TBB Trier: Starke Leistung beim Meister reicht nicht

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TRIER. Mit 94:88 (47:41) unterlag die TBB Trier beim amtierenden deutschen Meister Brose Baskets Bamberg. Die Schützlinge zeigten in der Brose Arena über weite Strecken eine Leistung, die für die anstehenden Aufgaben Mut macht. 

Neun Tage lang hatte Henrik Rödl Zeit, die unnötige Niederlage gegen Hagen aus den Köpfen seiner Spieler zu verbannen. Neun Tage, in denen erstmals fast der komplette Kader zur Verfügung stand. Nur Anthony Canty musste weiterhin aussetzen – er laboriert an einem Muskelfaserriss. Dass es gegen den amtierenden deutschen Meister trotz Krise nur mit einer Ausnahmeleistung reichen würde, war ohnehin klar.

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Der Start der Trierer war dann auch durchaus positiv. Vor allem Andreas Seiferth war es zu verdanken, dass Trier zu Beginn gut mithielt. Er lieferte sich ein tolles Duell mit Maik Zirbes. Sechs Punkte steuerten der gebürtige Berliner im Dress der Trierer zur zwischenzeitlichen 8:10-Führung in der Brose Arena bei. Dann folgte ein starker Auftritt von Casey Jacobson, der den haushohen Favoriten mit 19:13 in Front brachte. Nachdem der starke Laurynas Samenas fünf Punkte in Folge erzielte, war beim 23:20 für den Favoriten noch alles drin.

Dank des bestens aufgelegten Laurynas Samenas und den ersten drei Punkten von Jermaine Anderson konnte man schon man schnell im zweiten Viertel die Führung erobern (25:28). Doch Bamberg konterte mit drei Dreiern in Folge zum 34:30. Velickovic, Jamar Smith und Jacobson netzten ein – Henrik Rödl reagierte mit einer Auszeit. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass die Franken nun mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel übernahmen. Beim 45:35 wurde es erstmals zweistellig. Immerhin gelang es den Moselstädtern durch Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie das Halbzeitergebnis auf 47:41 zu stellen. Es war noch alles drin in der Brose Arena.

Zur ersten Auszeit in Halbzeit zwei sah sich dann Meister-Coach Chris Fleming gezwungen. Die TBB Trier kam hellwach aus der Kabine und ließ den Rückstand auf 53:50 schmelzen – das gefiel dem US-Amerikaner an der Bamberger Seitenlinie überhaupt nicht. Doch Trier hatte jetzt keinerlei Respekt mehr vor der Mannschaft, die die BBL in den vergangenen Jahren dominierte. Seiferth und Bucknor brachten die Mannschaft aus der ältesten Stadt Deutschlands sogar in Führung (55:57). Gegen Ende des Viertels zeigte der Deutsche Meister dann wieder seine ganze Klasse. Jamar Smith, Zack Wright und Sharrod Ford brachten das Heimteam wieder auf die Siegerstraße (69:61). Eine wenig glückliche Figur machte in dieser Phase Trevon Hughes, der zwar Verantwortung übernehmen wollte, aber kein Wurfglück hatte. Mit 72:64 ging es in den entscheidenden Spielabschnitt.  

Trier lieferte bis dato eine tolle Leistung bei den seit Mai in heimischer Arena ungeschlagenen Brose Baskets ab – und blieb dran. Zwei Dreier von von Jermaine Bucknor bedeuteten das 81:78 und lediglich drei Punkte Rückstand – Fleming reagierte erneut mit einer Auszeit. Anderson verkürze sogar auf 81:80. Doch Bamberg spielte das Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft zu Ende. Erst blockte Sharrod Ford Hughes sehenswert, dann foulte Bucknor Gavel beim Fastbreak unsportlich. 79 Sekunden vor Ende führte Bamberg wieder mit 87:81. Hughes brachte Trier zwar per Dreier noch einmal auf drei Punkte (89:86) heran, doch der Meister behielt letztendlich verdient mit 94:88 die Oberhand. Eine Leistung, auf den die Moselstädter aufbauen können. (cw)

Stimmen zum Spiel

Henrik Rödl:
„Es war ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften heute. Die üblichen Verdächtigen – Gavel, Jacobsen und Ford – sind bei Bamberg wieder in Erscheinung getreten, ebenso Smith der viele ihnen viele Impulse gegeben hat. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie sich hier präsentiert hat. Natürlich bin ich nicht froh, wir sind immer nach Niederlagen enttäuscht, aber wir waren heute nah dran. Man hat gemerkt, dass wir eine gute Woche im Training hatten und sehr gut vorbereitet waren. Unsere Situation als Mannschaft hat sich stabilisiert, wir haben jetzt weniger Verletzte. Der Sieg geht insgesamt verdient an Bamberg.“

Chris Fleming (Brose Baskets):
„Trier ist hier her gekommen und hat an den Sieg geglaubt. Sie waren sehr gut vorbereitet und haben ihre Chancen sehr gut genutzt. Es ist momentan eine schwierige Zeit für uns, es läuft nicht rund. Ich hatte schon mehr Energie in der Verteidigung von uns erwartet. Trier bewegt den Ball gut, tritt sehr organisiert im Angriff auf und wirft gut. Wenn wir jedoch eine gute Verteidigung spielen, dann bekommen wir nicht 12 Dreier eingeschenkt. Das müssen wir uns ankreiden. Am Ende haben wir das Spiel im Angriff gut zu Ende gebracht. Nach den beiden zweistelligen Führungen haben wir leider das Momentum verpasst und jeweils Dreier von Trier kassiert. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal in solchen Phasen besser sind.“

 

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