Warnung: Neue Variante des „Enkeltrickbetrugs“

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TRABEN-TRARBACH. Am Dienstag, den 12. November, erstattete eine 88-jährige Frau bei der Polizeiwache in Traben-Trarbach eine Betrugsanzeige. Ein unbekannter Mann hatte sie ca. zwei Wochen lang mehrfach angerufen.

Er sprach mit der alten Frau, als sei er sehr vertraut mit ihr. Wegen einer angeblichen Notlage eines Verwandten, der dringend Geld für die medizinische Behandlung in einem Krankenhaus benötige, weil er nicht krankenversichert sei, setzte er die alte Frau so unter Druck, dass sie schließlich bei ihrer Bank eine fünfstellige Summe abhob.

Dieses Geld übergab sie einem Geldabholer, der ihr von dem Anrufer angekündigt worden war.

Vor einigen Tagen wollte der Anrufer noch einmal eine fünfstellige Summe haben, um zu verhindern, dass der Verwandte ins Ausland abgeschoben werde. Die Frau vertraute sich vor dem Gang zu ihrer Bank jedoch einem Bekannten an, der sofort mit ihr zur Polizeiwache fuhr, um Anzeige zu erstatten.

Es handelt sich bei dem geschilderten Sachverhalt um eine Variante des sogenannten „Enkeltrickbetrugs“.

Zwischenzeitlich wurden weitere betrügerische Anrufe bei älteren Damen in Traben-Trarbach, Wittlich, Kinderbeuern, Reil und Bitburg zur Anzeige gebracht. Ein angeblicher Enkel, der sich in einer finanziellen Notlage befinden würde, forderte jeweils größere Bargeldbeträge. Es kam jedoch glücklicherweise nicht zu Geldübergaben.

Die Polizei rät:

– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

– Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

– Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben.

– Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.

– Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern. Rufen Sie die jeweilige Person unter der lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

– Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.

– Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (red)

Polizeimeldungen finden Sie auch immer in der Rubrik „Kurz und Bündig“

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