RBBL: Dolphins überrollen Hannover United

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HANNOVER. Endlich wieder ein Erfolgserlebnis für die GOLDMANN Dolphins Trier in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Nach drei Niederlagen in Folge gegen starke Gegner, die allesamt zu den Play-Off Kandidaten zählten, gewannen die Dolphins beim Aufsteiger aus Hannover am Samstagabend vor ca. 150 Zuschauern, auch dank eines überragenden Dirk Passiwan, mit 92:46 (39:27).

 

Die Mannschaft um Spielertrainer Dirk Passiwan hatte sich einiges vorgenommen. „Es ist ein Spiel, was wir unbedingt gewinnen müssen“, hatte der Topscorer im Vorfeld dieses Spiels verlauten lassen. Zu Beginn der Partie sah es beim Neuling Hannover United jedoch nicht nach einem deutlichen Ergebnis aus. Nach 6 Minuten lagen die Trierer mit 9:14 zurück. Erst eine Auszeit störte das Spiel der Niedersachsen. Punkt um Punkt kamen die Dolphins, angetrieben durch einen sehr starken Dirk Passiwan, heran und konnten kurz vor Ende des Viertels zum ersten Mal nach einer 9:0-Serie in Führung gehen. Mit 18:14 für Trier, davon zwölf Punkte des Spielertrainers, ging es in die Pause.

Diese Führung sollten die Dolphins nicht mehr aus der Hand geben. Dank einer überragenden Trefferquote von knapp 70 Prozent baute das Team um Kapitän Chad Jassman den Vorsprung kontinuierlich aus. Eine gute Defensive und viele Fehlversuche auf Seiten der Gastgeber leisteten einen weiteren Beitrag zur Zwölf-Punkte-Führung zur Halbzeit (39:27).

Nach der Halbzeit war der Bann dann endgültig gebrochen. Janet McLachlan traf nach Belieben und kam alleine im dritten Viertel auf 13 Punkte. Hannover fand kaum mehr ins Spiel, 35 Prozent Trefferquote sind definitiv zu wenig, um einer erfahrenen Mannschaft wie den Dolphins gefährlich zu werden.

Im letzten Viertel war die Frage nach dem Sieger längst beantwortet, offen war nur, ob es den Dolphins gelingen würde, die 100-Punkte-Schallmauer zu knacken. Angetrieben von knapp 40 mitgereisten Trierer Fans kam das Team der Hürde immer näher, übersprang sie jedoch nicht. 92:46 hieß es am Ende der Partie. Ein wichtiger Erfolg gegen einen Aufsteiger, der über weite Strecken des Spiels überfordert war und daher nicht gezeigt hat, dass er die Erstligareife besitzt.

Bereits am kommenden Samstag können die Trierer Dolphins den Rückenwind nutzen. Dann gastiert mit den Rolling Chocolate Heidelberg der zweite Aufsteiger in Trier (19.30 Uhr, Halle am Mäusheckerweg)

Stimmen zum Spiel:

Diana Dadzite: „Zu Beginn waren wir sehr nervös. Wir waren nicht darauf eingestellt, dass Hannover so pressen würde. Deswegen hatten wir einige Ballverluste. Auch in der Defensive hatten wir einige Probleme. Im zweiten Viertel waren wir besser. Nach der Halbzeit waren es vor allem Dirk, Janet und Tyler, die Hannover fast im Alleingang besiegt haben. Man merkt, dass wir konditionell gut drauf sind, 3 Stunden Konditionstraining in den Dienstagseinheiten machen sich bemerkbar.“

Manager Otmar Passiwan: „Hannover hat in der kleinen, lauten Halle alles versucht, uns zu überraschen. Erst im zweiten Viertel ist es uns gelungen uns abzusetzen. Auch dank Dirk, der wieder voll auf der Höhe ist. Nach der Halbzeit haben wir dann taktisch sehr gut gespielt, den Ball gut laufen lassen und viele freie Würfe bekommen. Erfreulich ist, dass Janet endlich ihr wahres Gesicht zeigt und auch Tracey sich nach der Einwechslung gut ins Spiel eingefügt hat. Mit ihrer Erfahrung aus 20 Jahren Nationalmannschaft ist sie eine wichtige Spielerin und ein guter Backup für Chad, der früh mit 3 Fouls belastet war. Jetzt müssen wir nächste Woche gegen Heidelberg gewinnen und können dann vielleicht auch wieder nach oben auf Platz 4 schielen.“ (bas)

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