Der „junge ohren preis“ 2013

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TRIER. Der „junge ohren preis“ 2013 wurde in Leipzig in der Kategorie Kategorie „Best Practice, Partizipatives Projekt“ an die Porta-Nigra-Schule der Lebenshilfe Trier und das Theater Trier vergeben.

Am 21. November vergab das „netzwerk junge ohren“ den „junge ohren“ Preis.

Der seit 2006 ausgeschriebene Wettbewerb prämiert jährlich Konzertformate für junges Publikum und Projekte zur Musikvermittlung, die mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entstehen. Abgesehen von dem Sonderpreis der Kinderjury sind alle Kategorien mit jeweils 5 000 Euro dotiert.

In diesem Jahr hatten sich 103 Produktionen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg beworben. Daraus hatte die Fachjury elf Projekte nominiert.

Sechs „ausgezeichnete Produktionen für junge ohren“ konnte sich im Gewandhaus zu Leipzig über den „junge ohren preis“ 2013 freuen. In der Kategorie „Best Practice, partizipatives Projekt“ wurde „Die Zauberflöte“ ausgezeichnet, ein Kooperationsprojekt zwischen der Porta-Nigra-Schule der Lebenshilfe Trier und dem Theater Trier.

Den Preis nahmen im Gewandhaus Stefan Halm (Lehrer Porta-Nigra-Schule), Carsten Wagner (Schülersprecher Porta-Nigra-Schule), Jean-Pierre Lamperti (Regisseur DIE ZAUBERFLÖTE), Victor Puhl (GMD Theater Trier), Dominik Jäckels (Mitwirkender Schüler beim ZAUBERFLÖTEN-Projekt), Bernd Benz (Stellvertretender Schulleiter Port-Nigra-Schule) und Gerd Dahm (Lehrer Porta-Nigra-Schule) von KiKa-Moderator Juri Tetzlaff in Empfang.

Kategorie Best Practice, Partizipatives Projekt

• Die Zauberflöte – eine Kooperation der besonderen Art
Porta-Nigra-Schule der Lebenshilfe Trier, Theater Trier (Deutschland)
Musikalische Leitung: GMD Victor Puhl, Regie: Jean-Pierre Lamperti
Projektsteuerung: Gerd Dahm & Stefan Halm
Projektrealisierung: Kulturstiftung Trier

„Die Trierer Zauberflöte ist ein ambitioniertes Projekt, in dem 80 Schülerinnen
und Schüler, die auf Grund einer geistigen Behinderung ganzheitlichen Förderbedarf haben, mit dem Ensemble des Theaters Trier zusammengearbeitet haben. In einem behutsam und ebenso fantasie- wie humorvoll gestalteten Regiekonzept wird die Bühnenhandlung zuweilen weit vom Original wegbewegt, um nicht nur die Sonderbegabungen und das Darstellungsbedürfnis einzelner Schülerinnen und Schüler in die Handlung zu integrieren, sondern alle Kinder mit ihren zum Teil kaum vorhersehbaren Reaktionen sorgsam einzubinden. Nie werden die Kinder und Jugendlichen zur Staffage. Die Begeisterung, der Ideenreichtum, der Witz und das Fingerspitzengefuühl, mit dem dabei zu Werke gegangen wurde, sind ebenso vorbildlich wie preiswuürdig zu nennen. Während der Arbeit kristallisierte sich mehr und mehr eine weitere Zielgruppe des Projekts heraus: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters. Ein Projekt, das an anderen Häusern Schule machen sollte!“, so hieß es.

Die Porta-Nigra-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung (staatlich anerkannte private Schule in der Trägerschaft der Lebenshilfe Trier e.V.).

Zur Lebenshilfe Trier e.V. gehören über 600 Mitglieder. In 12 Einrichtungen werden rund 450 Menschen aller Altersgruppen betreut. Als Selbsthilfeorganisation betroffener Eltern und Angehöriger von Menschen mit Behinderung wurde die Lebenshilfe Trier 1962 gegründet.

netzwerk junge ohren

„Das ’netzwerk junge ohren‘ richtet sich an alle Akteure des professionellen Musiklebens sowie an Institutionen und Personen, denen eine musikalische Gesellschaft wichtig ist. Wir haben die unterschiedlichen Felder des bestehenden Musiklebens im Blick und wenden uns sowohl an traditionsreiche Institutionen wie auch an neue Organisationsformen und Kommunikationsforen.“ (red)

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