Energietipp: Haus nach Vorschrift oder Zukunftsmodell?

0

BITBURG. In der Zeitrechnung des energiesparenden Bauens schreiben wir das Jahr der Energieeinsparverordnung 2009. Das ist jedoch bereits ein gesetzlicher Mindeststandard von gestern, denn heute schon können Häuser gebaut werden, die nur halb soviel Energie für Heizung und Warmwasser benötigen.

Zwischen dem Haus nach gesetzlichen Anforderungen und den sparsamsten Passiv- oder Plusenergiehäusern gibt es eine Vielfalt von Effizienzhäusern jeder Geschmacksrichtung. Im Schnitt kommt so ein Effizienzhaus im Jahr mit weniger als sechs Litern Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche aus.

Durchschnittliche Neubauten, die nur den Mindeststandard einhalten, benötigen dagegen bis zu elf Liter Heizöl. Erreicht wird das mit einer kompakten Bauform, einer sehr guten Wärmedämmung, einer dichten Gebäudehülle und einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Oberstes Bauherrengebot: Überwachen Sie die saubere Ausführung, denn Undichtheiten, Fehler bei der Installation oder Durchbrüche der Dämmschicht machen die Effizienz des Hauses wieder zunichte!

Im Vergleich zum gesetzlichen Mindeststandard verursacht das „KfW-Effizienzhaus 70“ etwa fünf Prozent mehr Baukosten. Bei den zu erwartenden Steigerungen der Öl- und Gaspreise macht sich dieser Mehraufwand in absehbarer Zeit wieder bezahlt. Wenn im Alter möglicherweise das Geld knapp und der Energiepreis hoch ist, kann sich das Energieeffizienzhaus als Segen erweisen. Mit dem Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz können Sie Ihre Pläne im Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräches nach vorheriger Anmeldung besprechen. (red)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.