Fußball-Oberliga: Verdiente Niederlage zum falschen Zeitpunkt

0

SALMROHR. Der FSV Salmrohr hat anders als am Wochenende zuvor das Geschenk der Konkurrenz nicht angenommen. Zum zweiten Mal in Folge spielte der SC Hauenstein nur remis – diese Steilvorlage verwandelten die Salmtaler nicht, verloren stattdessen gegen die SG Betzdorf mit 1:3 (0:1) und verloren so sogar noch einen Punkt gegenüber dem Tabellenführer.

 

Salmrohr war nur in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, hatte Ball und Gegner im Griff und sich somit die 1:0-Pausenführung durch Tobias Baier verdient. Alles schien im Salmtalstadion nach dem ausgegebenen Plan von Trainer Uwe Schüller zu laufen, der die Parole ausgegeben hatte: „Wir wollen bis zur Winterpause den Abstand zu Hauenstein zumindest nicht größer werden lassen.“

Dass diese Umsetzung nicht gelang, lag an einigen teils haarsträubenden eigenen Fehlern, die Schüller fast die Sprache verschlugen. „Ich bin konsterniert vom Spielverlauf“, lautete sein Fazit. Schuldzuweisungen wollte er auch nicht vornehmen („Keine Vorwürfe an Sebastian Grub“). Salmrohrs Schlussmann hatte wesentlichen Anteil an der Niederlage – an zwei Gegentreffern trug er die Hauptschuld.

Die 180-Grad-Wende beim Spielverlauf begann vier Minuten nach Wiederanpfiff, als Grub nach einer Rückgabe von Pascal Meschak ausrutschte, nur noch einen Kullerball zustande brachte, der Betzdorfs Stürmer Fabian Stein vor die Füße rollte. Er nahm das Geschenk zum 1:1 dankend an. Von da an ging nicht mehr viel bei den Hausherren. Gegnerische Dominanz war nicht erforderlich, denn den zweiten Gegentreffer bereitete wieder Grub vor. Er hatte wohl „verwachst“ an diesem Tag, rutschte bei einem überflüssigen Ausflug aus dem Torraum erneut aus und kassierte einen Heber von Mario Weitershagen zum 1:2. Damit nicht genug. Zwischen dem ersten und zweiten Gegentreffer des FSV lagen zehn Minuten, zwischen dem zweiten und dritten gerade mal 40 Sekunden! Fation Foniq erzielte den Endstand. Noch nie zuvor in dieser Saison hatte Salmrohr drei Gegentreffer kassiert – ausgerechnet den Betzdorfern, die zuvor fünf Mal in Serie verloren hatten, fügten dem Tabellenzweiten diesen Negativrekord zu.

Nach dem dritten Gegentreffer wachten die Hausherren zwar auf, auch weil Schüller zwei frische Spieler brachte, aber Präzision kam damit nicht in das Offensivspiel seiner Elf, die die große Chance vertan hat, den Abstand auf Hauenstein auf vier Punkte zu verkürzen. (wir)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.