Derby im Rheinlandpokal: SV Mehring empfängt die Eintracht

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TRIER. Am morgigen Samstag (15 Uhr, Stadion Auf der Lay) empfängt der Oberligist SV Mehrung den Regionalligisten SV Eintracht Trier im Achtelfinale des Rheinlandpokals. Für die Mannen von Trainer Roland Seitz ist ein Sieg gegen den klassenniedrigeren Gegner Pflicht – Mehring hofft hingegen auf die Sensation.

Wir fiebern auf den Samstag hin. Das ist ein echtes Highlight-Spiel für uns“, fasste Mehrings Spieltertrainer Dino Toppmöller die Stimmung seiner Mannschaft zusammen. Auch die Anhänger des Oberligisten fiebern einer Sensation entgegen. Sie hoffen auf eine weitere Pokalüberraschung. Wie in den Mittwochspartien, als unter anderem Bezirksligist SG Ellscheid den zwei Klassen höher angesiedelten FSV Salmrohr nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb kickte in die Runde der letzten Acht einzog. „Solche Resultate zeigen uns, was möglich ist“, bekennt Toppmöller. Respekt hat er aber in jedem Fall vor dem Duell mit den Regionalliga-Profis: „Sie stehen in der Liga auch nach der 0:2-Niederlage am Sonntag gegen den FC 08 Homburg immer noch sehr gut da. 14 Spiele zuvor nicht verloren zu haben, spricht für sich. Trier hat den Rheinlandpokal alleine seit 2007 sechs Mal gewonnen und geht natürlich als Favorit in das Match am Samstag.“ Seinem Team will „Toppi“ vermitteln, „dass wir die Eintracht nicht nur ärgern, sondern ihr auch ein Bein stellen wollen und gerne weiter kommen möchten.“

Das sieht Roland Seitz, Trainer der Eintracht, selbstredend anders. Für ihn und seine Profis ist ein Sieg Pflicht, allein schon aus finanzieller Sicht ist der Verein auf die Einnahmen aus dem Wettbewerb angewiesen. Die Favoritenrolle wird dem SVE nicht nur aufgrund der aktuell guten Platzierung in der Liga zugeschrieben, sondern auch aus der Tradition heraus, denn der Regionalligist ist zudem Rekord-Pokalsieger: 12 Mal konnten die 05er die begehrte Trophäe bereits gewinnen.

In der Liga riss am vergangenen Spieltag gegen Homburg die beeindruckende Serie von 14 Pflichtspielen ohne Niederlage, als die Eintracht im eigenen Stadion mit 0:2 unterlag. Nicht der einzige Grund, weshalb Seitz den Außenseiter durchaus als gefährlich ansieht. Grund dafür ist nicht zuletzt die Mehringer Leistung beim kürzlichen Sieg gegen Salmrohr: „Man hat gesehen, wie sie sich reingebissen haben. Es wird eine schwere Partie gegen eine kompakte und kämpferische Mannschaft, aber wir haben den Anspruch, die Qualität und den Willen, dort zu gewinnen.“

Es wird also kein Spaziergang für die Trierer, die zudem auf einige Stammspieler verzichten müssen. Unter der Woche verletzte sich Christoph Buchner am Fuß, auch Lars Bender (muskuläre Probleme) und Michael Dingels (Rippe) können ihren Mannschaftskollegen beim morgigen Spiel nicht helfen. Ebenfalls kündigt sich ein Wechsel im Tor an, Andreas Lengsfeld wird nach seiner langen Verletzungspause zum ersten Mal wieder von Beginn an zwischen den Pfosten stehen. „Für Andy ist es natürlich nicht einfach, erst verletzt er sich und dann bringt die Nummer zwei auch überzeugende Leistung. Es ist wichtig, dass er wieder Spielpraxis sammelt“, begründete Seitz diese Entscheidung.

SV Mehring gegen den SVE: Dieses Duell hat es vor ziemlich genau zwei Jahren schon einmal gegeben: Am 15. November 2011 standen sich die Teams beider Klubs „Auf der Lay“ gegenüber. Kurz nach der Pause musste das Spiel zwischen den damals noch in der Rheinlandliga angesiedelten Mehringern und dem Regionalligisten beim Stand von 0:2 wegen Nebels abgebrochen werden. Eine Woche später setzte sich der SVE dann mit 4:2 erst nach der Verlängerung durch. Das Regionalderby wird somit von beiden Lagern mit Spannung erwartet. (ros)

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