Update: Kriminalpolizei ermittelt nach Großbrand in Kelberg

0

KELBERG. Millionenschaden bei einem Großbrand im Gewerbegebiet „Steinrausch“ in Kelberg. In der Nacht zum Dienstag war das Feuer ausgebrochen und griff auf drei Firmen mit vier Produktions- und Lagerhallen über. Rund 170 Feuerwehrleute aus der gesamten Region bekämpften die Flammen. Verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei Wittlich hat die Ermittlungen wegen der Brandursache aufgenommen.

Eine große schwarze Wolke aus Rauch steht noch am Morgen über Kelberg, im Gewerbegebiet „Steinrausch“ sitzen Herbert Bauer und Reinhold Etten in einem nicht vom Feuer betroffen Gebäude. Beide sind Chefs der Firma Bauer & Etten, die sich auf die CNC-Zerspanungstechnik spezialisiert hat. Ihre Firma liegt in Schutt und Asche, Maschinen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro sind zerstört, die auszuliefernde Ware für Kunden ist verbrannt. Neun Mitarbeiter beschäftigte das Unternehmen,das seit 1995 in der angemieteten Halle ansässig war. Auch die Hallen der Firmen TechniForm mit Spritzgießerei, Werkzeugbau sowie einer Baugruppenmontage und TechniSat wurden durch den Brand betroffen. Insgesamt vier Hallen sind weitestgehend zerstört. Besonders die Kunststoff-Granulate, Aluminium, Kartons und Pappe zum Verpacken haben dem Feuer Nahrung gegeben.

Mitten in der Nacht gegen 01.27 Uhr wurde Alarm ausgelöst, Mitarbeiter der Nachtschicht hatten das Feuer bemerkt und die Polizei alarmiert. 170 Einsatzkräfte kamen vor Ort und versuchten bei eisigen Temperaturen das Feuer zu löschen. Als die Feuerwehren zum Brandort kamen, stand alles in Flammen. „Erst um 04.30 Uhr hatten wir den Brand unter Kontrolle. Bis wir fertig sind, wird es wohl noch bis Mittwoch dauern“, erzählt Einsatzleiter Albert Berens. Wodurch das Feuer allerdings entstanden ist, kann noch nicht gesagt werden. Geschmolzene Stahlträger, die sich wie Grashalme verbogen haben, zeugen von der Hitze, die durch das Feuer erzeugt wurde. Zuerst wurden 200.000 Liter Wasser aus dem Löschbehälter Kelberg zum Löschen des Feuers verwendet. „Das ging auch ganz gut bis er leer war, danach haben wir eine 2300 Meter lange Leitung von Köttelbach gelegt, die ist uns dann vor dem Tanklöschfahrzeug eingefroren“, erzählt Einsatzleiter Albert Berens. Ein Tank mit 15.000 Liter Heizöl konnte durch die Einsatzkräfte abgeschirmt werden.

Was den Feuerwehrleuten das Löschen noch erschwert, sind die in die Hallen eingestürzten verbogenen Stahlträger. „Dieses Wirrwarr aus einem Stahlgeflecht hindert uns daran, in den Hallen die immer wieder aufschwellenden Brandherde zu löschen. Wir gehen davon aus, das wir mit Schneidbrennern die Stahlträger durchschneiden müssen, so dass wir sukzessive Halle für Halle alles ablöschen können“, sagt Berens. Zudem sind die Hallenwände baufällig geworden – große Risse zeigen dies.

Die Brandermittler der Kriminalinspektion Wittlich und ein Gutachter waren am gestrigen Mittwoch, den 27. November, am Brandort. Die Begehung der Örtlichkeit führte bislang nicht zur Feststellung der Brandursache. Der Polizeihubschrauber fertigte Übersichtsaufnahmen des betroffenen Gewerbekomplexes.

 

Einige Gebäude müssen aufgrund der starken Brandzehrung und eingestürzter Gebäudeteile erst mit schwerem Gerät geräumt werden, um mögliche Brandausbruchstellen zu lokalisieren. Erst dann sind weitere Ermittlungen möglich. (hega/red)

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.