Kommt ein „Hühner-KZ“ ins Kylltal?

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BIRRESBORN. In ganz Rheinland-Pfalz gibt es rund 1,3 Millionen Legehennen in Volierenhaltung. Geht es nach dem Willen zweier Niederländer, kommen bald auf einen Schlag 330 000 weitere hinzu. Und zwar im bis jetzt idyllischen Kylltal bei Birresborn im Vulkaneifelkreis. Denn die Gemeinde hat ein Problem: Seit 2008 interessiert sich kein Investor für ihr Gewerbegebiet. Massentierhaltung könnte aus Sicht einiger die Lösung sein.

Sieht man den Werbetrailer der Hühnerhalter Smits aus dem niederländischen Gilze-Rijen, die auch in Niedersachsen Legehennenfarmen haben, so möchte man nichts lieber als ein Huhn sein: Zu sanfter Klaviermusik flattern schneeweiße Federbällchen unbeschwert durch den Stall oder schauen wachen Auges in die Kamera. Der kleine Film sorgte auf einer Bürgerversammlung in Birresborn für Erstaunen: „Wir kennen aus der Massentierhaltung aber doch ganz andere Bilder“, warf ein besorgter Bürger angesichts der Pläne von Johan und Peter Smits ein, die im Kylltal eine Farm für 330 000 Legehennen bauen wollen. Drei Ställe von je 110 mal 24 Metern Ausmaß, 24 Futtersilos und zwei Hallen für Sortierung und Lagerung sollen entstehen, auch eine Wohnung für einen künftigen, aus den Niederlanden importierten Werksleiter. Acht neue Vollzeit- und acht Teilzeitjobs sind die Arbeitsplatzperspektiven, dem niederländischen Projektberater Bert Wagenmakers zufolge besonders geeignet für Eifeler Hausfrauen und gering Qualifizierte.

Viel Protest regte sich indessen nicht: Da sich ausschließlich Birresborner Bürgerinnen und Bürger äußern durften, blieben die anwesenden Vertreter von Naturschutzverbänden oder die grünen Politiker aus der Verbandsgemeinde und dem Land ebenso stumm wie Geflügelhalter aus der Eifel, die die Pläne ebenso aufmerksam wie kritisch beobachteten und sich nur im persönlichen Gespräch nach der Versammlung mit ihrem Fachwissen bemerkbar machen konnten. Manch einer erntete Beifall für das, was vermutlich viele Birresborner umtreibt: „Für unser Gewerbegebiet gab es noch nie Interessenten; jetzt sind welche da. Wir sollten die Gelegenheit nutzen“, brachte ein Gemeinderatsmitglied die vermutliche Mehrheitsmeinung zum aktuellen Informationsstand auf den Punkt.

Investition für die Zukunft oder ungelegtes Ei?

Zwar muss die Gemeinde weiteres Geld in Höhe von mehreren hunderttausend Euro aufbringen, um das fragliche Areal von 35 000 Quadratmetern fertig zu erschließen und eine notwendige Linksabbiegerspur zur Farm zu finanzieren. Doch angeblich bekommt sie im Gegenzug von den Niederländern wesentlich mehr als die ursprünglich verlangten 2,56 Euro pro Quadratmeter Kaufpreis – Näheres wurde von Bürgermeister Michael Zander allerdings nicht mitgeteilt. Zudem rechnet man mit erklecklichen Gewerbesteuereinnahmen. Zwar handelt es sich letztlich um eine niederländische Holdinggesellschaft, dennoch werde man den Sitz in der Region anmelden und – nach dem Ende der Abschreibungsphase – Steuern in Deutschland entrichten, stellten die Smits in Aussicht.

Das Ingenieur- und Agrarberatungsbüro Michael Herdt, welches die technische Seite des Mega-Hühnerstalls vorstellte, gab sich unterdessen optimistisch, etwaige Bedenken in Sachen Geruchs-, Staub- oder Kotbelastung zerstreuen zu können. Die dafür notwendigen technischen Lösungen seien vorhanden: Entsprechende Filteranlagen sollen eingebaut und der Kot in die Biogasanlage nach Wiesbaum bei Hillesheim transportiert werden. Die ausgedienten Legehennen, deren Lebensdauer 18 Monate beträgt, wandern nach Belgien zum Schlachten. Die Wohngebiete und die direkt angrenzenden Naturschutz-, Vogelschutz- und streng geschützten FFH-Gebiete (Anm. d. Red.: FFH steht für Fauna-Flora-Habitatrichtlinie, grob gefasst: Naturschutz) werden, so das Versprechen und die Berechnungen der Ingenieure, nicht beeinträchtigt. Die Zusagen müssen die Kreisverwaltung und die SGD (Struktur- und Genehmigungsdirektion) Nord erteilen, sollte der Verkauf des Areals seitens der Gemeinde tatsächlich beschlossen werden. Allerdings liegen der SGD Nord bislang nur Absichtserklärungen vor und keine plausiblen, belastbaren Unterlagen vor.

