Trennung nicht verkraftet

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    TRIER. Am heutigen Donnerstag, den 6. November, wurde der Prozess gegen den 33-jährigen Hetem Z. aus Konz vor dem Landgericht Trier eröffnet. Er soll im Mai 2013 seiner Ex-Frau vor einem Hotel aufgelauert und diese in Auto gestoßen haben. In ihrer Wohnung sei es zum Geschlechtsverkehr gekommen, obwohl sie sich vehement dagegen gewehrt habe. Darüber hinaus soll Z. die Frau mehrmals gewürgt haben.

    Die heutige Verhandlung beschränkte sich auf das Verlesen der Anklageschrift durch Staatsanwältin Stefanie Wöste. Der Grund für die kurze Veranstaltung war das Fehlen des psychiatrisch-psychologischen Gutachtens. Rechtsanwältin Martha Schwiering aus Trier verriet bereits, dass sich ihr Mandant in der nächsten Sitzung nicht selbst zu den Vorwürfen äußern, sondern sich über seine Verteidigerin erklären würde.

    Dem gebürtigen Kosovaren, der bereits mehrfach wegen Körperverletzungs- und Missbrauchsdelikten straffällig wurde, wird folgendes zur Last gelegt:

    In einer Nacht im Mai 2013 habe er vor dem Hotel, in dem seine geschiedene Ehefrau arbeitete, in seinem Pkw gewartet. Er habe sie aufgefordert, in sein Auto einzusteigen, da er mit ihr sprechen wolle. Als sie dies abgelehnt habe, sei er aus seinem Auto gesprungen, habe sie gepackt und gleichzeitig die Beifahrertür geöffnet. Er habe den Beifahrersitz nach hinten geklappt, seine Ex-Frau auf den Rücksitz gestoßen und sei losgefahren, nachdem er ihre Handtasche an sich gebracht habe. Er sei zu einem Parkplatz gefahren und habe gebrüllt, dass er ohne seine Kinder nicht weiterleben könne. Er habe gedroht, sowohl seine geschiedene Ehefrau, als auch sich selbst umzubringen. Eine Waffe liege im Kofferraum des Wagens. Der Frau sei es gelungen, beruhigend auf ihn einzureden. Sie habe ihm versprochen, das Gespräch in ihrer Wohnung fortzusetzen. Der Angeklagte und sie seien zu ihrer Wohnung gefahren. Dort habe er versucht, sie zu küssen, nachdem sie ihm Zugang zur Wohnung gewährt hatte. Er habe sie in ihr Schlafzimmer geschubst, obwohl sie ihn nachdrücklich aufgefordert habe, sie in Ruhe zu lassen und ihn von sich gestoßen habe. Er habe sie und sich selbst entkleidet und dann mit ihr den Geschlechtsverkehr vollzogen, obwohl sie weiterhin versucht habe, ihn von sich zu schieben.

    Im Juni 2013 habe er sich in der Wohnung seiner geschiedenen Ehefrau aufgehalten, wobei es zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sei. Hierbei habe er plötzlich nach dem Schal, den sie getragen habe, gegriffen und diesen derart heftig für etwa eine Minute zugedrückt, dass sie Atemnot erlitten habe.

    Zu zwei weiteren nicht näher bestimmbaren Zeitpunkten Mitte Juni 2013 soll er sie im Rahmen von verbalen Auseinandersetzungen derart heftig gewürgt haben, dass sie Atemnot und Schluckbeschwerden erlitten habe.

    Nach der Trennung der Eheleute habe der Angeklagte eine Beziehung mit der Zeugin M. geführt. Mit ihr habe er zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt im November oder Dezember 2012 eine Diskothek in Trier aufgesucht und sie dort plötzlich an den Haaren gepackt und aus der Diskothek herausgezerrt. Anschließend habe er sie an beiden Handgelenken ergriffen und hinter sich her nach draußen gezerrt. Dort habe sie sich von ihm befreien können.

    Im Frühjahr 2011 habe er die Zeugin M. ohne rechtfertigenden Grund oder Anlass im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung in ihrer Wohnung mit der flachen Hand derart heftig geschlagen, dass sie ein Hämatom am Auge erlitten habe.

    Bei mindestens zwei Gelegenheiten im Zeitraum zwischen 2009 und 2012 habe der Angeklagte die Zeugin M. im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung getreten und derart heftig gewürgt, dass sie Atemnot erlitten habe.

    Der Prozess wird am 19. November fortgesetzt. (tw)

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