TBB Trier: Nichts zu verlieren in Bamberg

0

TRIER. Nach der ganz bitteren und unnötigen Niederlage gegen Hagen folgt nun ein Spiel, bei dem man als krasser Außenseiter in die Partie geht: Beim deutschen Meister aus Bamberg können die Schützlinge von Henrik Rödl befreit aufspielen und dabei endlich wieder auf die Fähigkeiten von Jermaine Bucknor zurückgreifen. Der Kanadier hatte zwei Spiele mit Rückenproblemen aussetzen müssen. Anthony Canty wird allerdings weiterhin fehlen.

Es ist wieder einmal das berühmte „leichte Spiel“, bei dem man „ohne Druck aufspielen“ kann. Die TBB Trier reist nach einer ärgerlichen Heimniederlage gegen Phoenix Hagen zum deutschen Serienmeister (zuletzt viermal in Folge) Brose Baskets nach Bamberg. Jedoch: dass die Vokabel „leichtes Spiel“ nicht im TBB-Vokabular vorkommt, hat Henrik Rödl schon in der letzten Saison deutlich gemacht. Rödls Mannschaften, auch die der Saison 2013/14, denken von Spiel zu Spiel und nicht von Gegner zu Gegner.

Anzeige

Sparkasse Trier

Das bestätigt in diesem Jahr auch Thomas Päch, Henrik Rödls Assistent: „Bamberg ist eines der schwierigsten Auswärtsspiele, die es in der Liga gibt, sie waren eine lange Zeit in eigener Halle ungeschlagen. Für uns ist der Gegner am Montag nicht so relevant – wir wollen und müssen den nächsten Schritt gehen. Wir haben gegen Hagen phasenweise sehr gut gespielt, gut harmoniert, den Ball gut laufen lassen. Aber wir waren noch nicht in der Lage, das auch so zu Ende zu spielen. Wir versuchen jetzt, Schritt für Schritt weiter nach vorne zu kommen, Bamberg ist da nur das nächste Spiel in der Reihe.“

Die positive Nachricht der Woche ist dabei: Jermaine Bucknor, der zuletzt mit Rückenproblemen pausieren musste und der Mannschaft gegen die Hagener Zonenverteidigung sichtlich gefehlt hat, ist wieder beschwerdefrei und voll im Training. „Jermaine hatte zuerst unklare Beschwerden und starke Schmerzen im Rücken. Wie sich herausstellte, war es ein viraler Infekt, der sich dort in den Nerven ausgetobt hat“, so Päch. „Das konnte man medikamentös behandeln, dann war es schnell im Griff. Jermaine ist sicher ein wichtiges Puzzleteil, das uns in Bamberg dann wieder zur Verfügung steht.“ Mit Tony Canty ist dagegen am Montag noch nicht wieder zu rechnen, den Trierer Aufbauspieler plagt nach seiner kurierten Schulterverletzung ein Muskelfaserriss, er soll in der kommenden Woche wieder ins Teamtraining einsteigen.

Ansonsten gilt: Schwierig wird es allemal, auch wenn Bamberg in dieser Saison relativ gesehen nicht ganz so unangreifbar scheint, wie in den Jahren zuvor. Mit sieben Siegen (unter anderem gegen den MBC, Braunschweig, Bayreuth und Bonn) und zwei Niederlagen gegen München und Quakenbrück steht der vierfache Deutsche Meister zurzeit auf Platz vier der Tabelle. Von sich reden macht in dieser Saison das starke Guard-Duo aus Point Guard Zack Wright und Shooting Guard Jamar Smith. Wright, einer der stärkeren Aufbauspieler in Europa kam aus St. Petersburg und führt die Bamberger Scoringliste mit 14,5 Punkten und 3,7 Assists pro Spiel an. Wright, der letzte Saison in Galil (Israel) die Sneaker schnürte, kommt auf 13,4 Punkte.

Die nächsten Plätze in der Statistik belegen alteingesessene Bamberger. Anton Gavel (13,1 Punkte) und Casey Jacobsen gehören an der Regnitz mittlerweile zum Inventar, Sharrod Ford holt nach Anlaufschwierigkeiten im letzten Jahr 5,1 Rebounds im Schnitt und sorgt insgesamt für physische Präsenz am Brett. Und auch Maik Zirbes, der unter Henrik Rödl in Trier zum Nationalspieler und Starting Center eines Euroleague-Teams gereift ist, haben sie in Bamberg nach einem schwierigen Start mittlerweile ins Herz geschlossen. Der 23-Jährige zahlt es mit 10,4 Punkten und 4,3 Rebounds in knapp 21 Minuten zurück – seinen ehemaligen Trainer Thomas Päch freut es: „Das ist eine riesige Sache für ihn und für uns, dass er im ersten Jahr gleich Deutscher Meister geworden ist. Ich denke, der Weg, den er gewählt hat, ist ein schwieriger – sich mit den besten zu messen, auf europäischem Niveau zu spielen, den Druck zu haben. Aber er hat sich gut durchgesetzt, das zeigt er auch dieses Jahr.“

Es kommt also zu einem Wiedersehen mit dem „Trierer Jung'“, der es dann mit seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Andreas Seiferth zu tun bekommen wird. Der wiederum ist nach langwierigen Malessen am Knie wieder voll einsatzfähig und hat das gegen Phoenix Hagen mit 21 Punkten und 6 Rebounds eindrucksvoll bewiesen.

Es geht also um viel am Montag, auch wenn einiges davon nicht in der Statistik auftauchen wird: In die Spur kommen, weiter arbeiten, konzentriert sein – und eventuell dem Favoriten ein Bein stellen, so wie es diese Saison bereits einmal in Ulm geklappt hat.

Ob das funktioniert zeigt sich am Montag ab 19.30 Uhr. Die Mannschaft fährt bereits am Sonntag nach dem Mittagessen nach Bamberg – Daheimgebliebene können sich das komplette Spiel live und kostenfrei im Internet anschauen: basketball-stream.de sendet ab 19 Uhr live aus der Brose Arena, neben Chris Schmidt wird auf dem Kommentatorenplatz Thorsten Vogt von Brose Baskets TV Platz nehmen – auch das sicher ein interessantes Zusammentreffen, zu sehen auf www.tbb-trier.de/livestream.

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.