Update: Hornbach AG übernimmt Max-Bahr-Immobilie

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TRIER. Der Trierer Max-Bahr-Baumarkt, der wie die übrigen 73 Märkte in Deutschland vor dem Aus steht, ist gerettet. Diese Nachricht ist wörtlich zu nehmen, denn die „gute Nachricht“ betrifft zunächst einmal nur die Immobilie.

Die Meldung schlug bei der Belegschaft der Trierer Max-Bahr-Filiale ein wie eine Bombe. Hatte man bis zuletzt noch auf eine Übernahme des Marktes mit samt Belegschaft gehofft, wird nun wohl der Gang zum Arbeitsamt unausweichlich sein. „Die Motivation mit voller Kraft den Abverkauf weiterzuführen und zu wissen, dass man zum 1.2. arbeitslos ist, ist natürlich geringer geworden. Trotzdem werden wir täglich unsere Arbeit zu machen, um uns vielleicht auch für den neuen Arbeitsgeber zu empfehlen“, teilte ein Mitarbeiter auf Nachfrage von lokalo.de mit. Bis Mitte Januar 2014 soll der Markt in der Nikolaus-Theis-Straße leer verkauft sein. Selbst die angestrebte Transfergesellschaft, die die Arbeitnehmer für drei Monate auffangen und ihnen den Übergang erleichtern soll, kann über die Enttäuschung nicht hinwegtrösten. Auch wenn Hornbach angekündigt hat, seinen Mitarbeiterpool von bislang 50 auf knapp 70 anzuheben, um auch auf der größeren Verkaufsfläche den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, heißt dies nicht automatisch, dass Mitarbeiter von Max Bahr übernommen werden.

Es werde keinen Betriebsübergang nach Paragraph 613a des BGB (siehe Extra) geben, heißt es aus Betriebsratskreisen. Allerdings wird man der Firma Hornbach Vorschläge und Empfehlungen vorlegen, welche Mitarbeiter fachlich und menschlich in den neuen Markt passen.  Diese müssen sich allerdings trotzdem bei Hornbach bewerben und können nicht automatisch auf einen neuen Vertrag im Sommer hoffen. Erst dann soll die neue Hornbach-Filiale im Pi-Park, nach einem kostspieligen Umbau,  seine Pforten öffnen.

Es ist davon auszugehen, dass sich die geringfügig Beschäftigten und auch die in Teilzeit arbeitenden Studenten des Max Bahr Marktes nach einer neuen Tätigkeit umsehen müssen. Da sie nicht in eine Transfergesellschaft eintreten dürfen, müssen sie wohl drei oder vier Monate überbrücken, bis die neue Hornbachfiliale eröffnet. Da Hornbach nur wenig mit den beiden Gruppen arbeitet, sind die Chancen auf eine Wiedereinstellung geringer als bei den Vollzeitbeschäftigten.

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