Fußball-Regionalliga: Neun 05er erkämpfen Punkt in Offenbach

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OFFENBACH. Das 1:1 (0:0)-Unentschieden bei den Kickers Offenbach ist für Eintracht Trier ein gefühlter Sieg. Nachdem Marco Quotschalla und Matthias Cuntz vom Feld verwiesen worden waren, erkämpfte sich die Eintracht nach einem 0:1-Rückstand durch Marcel Mosch (66. Minute) mit nur acht Feldspielern durch ein Kopfballtor von Torge Hollmann (72.) den Ausgleich und verteidigte den Punktgewinn mit Mann und Maus. Überragender Akteur der Trierer war wieder einmal Torhüter Chris Keilmann.

Vor 6275 Zuschauern, darunter knapp 600 mitgereiste Fans aus Trier, entwickelte sich auf dem traditionsreichen Bieberer Berg in der ersten Halbzeit ein Spiel ohne größere Torchancen für beide Mannschaften. Sowohl die Eintracht als auch die Kickers aus Offenbach verstanden es, die Räume im Mittelfeld eng zu machen und dem Gegner kaum Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Erst Mitte der ersten Hälfte war es Sylvano Comvalius, der erstmals gefährlich vor dem Tor von OFC-Keeper Daniel Endres auftauchte.

Wenige Augenblicke später war es Mohammed Tahiri, der sich den Ball an der Mittellinie schnappte und von Marco Quotschalla unsanft von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Marcel Schütz zeigte dem Trierer Offensivmann überraschend die Rote Karte – eine zu harte Entscheidung des unsicher wirkenden Referees aus Worms. Offenbach wurde in Überzahl stärker, spielte nun aggressiver nach vorne und hatte in der 29. Minute die Chance auf den Führungstreffer, Fabian Bäcker scheiterte allerdings freistehend am starken Trierer Schlussmann Chris Keilmann. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel rückte Chris Keilmann dann endgültig in den Mittelpunkt. Nach einem Freistoß für die Offenbacher sah Schiedsrichterassistent Manuel Brell ein Handspiel vom Matthias Cuntz. Er war wohl allein mit dieser Meinung, aber es half den Gästen nicht. Schütz zückte erneut Rot und entschied außerdem auf Strafstoß für Cuntz. Der ehemalige Eintracht-Spieler Pintol lief an, schoss den Ball allerdings halbhoch aufs Trierer Tor und Chris Keilmann konnte den Ball parieren. Ausnahmezustand beim Trierer Anhang. Die Euphorie sollte allerdings nur kurze Zeit anhalten. Nachdem Keilmann erneut gegen Marcel Morsch glänzend pariert hatte, war er kurz darauf gegen denselben Spieler machtlos, der den OFC in 66. Minute in Führung schoss.

Angefeuert vom glänzend aufgelegten Trierer Anhang kämpften die Trierer auch in doppelter Unterzahl weiter. Auch bei Dauerregen und immer tiefer werdenden Boden spielten die Mannen von Roland Seitz mutig nach vorne und wurden schon sechs Minuten nach dem Rückstand für ihre Bemühungen belohnt. Nach einem Freistoß von Mittelfeldregisseur Alon Abelski war es Torge Hollmann, der den Ball per Kopf im Tor von Offenbachs Keeper Endres unterbringen konnte. Der verdiente Ausgleich für die aufopferungsvoll kämpfenden Trierer.

Der OFC warf nun noch einmal alles nach vorne, die Eintracht stand jedoch in der Abwehr sicher und konnte sich auf Chris Keilmann verlassen, der in der 85. Minute noch einmal gegen Fabian Bäcker in höchster Not klären musste.

So hieß es nach 90 Minuten 1:1. Ein Ergebnis, auf das die Eintracht stolz sein kann. So sah es auch Trainer Roland Seitz: „Die Jungs haben einen tollen, einen geilen Job gemacht.“

Jetzt gilt es, im nächsten Heimspiel gegen den FC Homburg (Sonntag, 10. November, 14 Uhr, Moselstadion) nachzulegen und den „Platz an der Sonne“ ein weiteres Mal zu verteidigen. (bas)

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