Frauen-Handball: Deutscher Sieg zum Auftakt der EM-Quali in Trier

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TRIER. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat das Auftaktspiel zur EM-Qualifikation gegen Rekordweltmeister Russland mit 32:27 (18:11) gewonnen. Die 1480 Zuschauer in der Arena Trier bescherten dem starken Spiel eine passende Atmosphäre, in welchem das Team von Nationaltrainer Heine Jensen trotz der vielen Ausfälle eine souveräne Leistung bot. Allen voran war es Torfrau Clara Woltering, die mit vielen sehenswerten Paraden überzeugen konnte.

Der erste Schritt zur EM-Teilnahme ist gemacht: Das deutsche Team besiegte zum Auftakt der Qualifikation den stärksten Gegner aus der Gruppe 7, in der neben dem heutigen Gegner aus Russland noch die mazedonische Nationalmannschaft um die Teilnahme der Europameisterschaft in Ungarn und Kroatien im kommenden Jahr kämpft. Bereits am kommenden Sonntag (15 Uhr MEZ) geht es für die Nationalspielerinnen zum Rückspiel nach Astrachan, zu dem die Mannschaft nach dem heutigen Sieg mit viel Selbstbewusstsein anreisen kann.

Die deutsche Nationalmannschaft begann kämpferisch und entschlossen, kam vor allem in Gestalt von Susan Müller zu sehenswerten Treffern. Müller verwandelte in der 7. Minute im Nachsetzen einen Siebenmeter, nachdem die russische Torfrau Galina Gabisova zuvor parieren konnte. Bereits nach zehn gespielten Minuten setzten sich die Deutschen Spielerinnen mit 8:3 ab, was auch Keeperin Clara Woltering zu verdanken war: Sie zeigte gleich bei mehreren Würfen der Russinnen gute Reflexe.

Das Team von Evgeny Trefilow zeigte in der Offensive einige Abstimmungsprobleme, es kam häufig zu Ballverlusten die das DHB-Team konsequent ausnutzte und so die Führung ausbauen konnte. In der 13. Minute stand es 9:4 für die Deutsche Auswahl, allen vorran sorgten Susann Müller und Marlene Zapf für Wirbel in der Offensive. Eine Zeitstrafe gegen Kerstin Wohlbold in der 14. Minute hämmte das deutsche Spiel kaum, die überagende Woltering verhinderte mit starken Paraden eine Aufholjagd der Russinnen. Immer wieder legten die Spielerinnen von Nationaltrainer Jensen vor, zum Ende des ersten Durchgangs führte das deutsche Team verdient mit 18:11.

Coach Trefilow muss in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn im zweiten Durchgang spielten seine Spielerinnen deutlich engagierter, kamen in der 41. Minute zwischenzeitlich auf vier Treffer herran (23:19). Die kleine Schwächephase des deutschen Teams in der Offensive wussten die Russinnen jedoch nicht ernsthaft zu nutzen, so erzielten die Gastgeberinnen, immer lautstark vom Publikum angefeuert, konstant Treffer und hielten die Gäste auf fünf Tore Abstand. Zu Beginn der letzten zehn Minuten spielte auch Ex-Mieze Laura Steinbach stark auf und erzielte insgesamt vier Treffer – der Vorsprung war in der 54. Minute auf sieben Tore angewachsen (30:23). Die Russinnen zogen, die drohende Niederlage vor Augen, zwar noch einmal an, konnten den souveränen deutschen Sieg aber nicht mehr verhindern. Am Ende siegte die DHB-Auswahl verdient mit 32:27 und besitzt somit eine komfortable Ausgangsposition im Hinblick auf das Rückspiel am kommenden Sonntag. (ros)

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