Universität und Stadt halten Erinnerung an Mutsuko Ayano wach

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TRIER. Am Todestag erinnerten Vertreter der Universität Trier, der Stadt Trier und Trierer Bürger an die Ermordung Mutsuko Ayanos vor 30 Jahren. Die japanische Studentin war in den Morgenstunden des 17. November 1973 auf dem Weg zur Universität Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden und vier Tage später an ihren schweren Verletzungen gestorben.

An der Gedenkstätte schilderte Universitätspräsident Professor Michael Jäckel Mutsuko Ayano als einen kritischen und humorvollen Mensch mit einer ausgeprägten  Beobachtungsgabe. Aus ihren Briefen gehe hervor, dass sie sich zu Beginn ihres Aufenthaltes in Deutschland mit der Mentalität der als verschlossen erlebten Menschen schwer getan habe. Später berichtete sie mit Freude über ihre Zeit in Trier. Jäckel würdigte das „bewundernswerte“ Verhalten der Eltern. Nach dem Tod ihrer Tochter gründeten sie einen Fonds, der bislang 45 japanischen Studierenden den Weg zur Trierer Universität ebnete. „Mutsuko Ayano wird immer ein Teil der Universität Trier bleiben“, schloss der Präsident.

Oberbürgermeister Klaus Jensen bezeichnete das Tatgeschehen als einen der dunkelsten Tage in der Geschichte der Stadt Trier. Obwohl nur wenige Menschen in Trier Mutsuko Ayano persönlich kannten, seien die Menschen in Trier von einer selten erlebten Betroffenheit erfasst worden.  „Mutsuko Ayano gehört zur Universität und sie gehört auch zur Stadt Trier“, so Jensen.

Die menschliche Größe und Großzügigkeit der Eltern hat maßgeblich dazu beigetragen, dass an der Universität Trier das Fach Japanologie eingerichtet wurde. Daran erinnerte Professorin Hilaria Gössmann. „Dies wäre sicher auch im Sinn von Mutsuko Ayano gewesen, die stets eine Brücke zwischen Japan und Deutschland schlagen wollte“, sagte Gössmann. Sie verlas eine Grußbotschaft des Vaters: „Es berührt uns sehr zu wissen, dass unsere Tochter in Ihren und unseren Herzen weiterlebt“, richtete Yutaka Ayano Grußworte an die Teilnehmer der Gedenkfeier.

Zwei über den Fonds geförderte japanische Studierende drückten ihre Dankbarkeit aus und erinnerten an Mutsuko Ayanos Leben und Vorbild. Abschließend bedankte sich die stellvertretende Generalkonsulin Funaki-Kobayashi dafür, dass die Erinnerung aufrechterhalten werde und sich die Freundschaft zwischen Japan und Deutschland so gut entwickelt habe. 

Zum Andenken an Mutsuko Ayano wird am Donnerstag, dem Todestag, die Mariensäule hoch über Trier leuchten. (red)

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