Fußball-Oberliga: Aus der Talsohle ans Licht

0

SALMROHR/MEHRING. Nach einwöchiger Pause setzt die Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar den Spielbetrieb fort. Der FSV Salmrohr will gegen den 1. FC Saarbrücken II (Samstag, 14.30 Uhr, Salmtalstadion) endlich wieder in die Erfolgsspur zurück. Der SV Mehring hat den Ehrgeiz, beim Tabellendritten Arminia Ludwigshafen (Samstag, 14.30 Uhr, Rheingönheim) die indiskutable Auswärtsbilanz von nur einem Punkt aufzubessern.

Nach einigen mageren Wochen, in denen es keinen Sieg zu feiern gab, will der FSV Salmrohr die nach wie vor bestehende Chance auf Platz 2 nutzen. Um die Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga zu erreichen, sollten weitere Ausrutscher vermieden werden. Denn dass die Salmtaler überhaupt noch aussichtsreich im Rennen sind, liegt vor allem daran, dass auch die Konkurrenz Konstanz vermissen lässt. Umso wichtiger ist es, gegen ein Team aus dem unteren Tabellendrittel wieder ein positives Zeichen zu setzen.
„Wir hatten eine wirklich gute Trainingswoche, dem ebenso gute Gespräche vorangingen“, fasst Trainer Uwe Schüller das Geschehen der letzten Tage in Salmrohr zusammen. „Zum Glück war am vergangenen Wochenende spielfrei. Wir hätten sonst nicht antreten können“, sagt Schüller im Hinblick auf das unglaubliche Verletzungspech des FSV. Sechs Spieler fallen nach schweren Verletzungen und langer Krankheit immer noch definitiv aus, Robin Mertinitz und Daniel Petersch werden spielen können, sind aber natürlich nicht bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit. Hinter dem Einsatz von Kapitän Daniel Schraps steht ein Fragezeichen, Daniel Braun hat nach langer Pause mit dem Training begonnen, steht aber noch nicht zur Verfügung. Schüller glaubt nach der kritischen Aufarbeitung der sportlichen Talfahrt der letzten Wochen, „die wir machen wollten und mussten“, dass sein Rumpfkader „gewillt ist, einen Sieg nach Hause zu bringen und das auch schaffen wird.“ Das Team müsse sich selbst und allen die Anteil am Geschehen nehmen, beweisen, dass es besser ist, als die letzten Ergebnisse es vermuten lassen.

Den SV Mehring erwartet bei Arminia Ludwigshafen in zweifacher Hinsicht eine hohe Hürde. Erstens trifft der Drittletzte beim Dritten an, was allein schon die Außenseiterrolle zur Genüge beschreibt, zweitens geht das einzig noch sieglose Auswärtsteam auf Reisen, was die Kräfteverhältnisse eindeutig klar legt.
In seiner Vorbereitung auf das Gastspiel bei den Arminen hat Mehrings Spielertrainer Dino Toppmöller nicht beim Pokalaus gegen Eintracht Trier angesetzt (0:4), sondern bei den jüngsten Leistungen in der Liga. Da stehen zumindest mal zwei Heimsiege gegen Völklingen und Salmrohr auf der Habenseite, allerdings auch ein – wenn auch unglückliches – 0:1 in Betzdorf. Dennoch glaubt Toppmöller: „Wir sind in den vergangenen Wochen wesentlich stabiler aufgetreten.“ Er weiß aber auch: „Im Kampf gegen den Abstieg wird es nicht reichen, nur auf die Heimstärke zu bauen.“ Mit Xavier Alsina-Fonts und Tommy Toppmöller fallen zwei Angreifer aus. Dazu fehlen die Langzeitverletzten Domenik Kohl und Isaac Ageman.
Die etwas holprig gestartete Arminia hat sich im Lauf der Saison Zug um Zug auf ein gutes Niveau gehievt und stellt nach Toppmöllers Analyse „eine spielerisch richtig gute Mannschaft, die zurecht so weit oben in der Tabelle steht.“ Was die Aufgabe der Moselaner nicht einfacher macht, ist die Heimstärke der Arminen, die zu Hause bei fünf Siegen und drei Remis noch ungeschlagen sind. (wir)

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.