Viele Fragen offen

Dietmar Johnen, der als Landwirt und grüner Landtagsabgeordneter der Bürgerversammlung lauschte, äußert sich im Nachhinein sehr nachdenklich. „Zunächst einmal müssen wir feststellen, dass wir in Europa eine große Überproduktion an Eiern haben. Zusätzliche Kapazitäten werden gar nicht benötigt… abgesehen von der Frage, ob Verbraucher überhaupt Eier von Hennen wollen, die zu achtzehnt nur einen Quadratmeter Platz haben.“ Er fragt, warum die Niederländer überhaupt in Birresborn investieren wollen und nicht in ihrer Heimat oder in Niedersachsen. „Dort jedenfalls gibt es angesichts der Folgen der Massentierhaltung massiven Widerstand gegen weitere Projekte.“ Ob tatsächlich die erhofften Steueraufkommen anfallen, ob das Futter gentechnikfrei ist oder wie hoch der Antibiotikaeinsatz ist und anderes mehr sind für ihn wichtige Fragen, die bislang offen geblieben sind.

Der Lokalo-Redaktion liegt darüber hinaus ein Schreiben des grünen Fraktionschefs in der Verbandsgemeinde Gerolstein, Norbert Worm, vor, in dem er von einer Qual-Haltung von Tieren spricht. Er rechnet mit einer Todesrate von zehn Prozent – also mit 33 000 Kadavern jährlich. „In einer Anlage dieser Größenordnung fallen jährlich etwa 7000 Tonnen Hühnerkot an, die auf unseren Weiden und Äckern sowie in einer Biogasanlage ‚entsorgt’ werden. Dies alles in einem hoch sensiblen Naturraum.“

Geflügelhalter der Region sind skeptisch

Abgeschreckt zeigen sich in ersten Gesprächen auch andere Eifeler Geflügelhalter. Sie haben in der Regel deutlich weniger Federvieh als die geplante Zahl von 330 000 Legehennen, oft sogar unter Zehntausend bis hin zu mehreren Zehntausend. Sie möchten namentlich derzeit nicht genannt werden und tauschen sich zunächst untereinander aus. Sie betonen jedoch: „Wir sehen als Erzeuger, die vor allem direkt und regional vermarkten, die Pläne natürlich nicht als Konkurrenz. Schließlich wollen die Smits an Discounter und die Lebensmittelindustrie liefern. Aber eine solche Massentierhaltung passt überhaupt nicht zum hochwertigen Image der Eifelprodukte. Das könnte Schaden nehmen, wenn unser Standort plötzlich für derartige Produktionsmethoden steht.“

Andere Kritiker machen sich Sorgen um den Tourismus, der beeinträchtigt werden könne: Das Kylltal gilt als Anglerparadies, der Kylltalradweg führt nah an der geplanten Mega-Farm vorbei und Wanderer werden, so die Befürchtung, angesichts eines plötzlich im Wald auftauchenden „Hühnerknastes“ ebenfalls kein gutes Eifelbild erleben.

Die Diskussion über das Birresborner Gewerbegebiet „Auf dem Boden“ beginnt gerade erst. Die Gemeinderatsmitglieder müssen sich nun selbst kundig machen, welches die Chancen und welches die Risiken sind, die sie ihren Bürgern zumuten oder vorenthalten. (ako)

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1 KOMMENTAR

  1. Bei allem Verständnis für sämtliche Tierschutzargumente und bei aller berechtigten Abneigung gegen Massentierhaltung: Diese Überschrift geht ganz gewaltig in eine bedenklich falsche Richtung. Warum, muss ich hoffentlich nicht ausführen…

  2. Die Befürworter der Massentierhaltung verdienen entweder an der Hühnerfabrik oder wissen zu wenig über die Auswirkungen dieser Ställe und das Leiden der Tiere. Klar, das der Werbefilm von dem Investor ein Märchenfilm ist, für die Leichtgläubigen. Ich hoffe jedoch, dass sich die Menschen vor Ort über diese unglaublich Quälerei der Tiere und Verschmutzung der Umwelt durch Hühnerkot schlau machen, bevor sie wertvolles Land zubetonieren und verseuchen lassen!

