Willis Korbleger

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Ja, es ist nachvollziehbar, wenn alle, deren Herz an der TBB hängt, in dieser Saison gerne den Konjunktiv bemühen. Wo stünden die Trierer Basketballer, wenn… Es ist verständlich, diesen Gedanken nachzuhängen, aber die Frage ist eben nur rhetorisch und daher nicht zu beantworten. Den Überlegungen, die die Anhänger vollziehen, dürfen und werden die Verantwortlichen nicht folgen, denn sie lösen ihre Probleme nicht. Da gilt es pragmatisch zu sein. Und das sind Cheftrainer Henrik Rödl und sein gesamter Trainerstab. Sie müssen mit Gegebenheiten klar kommen: Krisenmanagement. Weil Trier nicht die Möglichkeit hat, wie so manch anderer Mitbewerber der BBL, bei einem längeren Ausfall eines potenziellen Starters oder auch nur zur festen Rotation gehörenden Spielers mal eben auf dem Transfermarkt zuzuschlagen und Ersatz für die Position zu holen, die gerade verwaist, oder nur noch einfach besetzt ist.

Die Qual mit dem Personal


Ja, es ist nachvollziehbar, wenn alle, deren Herz an der TBB hängt, in dieser Saison gerne den Konjunktiv bemühen. Wo stünden die Trierer Basketballer, wenn… Es ist verständlich, diesen Gedanken nachzuhängen, aber die Frage ist eben nur rhetorisch und daher nicht zu beantworten. Den Überlegungen, die die Anhänger vollziehen, dürfen und werden die Verantwortlichen nicht folgen, denn sie lösen ihre Probleme nicht. Da gilt es pragmatisch zu sein. Und das sind Cheftrainer Henrik Rödl und sein gesamter Trainerstab. Sie müssen mit Gegebenheiten klar kommen: Krisenmanagement. Weil Trier nicht die Möglichkeit hat, wie so manch anderer Mitbewerber der BBL, bei einem längeren Ausfall eines potenziellen Starters oder auch nur zur festen Rotation gehörenden Spielers mal eben auf dem Transfermarkt zuzuschlagen und Ersatz für die Position zu holen, die gerade verwaist, oder nur noch einfach besetzt ist.

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Ein objektiver Blick auf das Personal sei nach acht Spielen aber erlaubt. Wer sich die Fakten vor Augen hält, wird die bisherige Ausbeute nicht mehr enttäuschend finden. Zunächst bleibt festzuhalten, dass die Mannschaft noch nie – vom Beginn der Vorbereitung bis zum heutigen Tag – in kompletter Besetzung trainieren oder spielen konnte. Baustellen gab und gibt es überall. Kaum war das eine personelle Loch gestopft, tat sich das nächste auf. Am gravierendsten wirkt sich aus, dass die Centerposition, ohnehin eine Achillesferse, weil sie ausschließlich mit ganz jungen Akteuren besetzt ist, noch nie gesund in kompletter Formation antreten konnte. Andreas Seiferth war seit dem Sommer, als der DBB es versäumte, den verletzten Spieler nach Hause zu schicken, ihn stattdessen in der Vorbereitung zur EM und beim Turnier noch trainieren und spielen ließ, nicht ein einziges Mal hundertprozentig fit. Ein Ödem, eine der tückischsten und unberechenbarsten Verletzungen lässt auch keine verlässliche Prognose zu, wann er zumindest so weit ist, dass er dem Team helfen kann.

Auch die Guards blieben von Verletzungen nicht verschont. Zuerst war es Jermaine Anderson, der ausgepowert vom Nationalteam zurückkehrte und erst einmal einen extremen Gewichtsverlust verkraften musste. Seitdem hinkt er hinter den Erwartungen, sicherlich auch der eigenen hinterher. Dann erwischte es Warren Ward, dem einige Wochen Vorbereitung fehlen. Es folgte Anthony Canty – allesamt wichtige Spieler in der Rotation, die gerade für einen Verein, der sich keine zwölf Topspieler leisten kann, enorm wichtig ist. Zuletzt Mathis Mönninghoff – der sicherste Dreierschütze und wohl der Akteur, der sich im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten weiterentwickelt hat. Es ist bezeichnend, wenn das Aufatmen schon zu venehmen ist, weil er „nur normale“ Bänderrisse erlitten hat und das Syndesmoseband heil geblieben ist.

Henrik Rödl und sein Stab verwalten derzeit den Mangel. Wenn die TBB mit ihren vergleichsweise bescheidenen finanziellen Mitteln personell nicht aus dem Vollen schöpfen kann, dann kann sie auch keine maximale Leistung bringen. Das gilt es immer zu bedenken, wenn Kritik laut wird. Ich gehörte vor der Saison zu denen, die dem Team 2013 zugetraut haben, den Sprung in die Playoffs zu schaffen. Die Einschränkung, „wenn alle gesund bleiben“, gehörte immer dazu. Die Realität hat uns längst eingeholt. Wichtig ist jetzt, gerade jetzt, dass dem Akteuren auf dem Feld und auf der Bank rückhaltlose Unterstützung zuteil wird. Das gesamte Team hat diesen Support verdient.

Hier geht es zum Vorbericht der TBB Trier

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