neben dem Lehrpreis erlebte auch ein Video über den Campus der Universität als „besonderer Ort“ seine Premiere. Der Film ist im Internet abrufbar: http://youtu.be/DePH3S59VME

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