  3. – Maennliche Kueken werden direkt nach der Geburt getoetet
    – Den Legehennen wird unter Schmerzen der Schnabel gekuerzt
    – In der Natur legen Huehner einmal im Jahr Eier
    – Heutige „Lege-„hennen sind soweit qualgezuechtet, dass sie fast jeden Tag ein Ei legen muessen
    – Durch den Dauerstress kommt es zum Federrupfen, bis hin zum Toeten der Artgenossen
    – Nach ca. 15 bis 18 Monaten werden die Legehennen geschlachtet, da die Legeleistung nachlaesst

  4. „Für unser Gewerbegebiet gab es noch nie Interessenten; jetzt sind welche da. Wir sollten die Gelegenheit nutzen“ Scheiß auf Umwelt, Tiere, Menschen. Lasst uns alles zubetonieren und unser Trinkwasser mit krebserregenden Nitraten verseuchen, Hauptsache Wirtschaftswachstum. Denken diese Leute eigentlich auch mal nach?

  5. Das Elend, das die Tiere in ihrem kurzen, eingeengten Dasein erleiden müssen, wird doch sorgsam durch Geruchsfilter und Maßnahmen gegen Lärmbelästigung von der Außenwelt abgeschottet – wirklich ausgesprochen fürsorglich von den Betreibern.
    Was treibt die Ortsgemeinderäte um, dass jedes Dorf ein Gewerbegebiet ausweisen muss? Haben die örtlichen Entscheider die Chancen und Risiken einer solchen Fläche mit der geührenden Sorgfalt anhand einer soliden Marktanalyse ermittelt? Oder müssen jetzt huntertausende Hühner die Fehler von einigen wenigen „Hochkopferten“ mit einem qualvollen kurzen Leben bezahlen?

  6. Da hane sich hier ja alle versammelt Öko-stalinisten zusammen gefunden und einen neuen Feind ausgemacht! Der Grosskapitalist der auch gleich ein „Hühner-KZ“ baut!
    Nicht nur das schon die Überschrift des Artikel mehr als nur tendenziös ist, nein, zusätzlich haben sich auch noch sämtliche Weltverbesserer der Stadt Trier hier zusammengefunden um den, im Duktus des Artikels zu bleiben, „bösen Hühner-Amon-Göth“ schon mal an den Pranger zu stellen..

    Erschreckend wie in Deutschland mit Leuten die Arbeitsplätze, Kapital, und in diesem Fall sogar Nahrungsmittel mitbringen umgegangen wird. Pfui!
    Und die Gruenen sind auf allen Ebenen wieder vor mit dabei! Ganz grosses Kino!

  7. Mein lieber Klaus. Ich bin kein Grüner, nicht einmal ein Sympathisant dieser Partei. Ich bin dafür Arbeitsplätze zu schaffen – wer ist das nicht???? Aber um es mal klar und deutlich zu sagen. Wieviele Arbeitsplätze sind es denn, die dort geschaffen werden – und zu welchem Preis??? Der Zweck heiligt nicht alle Mittel!!!!! Ich zahle lieber ein paar Cent mehr für ein Ei, als solche Verhältnisse zu fördern. Die Wiesenhofs dieser Welt gehören weggesperrt.

  8. @ Klaus: das scheint bei den Grünen das schlechte Gewissen zu sein. Das die haben, seit sie die gesetzte und Sätze zum ALG II beschlossen haben(wir erinnern uns , damals an die Rot-Grüne Regierung).
    Und dieses System bzw. die Berechnung der Sätze die gezahlt werden sind ja gerade nach den Discounter-preisen berechnet und nicht nach Reformhaus-Preisen.
    Und da ein „Harzer“ ja auch mal ein Omlett essen möchte(Nimm ein Ei mehr/ viele PDSler erinnern sich bestimmt noch daran) sind sie ja vom System praktisch gezwungen das billigste einzukaufen.
    Es wäre doch mal eine tolle Sache, wenn die Grünen auf ihrer Internett-Seite einen Essensplan inkl. der Einkausquellen einstellen, wo man mit dem Regelsatz sich vollkommen aus dem Bioladen ernähren kann.
    Ja, auch mal mit Fleisch.
    P.S. Nicht nur Leistungsempfänger sind gezwungen so einzukaufen, sondern auch Leute die 40 Stunden die Woche arbeiten gehen. Aber das mit dem Mindestlohn ist eine andere Geschichte.

