Überfall auf Autohaus am Porta-Nigra-Platz

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    TRIER. Der Überfall auf ein Autohaus am Porta-Nigra-Platz, das vornehmlich mit Nobelkarossen handelt, war eine der Straftaten in diesem Jahr in Trier, die mit das größte Aufsehen erregte. Vor allem deshalb, weil die brutale Tat am Freitag, den 23. August, am hellichten Tag verübt wurde und die Täter anschließend zu Fuß durch die Stadt flüchteten. Die Staatsanwaltschaft Trier hat nun Anklage gegen einen der Täter erhoben.

    Triers Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Jürgen Brauer hat die Medien in einer heute (Donnerstag, 7. November) versandten Pressemitteilung informiert. Das Schreiben im Wortlaut:

    Am 23. August 2013 betraten zwei mit sogenannten Totschlägern bewaffnete Männer kurz nach 14 Uhr die Geschäftsräume eines PKW-Handels am Porta-Nigra-Platz in Trier. Ohne erkennbaren Grund schlugen sie mit ihren Waffen auf den Inhaber, dessen Mutter und einen Verkäufer ein und verletzten alle drei schwer. Die Staatsanwaltschaft Trier hat nach Abschluss der Ermittlungen gegen einen der Beschuldigten, einen 31 Jahre alten Mann aus Moskau, Anklage zum Landgericht – Große Strafkammer – Trier erhoben. Sie hält ihn für hinreichend verdächtig, sich wegen gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen strafbar gemacht zu haben. Der Beschuldigte, der sich nach wie vor in Untersuchungshaft befindet, hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert. Das Motiv für den Überfall konnte deshalb bisher nicht geklärt werden.

    Nach dem zweiten Beschuldigten, einem 30 Jahre alten, ebenfalls aus Russland stammenden Mann, dem nach der Tat die Flucht gelang, wird noch gefahndet.

    Das Landgericht wird nunmehr über die Zulassung der Anklage befinden. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. Auf lokalo-Anfrage teilt Dr. Brauer mit: „Das Verfahren gegen den Beschuldigten muss im Februar beginnen. Der Mann sitzt seit dem Tattag in Untersuchungshaft. Das Gesetz schreibt vor, dass er innerhalb von sechs Monaten vom Tag der Inhaftierung an, vor Gericht stehen muss.“ Triers oberster Ankläger weiter: „Wenn der Zeitrahmen nicht eingehalten wird, kann das Oberlandesgericht bei triftiger Begründung das Zeitfenster erweitern.“ (red)

     

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