Update: OB Jensen tritt nicht mehr an

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    TRIER. Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) hat in der Pressekonferenz am heutigen Montag, den 18. November, erklärt, nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Die Entscheidung sei „die schwerste seines beruflichen Lebens“ gewesen.

    Der Sozialdemokrat war im Herbst 2006 an die Spitze der Stadt gewählt worden, im April 2007 trat er sein Amt an. Regulär amtiert Jensen noch bis zum April 2015.

    Die CDU hat bereits vor einigen Wochen (lokalo berichtete) die parteilose PR-Unternehmerin Hiltrud Zock als Kandidatin vorgestellt, am kommenden Freitag soll sie offiziell bestätigt werden. Jensen habe sich nach einem langen Entscheidungsprozess entschlossen, nicht mehr anzutreten, stellte aber klar, dass er seine Entscheidung unabhängig von anderen Kandidaturen getroffen habe. Wer für die SPD um das Amt des Stadtoberhauptes antritt, ist noch völlig offen.

    „Viele Bürgerinnen und Bürger haben mich in den letzten Monaten angesprochen weiterzumachen. Nach reiflicher Überlegung bleibe ich aber bei meiner ursprünglichen Entscheidung und kandidiere nicht erneut“

    Jensen hatte vor seiner Wahl im Jahr 2006 bereits angekündigt, im Hinblick auf die acht Jahre währende Amtszeit nicht noch einmal antreten zu wollen. In der heutigen Pressekonferenz bekräftigte er diesen Entschluss, er könne sich „einfach nicht vorstellen, mit 70 bzw. 71 Jahren noch Oberbürgermeister zu sein“.

    Mehrfach betonte der 61-jährige, dass diese Entscheidung keine leichte gewesen sei, er habe es als „große Ehre empfunden, Oberbürgermeister dieser prosperierenden, geschichtsträchtigen und wunderschönen Stadt zu sein“. Die Stadt habe sich in vielerlei Hinsicht positiv weiterentwickelt. So stellte er den sozialen Wohnungsbau als eines seiner Herzensprojekte hervor und lobte die Zusammenarbeit mit den kommunalen Vertretern. Bis bis zum Ende seiner Amtszeit werde der geborene Duisburger noch „wichtige Weichen für die Entwicklung unserer Stadt [..] stellen“.

    „Die Entscheidung von Klaus Jensen bedauern wir sehr“, stellt der Parteivorsitzende der Trierer SPD, Sven Teuber, fest. Die Trierer SPD reagierte damit auf die Bekanntgabe Klaus Jensens, nicht für eine weitere Amtszeit als Oberbürgermeister anzutreten.

    Teuber ergänzt: Auch wenn wir uns eine erneute Kandidatur gewünscht hätten, zollen wir dieser schwierigen Entscheidung des Oberbürgermeisters und seinen gewichtigen Argumenten dafür großen Respekt. In unseren Gesprächen wurde deutlich, dass er sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht hat, da er sich dem Wohle der Stadt mit Leib und Seele verschrieben hat. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und freuen uns auf die verbleibenden Monate bis zum Ende seiner Amtszeit.“

    Klaus Jensen wurde seinerzeit als unabhängiger Kandidat mit der Unterstützung der Trierer SPD mit 66 % der Stimmen zum Oberbürgermeister gewählt. 2007 trat er das Amt an, das er noch bis März 2015 innehaben wird.

    Die Trierer SPD erklärte darüber hinaus, dass sie zügig über die Kandidatur um die Nachfolge von Klaus Jensen im Amt des Oberbürgermeisters beraten wird und nach der Befassung der Gremien bekanntgeben will, wer im kommenden Jahr zur Oberbürgermeisterwahl in Trier für die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten antritt.

    Nähreres will die SPD morgen in einer Pressekonferenz bekannt geben.

    Wann die Wahl zum neuen Stadtoberhaupt stattfinden wird, ist noch offen. (red)

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    1 KOMMENTAR

    1. @ Gast ,bitte keine Häme, der selbsternannte „MACHER“
      macht das einzig richtige, er „MACHT“ sich aus dem
      Staube, und das ist auch gut so !!!

    2. Na hoffentlich findet er den Weg, wenn er immer um die Runden Tische läuft.
      Viele Trierer (auch ich) haben auf ihn gesetzt und sind doch entäuscht worden.

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