  9. Ich bin gegen den Bau eines Legehennenbetriebes in Birresborn! Eine Agrarfabrik in dieser Größenordnung schadet der Landschaft, den Menschen und den Tieren. Es ist zu verstehen, dass die „Erlösung“ von den Zinszahlungen verlockend ist. Aber dies darf nicht der einzige Grund sein, um sich für dieses Vorhaben auszusprechen. Gute Luft, gute Böden und gutes Wasser sind Lebensgrundlagen, nicht Eier aus Massenbetrieben, mit denen Discounter und Lebensmittelindustrie Gewinne machen. Eine bäuerliche Landwirtschaft schafft Vielfalt und produziert hochwertige Nahrungsmittel. Dafür sollte die Eifelregion weiterhin stehen.
    Bisher verbindet man mit Birresborn die Eishöhlen, die Kyll, die Wälder sowie einen lebendigen Ort mit Einzelhandel, Vereinen etc.. Wird Birresborn künftig der Ort sein, bei dem einem zuerst eine der größten Legehennenbatterien des Landes Rheinland-Pfalz einfällt? Dies wäre aus meiner Sicht ein trauriges Image.
    Ich hoffe sehr, dass die Gemeinderatsmitglieder in Birresborn sich gegen den Bau des Legehennenbetriebes aussprechen und sich schon bald Investoren für das Industriegebiet „Auf dem Boden“ finden, die wirtschaftliche Aspekte und Regionalität zusammenbringen.

  10. Natürlich gibt es Für und Wider gegen eine solche Investition. Aber die Diskussion sollte sachbezogen und nicht emotional geführt werden. Begriffe wie „KZ“ „Knast“ oder Ähnliches müssen dabei tabu sein.
    Auch die veröffentlichen Bilder sind nicht dazu geeignet, die Diskussion zu versachlichen. Lediglich der Hinweis auf Wikipedia als Quelle genügt nicht. Dann sollte auch genau mitgeteilt werden, aus welchem Betrieb solche Bilder stammen.
    Wenn Herr Worm von den Grünen und Mitglied im Verbandsgemeinderat Gerolstein im TV von gestern einen „Hühnerknast“ anprangert mit Begründungen, die teilweise in der Bürgerversammlung auch von Vertretern der Genehmigungsbehörden widerlegt wurden, dient das nicht zur Versachlichung. Der Hühnerkot z.B. soll doch insgesamt in einer Biogasanlage entsorgt werden. Er spricht dabei den „hochsensiblen Naturraum“ an und befürchtet einen „Imageverlust im touristischen Bereich“. Aber: Bei der Diskussion in VG-Rat zur Öffnung des Naturschutzparks für Windräder hatte er diese Befürchtungen nicht. Ganz im Gegenteil: Sowohl er selbst als auch seine Ehefrau haben sich massiv für diese Öffnung eingesetzt.
    Auch die Antwort von Dietmar Johnen (MDL) und Grünen-Sprecher für Landwirtschaft in Rheinland Pfalz auf seine Frage: „Warum zieht es die Investoren nach Birresborn?“ ist nicht geeignet, die Diskussion zu versachlichen. Denn: Hier ist ein rechtskräftig ausgewiesenes Gewerbegebiet vorhanden, welches für emitierende Betriebe geschaffen wurde und auch dafür geeignet ist. Es liegt weit mehr als gefordert von Wohnbebauungen entfernt. Auch ohne zugesagte Filteranlagen sind nach den Berechnungen in für die Genehmigung vorzulegenden Gutachten keine Geruchsbelästigungen für den Ort Birresborn gegeben.
    Auch der zusätzliche LKW Verkehr dürfte nicht gravierend ins Gewicht fallen, zumal nicht feststeht, aus welcher und in welche Richtung die LKW fahren werden. Vor Jahren war das doch noch anders. Da fuhren viele LKW aus dem Steinbruch Kirner Hartsteinwerke und der Teermischanlage sowie dem Steinbruch Reichle mit Teermischanlage durch unseren Ort. Leider haben auch hier mehrere Personen durch die Stilllegung dieser Betriebe ihren Arbeitsplatz verloren.
    Soweit meine Information reicht, hat auch eine Abordnung des amtierenden Gemeindereates den Betrieb in Gilze Rijen vor Jahren besichtigt.Das Ergebnis hätte auch in der Bürgerversammlung mitgeteilt werden sollen.
    Auch könnte man ja mal Gerolsteiner Bürger fragen, die bestimmt in den letzten Jahren mehrfach in ihrer Partnergemeinde Gilze Rijen wahren, ob sie dabei Nachteiliges durch den Legehennenbetrieb bemerkt haben.
    Also lasst uns bei allem Drang zur Emotion auf dem Boden der sachlichen Tatsachen bleiben.Der Gemeinderat muss letztlich entscheiden, ob er das Grundstück an die Investoren verfkauft. Diese Entscheidung sollte bald getroffen werden, damit zum einem Planungssicherheit für die Investoren besteht und zum anderen die noch erforderlichen Gutachten und Berechnungen für die Genehmigungsplanungen erstellt werden können. Im Genehmigungsverfahren werden dann alle gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen erfolgen.

