Stadt am Fluss: Aufwertung des Lieserufers

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WITTLICH. Die Lieser durchfließt das Gebiet der Stadt Wittlich insgesamt auf rund 8,4 Kilometern. Trotz ihrer Länge von knapp drei Kilometern allein im bebauten Stadtgebiet gibt es nur wenige Verbindungs- und Berührungspunkte zwischen dem Fluss und der Stadt.

Nicht überall besteht zu dem Gewässer eine Sichtverbindung. Hochwasserschutzmauern werden als Barriere zur Innenstadt, zu Kleingärten oder dem Stadtpark wahrgenommen und es fehlt beispielsweise die Anbindung eines eigentlich ufernahen Spielplatzes zum Erlebnisraum Wasser.

Um die bestehende Situation zu verbessern und das Bild der „Stadt am Fluss“ sowohl für die Bürger Wittlichs als auch für Besucher aufzuwerten, wurde das Projekt „Aufwertung des Lieserufers“ durch die Stadtverwaltung Wittlich initiiert. Die Aufwertung des Lieserufers in Wittlich soll in Verbindung mit einer natürlichen Gewässerentwicklung im Rahmen des Förderprogrammes „Aktion Blau Plus“ erfolgen.

Im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes wird dabei der gesamte Lieserverlauf auf der Gemarkung Wittlich in eine grundsätzliche Betrachtung einbezogen. Ziel ist die Erarbeitung eines gesamten Entwicklungs- bzw. Maßnahmenkonzepts der Lieser bzw. des Lieserufers im Stadtgebiet. Im Vordergrund stehen hierbei vor allem die ökologische Aufwertung der Flusslandschaft, die bessere Erlebbarkeit der Lieser, die Verbesserung des Hochwasserschutzes, die Förderung der Stadtentwicklung und die Verbesserung des Wohnumfeldes an der Lieser.

Bereits im Innenstadtentwicklungskonzept, das der Stadtrat im August 2011 beschlossen hat, ist zum Thema Grün- und Freiraumstruktur in der Maßnahme 45 „Konzepterstellung zur Verbesserung der Erlebbarkeit der Lieser“ folgendes ausgeführt:

 „Die Lieser fließt als Gewässer II. Ordnung nahezu unbemerkt direkt am Innenstadtbereich vorbei. Die Renaturierungsmaßnahmen vor einigen Jahren trugen wesentlich zur Attraktivität und zur ökologischen Durchgängigkeit bei, indem beispielsweise Wehre zurückgebaut wurden. Um die Lieser als Erlebnis in die Innenstadt zu integrieren, sind bessere Zugangsmöglichkeiten notwendig. Durch eine Umgestaltung des Lieserufers könnte für Anwohner und Besucher der Stadt eine bessere Aufenthaltsqualität geschaffen werden.“

Vor diesem Hintergrund hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 18. April der Untersuchung des gesamten Lieserufers auf der Gemarkung Wittlich zugestimmt und die Erarbeitung eines Entwicklungs- bzw. Maßnahmenkonzepts im Rahmen des Förderprogramms „Aktion Blau Plus“ beschlossen.

Mittlerweile ist ein Konzeptentwurf, bestehend aus einer Bestandsanalyse, einem Zonierungs- und Entwicklungskonzept sowie einem Erläuterungsbericht, erarbeitet worden.

Der Bau- und Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung vom 26. September dem vorliegenden Konzeptentwurf zugestimmt.

Im Rahmen der nun anstehenden Beteiligungsverfahren werden die Öffentlichkeit sowie relevante Fachbehörden an der Planung beteiligt.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgt vom 11. November bis 11. Dezember 2013.

Planunterlagen zusätzlich im Internet

Der Konzeptentwurf des Projekts „Stadt am Fluss – Aufwertung des Lieserufers“ kann bei der Stadtverwaltung Wittlich in der Schloßstraße 11 (Zimmer 316a) während der allgemeinen Öffnungszeiten (siehe S. 2 Wittlicher Rundschau) eingesehen werden. Nach vorheriger telefonischer Vereinbarung ist dies auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten möglich.

Zusätzlich können die Planunterlagen während dieser Zeit auf der Internetseite der Stadt Wittlich eingesehen werden: http://www.wittlich.de/aktuell/lieserufer.html

Anregungen können schriftlich oder zur Niederschrift bis zum 11. Dezember 2013 vorgebracht werden.

Informationsveranstaltung im Alten Rathaus

Darüber hinaus wird die Planung am kommenden Dienstag, den 19. November, um 19 Uhr im Alten Rathaus in der Neustraße 2 im Rahmen einer Infoveranstaltung vorgestellt.

Parallel zur Beteiligung der Öffentlichkeit werden verschiedene Fachbehörden, z.B. die Struktur- und Genehmigungsdirektion „Nord-Wasserwirtschaft“, mit welcher die Konzeption fachlich und fördertechnisch eng abgestimmt wird, beteiligt.

Die im Rahmen der oben genannten Beteiligungsverfahren eingehenden Stellungnahmen und Anregungen werden im weiteren Planungsprozess mit einbezogen und dem Stadtrat zum abschließenden Beschluss vorgelegt. (red)

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