Update: Salmrohrer Erfolgsserie geht weiter

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SALMROHR/IDAR-OBERSTEIN. Der FSV Salmrohr schrieb am Wochenende gleich doppelt Schlagzeilen. Am Morgen hatten sich die Salmtaler und Trainer Patrick Klyk „im gegenseitigen Einvernehmen“ (Präsident Helmut Meeth) getrennt. Danach gewann der FSV 2:1 (2:0) gegen Arminia Waldalgesheim und ist nun seit neun Spielen ungeschlagen. Beim Lokalrivalen SV Mehring verläuft der Trend in die Gegenrichtung. Nach dem 0:2 (0:0) beim SC Idar-Oberstein ist die Elf von Spielertrainer Dino Toppmöller seit sieben Spieltagen sieglos und nun Tabellenletzter.

„Wir haben es derzeit nicht einfach“, sagte Salmrohrs Kapitän Daniel Schraps unmittelbar nach dem Schlusspfiff, „wir haben so viele Jungs mit schweren Verletzungen und dann erfahren wir noch drei Stunden vor Spielbeginn, dass Patrick nicht mehr unser Trainer ist. Da ist es schwer, sich auf Fußball zu konzentrieren.“ Die bisherigen „Co’s“ Uwe Schüller und Karl-Heinz Kieren übernehmen das Kommando „zunächst bis zur Winterpause“ (Präsident Helmut Meeth) kam nur noch ein Kommentar vom Vereinschef: „Ich sage nur so viel, bei uns ist noch kein Trainer rausgeschmissen worden.“ Das soll wohl bedeuten, dass man sich von Klyk getrennt hat, dessen Gehalt aber bis zum Saisonende bezahlt wird.

Von Verunsicherung war dem FSV in der ersten Halbzeit nichts anzumerken. Dazu war der Gast aber auch zu harmlos. Die Arminia, die eine „Fünferkette“ und davor nochmals eine Dreierformation aufgebaut hatte, machte ein Durchkommen aber schwer. Die erste Gelegenheit für den FSV war in der 12. Minute bei einer Direktabnahme von Tobias Baier nach Flanke von Tim Hartmann zu notieren. Die nächste Chance brachte das Führungstor, als der Linksschuss von Daniel Petersch nach Zuspiel von Robin Mertinitz noch leicht abgefälscht wurde. In der 36. Minute traf dann Tobias Baier nach einem Pass von Mertinitz.

Wie ausgewechselt kam Waldalgesheim aus der Kabine. Salmrohr blieb gegen die nun bissigen Gäste seltsam passiv. Folgerichtig fiel der Anschlusstreffer, als Alex Neumann nach einem heillosen Durcheinander im FSV-Strafraum aus dem Gewühl nach einem Lattenschuss von Marcel Fennel traf. Waldalgesheim machte weiter Druck, außer einem Fernschuss von Eric Wischang, der aber klar übers Tor ging, hatte der Gast aber auch nichts zu bieten.

Schüller bemängelte natürlich die Passivität in der zweiten Halbzeit. „Insgesamt muss ich die Mannschaft aber auch loben, wie sie die Geschehnisse der letzten Wochen weggesteckt hat. Wenn wir unsere Konterchancen konsequent zu Ende gespielt hätten, wäre der Sieg höher ausgefallen.“ Daniel Braun, der vor zwei Wochen mehrere Frakturen im Gesicht erlitten hatte, war als Zuschauer vor Ort. „So, wie es aussieht, muss ich nicht operiert werden“, sagte der Defensivspieler.

FSV Salmrohr: Sebastian Grub – Daniel Petersch, Lars Schäfer, Pascal Meschak, Tim Hartmann – Daniel Schraps, Alexander Adrian – Julian Bidon, Robin Mertinitz, Murat Adigüzel (70. Sebastian Schäfer) – Tobias Baier (80. Gustav Schulz)

Tore: 1:0 (20.) Daniel Petersch, 2:0 (36.) Tobias Baier, 2:1 (57.) Axel Neumann

Schiedsrichter: Thorsten Rock (Bliesen) – Zuschauer: 238

„Wir waren drauf und dran, hier zu punkten. Unterm Strich hat nicht viel gefehlt.“ Das war die Bilanz von Spielertrainer Dino Toppmöller nach der 0:2 (0:0)-Niederlage beim SC 07 Idar-Oberstein. Ein schwacher Trost, denn seine Elf bleibt auswärts weiter sieglos, holte aus den letzten sieben Spielen nur einen Punkt und ist nun Tabellenletzter.

In der ersten Halbzeit gab es nur eine nennenswerte Szene, als Sebastian Ting nach Toppmöller-Zuspiel an Torhüter Nico Adami scheiterte. Der von den Ex-Bundesligaprofis Thomas Riedl und Olaf Marschall trainierte SC erhöhte nach dem Wechsel den Druck und kam nach einem Mehringer Abwehrfehler durch Andrew Riemer zum Führungstor.

Kurz vor Schluss forderten die Moselaner einen Strafstoß. Toppmöller: „Ich bin im Strafraum geschubst worden. Das war ein klarer Elfer. Leider hat der Schiedsrichter nicht nur in dieser Situation falsch gelegen.“ Es war die Phase, in der Mehring bereits „Alles oder Nichts“ spielte und natürlich offen für Konter war. Eine dieser Möglichkeiten nutzten die Nahestädter durch Eugen Vetter zum Endstand.

Dennoch herrschte im Lager der Mehringer keine Trauerstimmung. Toppmöller: „Trotz des dritten Spiels in sechs Tagen haben wir bis zum Abpfiff Vollgas gegeben. Und das gegen einen sehr guten Gegner. Wir werden auch auswärts in Kürze wieder punkten.“ Angesichts der nun anstehenden Aufgaben spricht der Coach von den „Wochen der Wahrheit“. (wir/red)

SV Mehring: Philipp Basquit – Christoph Eifel, Carsten Cordier, Andreas Hesslein, Johannes Diederich – Erwin Bradasch (60. Xavier Alsina-Fonts), Maximilian Meyer (78. Tommy Toppmöller) – Markus Schottes, Sebastian Ting, André Weinberg (60. Simon Monzel) – Dino Toppmöller

 

Tore: 1:0 (60.) Andrew Riemer, 2:0 (88.) Eugen Vetter

 

Schiedsrichter: Stephan Spengler (Bilsdorf) – Zuschauer: 387

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