Neues Licht für die alte Stadt

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TRIER. Unter dem Titel „2014- Trier in neuem Licht“ hat das Büro „LichtRaumStadtplanung“ aus Wuppertal den neuen Lichtmasterplan für die Stadt Trier vorgestellt. Das Baudezernat der Stadt Trier hatte dazu in die Viehmarkttherme geladen.

Wolfgang van Bellen, Leiter des Tiefbauamtes, der die erkrankte Baudezernentin Kaes-Torchiani vertrat, eröffnete die Veranstaltung, zu der nicht nur Presse, sondern die breite Öffentlichkeit geladen war. Nach einer kurzen Einführung, in der van Bellen das hohe Erneuerungspotential bei den Leuchtmitteln der Stadt Trier ansprach, übergab er das Wort an den Projektleiter des Wuppertaler Büros, Uwe Knappschneider.

Nachdem sein Team, bestehend aus Fachleuten aus vielen verschiedenen Bereichen wie Stadtplanern oder Landschaftsarchitekten vorgestellt wurde, ging Knappscheider genauer auf die möglichen Veränderungen innerhalb der Stadt ein.
Man wolle „ein stimmiges Gesamtbild schaffen“. Teilweise ist der Stand der Technik der Stand von vor 30 Jahren, so der Projektleiter weiter. „Trier hat zu viel Licht, was ungenutzt bleibt. Man muss das Licht dahin bringen, wo es gebraucht wird.“

Dazu sei es nötig, die vielen verschiedenen Leuchten zu vereinheitlichen. Verschiedene Modelle wurden der Stadt bereits vorgelegt.  So sieht Knappscheider es als dringend erforderlich an, dass man die Hauptverkehrswege und den Innenstadtbereich auch visuell voneinander abgrenzt. So sollen die Verkehrswege in einem „neutralweiß“, die Innenstadt in einem „warmweiß“ beleuchtet werden. Auch die Höhe der Lichtmasten sollen der Architektur und den Gegebenheiten der Stadt angepasst werden. So sollen z.B. die Lichtmasten in der Fußgängerzone niedriger sein als diejenigen, die das Straßennetz ausleuchten.

„Trier ist eine Stadt mit vielen historischen Gebäuden. Natürlich müssen auch diese neu und besser ausgeleuchtet werden“, rät der Projektleiter. So sollen seiner Meinung nach schlecht beleuchtete Gebäude, wie die Porta Nigra oder der Dom, so angestrahlt werden, dass ein dreidimensionales Bild auch bei fehlendem Tageslicht bestehen bleibt.

Auf Nachfrage von lokalo, was die Umsetzung dieser Pläne denn kosten würde, antwortete der Leiter des Tiefbauamtes, van Bellen, dass dies noch nicht absehbar sei: „Die Preise für die vorgesehenen LED-Lampen sinkt aber quasi täglich, so dass der Rahmen wohl überschaubar bleiben wird. Außerdem  sind die Energiekosten niedriger. Die Umbauten werden sich nach 5-10 Jahren bereits rechnen.“

Auch wird die Stadt versuchen, bei kommenden Bauarbeiten an Straßen, wie der Walramsneustraße, die neuen Lampen bereits zu installieren, so wie es auch schon in der Trevirispassage geschehen ist.

Allerdings wiesen sowohl von Bellen als auch Knappschneider darauf hin, dass dieser Lichtmasterplan noch nicht endgültig ist. Man werde weiterhin prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, den Plan für alle Beteiligten bestmöglich zu gestalten. Wann genau der Plan vom Stadtrat verabschiedet und wann er umgesetzt werden kann, ist derzeit allerdings noch offen. (bas) 

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