  11. Eierschale hat es auf den Punkt gebracht.
    Auch ich bin absolut gegen eine Massentierhaltungs-Eier-Fabrik!Den Eifeler Bürgern werden seitens der Herren Smits Märchen erzählt in Sachen Hennen-Haltungsform, dieses Tierqualunternehmen wird hier als Hennen-Wellness-Farm vorgestellt. Pfui!
    Bürger, wehrt Euch- Wir sind das Volk!

  12. Wir leben hier in einer einzigartigen Landschaft
    um die uns Stressgeplagten Stadtmenschen beneiden. Sie kommen zu uns um Urlaub zu machen,
    die Natur ,die Ruhe und die gute zu Luft zu erleben und zu genießen. Die Eifel Tourismus
    wirbt mit dem Slogan “ Eifel.Lust auf Natur“
    für unser Region und das zurecht. Das die Gemeinde Birresborn ihr Gewerbegebiet vermarkten will ist völlig in Ordnung ,aber doch nicht mit einem derartigen Megaprojekt das gleich mehrere Nummern zu groß ist und auf entschiedene Ablehnung trifft!Auf die elenden Zustände der Hühner in einem solchen Megabetrieb gehe ich erst gar nicht ein, sie sind wohl jedem bekannt der sich auch nur ansatzweise mit dem Thema beschäftigt.Fakt ist
    das ein solcher Betrieb dem Ansehen des Ortes
    und dem der ganzen Region nicht wieder gut zu machenden Schaden zufügt! Ebensogut könnte man den Bau eines Atomkraftwerks an gleicher Stelle planen ! Um es in ein Zitat von Berthold Brecht zu kleiden,“ Erst kommt das Fressen (Gewerbesteuer),dann die Moral(Mensch und Natur)“

