Prozessauftakt gegen 27-Jährigen wegen Vergewaltigung

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    TRIER. Am heutigen Montag (21. Oktober) fand die erste Verhandlung im Strafprozess gegen den Koch Manfred L. aus Trier statt. Ihm wird vorgeworfen, seiner ehemaligen Lebensgefährtin gegenüber mehrfach handgreiflich geworden zu sein.

    Darüber hinaus soll er die Frau mehrmals zum Oral- und Analverkehr gezwungen und sie dabei verletzt haben. Am heutigen Verhandlungstag wurde lediglich die Klageschrift und der Lebenslauf des Angeklagten von der Staatsanwältin Stefanie Wöste verlesen.

    Dem 27-jährigen wird Folgendes zur Last gelegt:

    Von August 2012 bis Januar 2013 führte Manfred L. eine feste Beziehung mit einer Frau. In dieser Zeit ist der Angeklagte seiner Lebensgefährtin gegenüber mehrfach aggressiv und handgreiflich geworden. Im Oktober 2012 gab er der Frau eine Tablette, weil sie mit Schlafproblemen zu kämpfen hatte. Kurze Zeit später stellte sich bei ihr ein massiver Rauschzustand ein. Erst jetzt bemerkte sie, dass es sich nicht um eine Schlaftablette, sondern um eine Droge gehandelt hatte. Der Angeklagte weigerte sich trotz ihrer Bitten, einen Krankenwagen zu rufen und legte sich schlafen. Als sie ihn weckte, packte er seine damalige Freundin am Hals und würgte sie für mehrere Sekunden. Danach stieß er sie gegen eine Wand und trat mehrfach auf sie ein. Dabei trug die Frau mehrere Prellungen davon und litt für einen kurzen Zeitraum unter massiven Schmerzen.

    Im November 2012 stellte die Frau fest, dass die Ex-Freundin des Angeklagten auf seinem Mobiltelefon angerufen hatte. Als sie ihn darauf ansprach, brüllte L. sie an und drohte ihr, sie zu töten, sollte er herausfinden, dass sie in die Trennung von seiner Ex-Freundin involviert war. Aufgrund des aggressiven Verhaltens des Mannes nahm die Frau diese Drohung sehr ernst.

    An zwei nicht näher bestimmten Tagen zwischen August 2012 und Januar 2013 hat er seine Freundin zum Oralverkehr gezwungen. Sie geriet in Atemnot, er hielt sie fest und verletzte sie dabei.

    Ein anderes Mal wollte er mit der Frau anal verkehren. Nachdem sie hiermit zunächst einverstanden war, bat sie ihn, wegen seines groben Vorgehens aufzuhören. Er kam dieser Bitte nicht nach. Daraufhin versuchte sie, ihn wegzudrücken und sich wegzudrehen. Dies unterband der Angeklagte jedoch und hielt sie fest.  

    Der Angeklagte ist bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er befindet sich in dieser Sache seit dem 26. April 2013 in Untersuchungshaft.

    Während des heutigen Auftakttermins lernten die Beteiligten den Angeklagten kennen. Der heute 27-Jährige ist in Bad Honnef aufgewachsen. Mit etwa 12 Jahren zog er mit seinen Eltern in ein kleines Dorf im Hunsrück. Dort kam er recht schnell mit Drogen in Berührung. Im Alter von 15 Jahren rauchte er seinen ersten Joint. Einige Zeit später probierte er auch andere Rauschmittel aus. „Ich habe eigentlich alles außer Heroin und Kokain probiert“, so der Angeklagte. Kurz vor seiner Inhaftierung rauchte er 7-10 Gramm pro Tag. Um seine Sucht in den Griff zu bekommen suchte er professionelle Hilfe und begab sich zweimal in psychotherapeutische Behandlung, die er jeweils abbrach. Beide Male wurde er rückfällig.

    Der Prozess wird am Montag, den 11. November, um 9 Uhr fortgesetzt. (tw)

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