  13. Birresborn-Eifelgemeinde mit Herz?
    Liebe Surferinnen und Surfer,
    herzlich Willkommen auf der Internetseite der Ortsgemeinde Birresborn!
    An dieser Stelle möchte ich Ihnen Birresborn kurz vorstellen und Sie neugierig machen.
    Birresborn liegt inmitten der Vulkaneifel in einem der schönsten Teile des Kylltales auf 350 m Meereshöhe. Umgeben von Goldberg (523 m), Dachsberg (548 m) und dem Vulkan Kalem (509 m) bietet Birresborn für den Fremdenverkehr alle Schönheiten und Vorzüge der Vulkaneifel.
    Von dem Gemeindegebiet mit insges. 2.087 ha, zu dem auch der Ortsteil Rom mit dem Forsthaus Waldfried gehört, sind rd. 65% (1.350 ha) mit Bergmischwäldern bewaldet, die zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen einladen. Die Wälder und Höhenzüge der typischen Mittelgebirgslandschaft mit den Seitentälern des Kylltals bestimmen das ausgeglichene Mittelgebirgsklima mit milden Wintern und gemäßigten Sommertemperaturen.
    Die etwa 1.250 Einwohner schätzen besonders den hohen Wohnwert, der sich durch eine gute Infrastruktur mit Geschäften für die Bedürfnisse des täglichen Lebens, Kindergarten, Grundschule, Banken, Post, Ärzte, Gewerbe, Gastronomie sowie ein vielfältiges Vereinsleben auszeichnet. Die für den Fremdenverkehr wichtige Ausstattung mit Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen ist ebenfalls beachtlich. Als zusätzliche Attraktion bietet Ihnen die Gemeinde Birresborn ab 2016 eine topmoderne Hühnerfarm, die 330.000 Hühnern auf einen Schlag 18 Monate lang ein wahrlich paradiesisches Leben mit Musik, extrem viel Fürsorge und genügend Platz bieten wird. Machen Sie doch mal Urlaub auf einer Hühnerfarm! Sie werden bei Ihren Hühner-Besuchen dort auch garantiert nicht nass, Führungen finden bei Wind und Wetter statt. Entsprechende Shuttlebusse bieten Ihnen die niederländischen Investoren dieser Hühner-Wellnessfarm von Birresborn –Mitte bis zum Hauptportal des Unternehmens. Auch sind Ferienfreizeiten für Kinder, die nicht verreisen können, dort geplant. Besonders tierliebe Kinder werden auf ihre Kosten kommen. Als Gratisaktion darf sich jedes Kind eine halbtote Henne zum Aufpäppeln mit nach Hause nehmen. Und nach dem Hühnerstallbesuch geht’s ab ans Wasser! Hervorzuheben ist die Kyll, die mit ihren Fischbeständen ein Paradies für Fliegenfischer und dadurch weit über die Grenzen unserer Region bekannt und beliebt ist. Der direkt durch unseren schönen Ort führende Kylltal-Radwanderweg sowie die Anbindung an den Eifelsteig erfreuen nicht nur die Herzen der Besucher sondern auch die der einheimischen Bevölkerung. Auch Motorradfahrer sind von den Touren in der Eifel begeistert und die Liebhaber des Autosports schwärmen von dem nahe gelegenen Nürburgring mit all seinen neuen spannenden Möglichkeiten zur interessanten Freizeitgestaltung. Darüber hinaus gibt es natürlich auch in der direkten Umgebung ein reichhaltiges Angebot die Freizeit sowohl erlebnisreich als auch erholsam zu gestalten…

  14. Geht diese Rechnung auf?
    8 neue Vollzeit- und 8 Teilzeitjobs
    -besonders geeignet für Eifeler Hausfrauen und gering Qualifizierte, dies sind die Arbeitsplatzperspektiven, dem niederländischen Projektberater Bert Wagenmakers zufolge.

    Rechtfertigt dies die Tierqual für 330.000 Hennen im Stall? Massentierhaltung passt nicht in die Eifel.

    Ein verabscheuungswürdiges Projekt.

    Familie Smits go home!

  15. Dieser Artikel, insbesondere die Überschrift und das Foto sind der Skandal in der eigentlichen Sache.
    Das Foto zeigt ein Huhn. Alles andere ist Propaganda der Grünen und BUND
    Das hat mit dem Vorhaben in Birresborn nichts zu tun.
    Sachlichkeit, auch bei diesem Thema wäre wünschenswert.
    Ähnlich wie das Konsumverhalten der Deutschen, die Billige Nahrungsmittelherstellung notwendig machen.

  16. Ohne Worte? Ohne Worte!
    Prima, dass man sich an der Überschrift und dem Foto so aufhängt.Ist m.E. jetzt auch oft genug erwähnt worden.
    Zur Sache: Ein Legehennenbetrieb mit 330.000 Tieren gehört in die Abteilung Massentierhaltung. Und Massentierhaltung ist erwiesenermaßen Tierqual für den Gaumenkitzel. Zur gesunden Ernährung gehören Eier noch nicht mal dazu! Im Übrigen: Der Trend nach regionalen, tierfreundlich erzeugten und Bio-Produkten ist ungebrochen. Dass man das Aufzeigen von Tierquälerei als Propagande der Grünen und des BUND abtut- DAS ist skandalös!

  17. @ Aufgemerkt: Der Skandal ist doch der, das die Grünen die Harz-Gesetzte (mit)beschlossen und getragen haben, welche die betroffenen doch geradezu dazu zwingt beim Essen zuerst auf den preis zu gucken und jetzt den Ernährungsberater geben wollen. Hier hat Her Fischer ( Kom.9.) vollkommen recht.
    Dann sollen sich die Grünen erstmal dafür einsetzen, das der Warenkorb, nachdem die Höhe des ALG2 und der Grundsicherung berechnet wird, ausnahmslos mit heimischer Bio-Ware von von Handgesteichelten Kühen und im Wohnzimmer von J.Trittin brütenden Hühnern gefüllt wird.
    Fakt ist: Diese Anlage wird gebaut. Irgendwo. Und hier wäre ein Gemeinderat einer solch Armen Gemeinde wie Birresborn doch mit dem Klammerbeutel gepudert, diese Mittel anderen zu überlassen.

  18. @Fritz

    Mit dem Argument „Wenn wir es nicht machen macht es ein anderer“ lässt sich natürlich jede Schweinerei rechtfertigen. Aber es muss jeder selbst wissen, wo die eigenen roten Linien liegen. Geld und Moral passen schlecht zusammen. Glauben Sie denn im Ernst, ein solcher Betrieb würde der Gemeinde tatsächlich relevante Steuereinnahmen bescheren? Angesichts des ganzen Instrumentariums an steuerlichen „Gestaltungsmöglichkeiten“ – oder wollen wir es lieber gestzlich abgesegneten Steuerbetrug nennen?

    Im übrigen ist Massentierhaltung doch eine Stütze der von Ihnen vorgeblich kritisierten „Sozial“gesetzgebung. Derlei Einrichtungen verlängern letztlich nur die Lebensdauer dieses Systems.

  19. Nein, nein, nein eine Hühnerfarm darf nicht gebaut werden.Es gibt genug Eier und es gibt genug Hühner. Diese unendliche Qual, was die armen Tiere da aushalten müssen ist doch furchtbar.Das darf nicht sein. In Holland kommen die Herren Smits wohl nicht weiter, nun versuchen die es hier. Bitte, liebe Leute, verhindert das.
    Baut-wenn möglich-was „Soziales-Erholungsdorf oder was für alte Leute oder Mutter-Kind Erholungsdorf, aber nichts für Massentierhaltung.

  20. Legebatterien werden endgültig verboten

    Berlin – Zum 1. Januar wird in Deutschland endgültig das Halten von Hennen und damit die Produktion von Eiern in Legebatterien verboten. Bisher gab es noch Ausnahmen.

    IST DENN DAS IMMER NOCH NICHT ANGEKOMMEN? WER UM GOTTES NAMEN, SCHREIBT DA SO VIEL UNSINN??????????

  21. @Rogerio Spredemann: Einspruch. Du meinst die Käfighaltung. Rischtisch! Das ist verboten. Zumindest in Deutschland. Allerdings subventioniert die Bundesregierung solch exessive Tierqual in der Ukraine zum Beispiel. Die Herren Smits in Birresborn packen pro Stall 110.000 Hühner zusammen, rechnerisch kommt man so auf 18 Hennen pro m², was leider erlaubt, aber dennoch nicht tiergerecht ist.Lies doch mal richtig: Hier geht es um 3 Stallungen mit je 110 000 Legehennen in Volierenhaltung. Aus den Maßen der Hallen lässt sich eine Stellfläche von 247 cm² pro Henne errechnen. Das ist weniger als ein DIN A 5 Blatt (311 cm²) und natürlich nicht zulässig. Deshalb verteilt man das Ganze auf drei Etagen pro Stallung und kommt so rechnerisch auf 18 Hennen pro m², was wiederum zulässig ist. Der Lebensraum der Henne ist nun etwas größer als ein DIN A 4 Blatt Papier. Das Ganze darf sich immer noch Bodenhaltung nennen. Sicher kann das Huhn über den Boden laufen, es sind ja keine Käfige mehr vorhanden, aber der Boden ist betoniert und gefliest. Und es ist arg eng, oder? Hast Du das denn jetzt mal verstanden, worum es geht? Und dass Massentierhaltung in die Eifel NICHT passt, meiner Meinung nach GANZ ABGESCHAFFT werden MÜSSTE, siehst Du sicher auch anders. Hast leider keine Argumente, die dafür sprechen, oder? Bist Du eigentlich schon Antibiotikaresistent? Das ist nämlich auch eine schlimme Sache- die Hennen bekommen Antibiotika en masse- is ja auch klar, die stecken sich ganz schnell an in der Enge…. Und DU ist dann die Eier und das verseuchte Fleisch. Na dann: GUTEN APPETIT.

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