Fußball-Regionalliga: Dreifach-Führung reicht nicht zum Sieg

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MAINZ. Ein Gefühlschaos per excellence erlebten die Zuschauer des heutigen Topduells zwischen dem SV Eintracht Trier und dem FSV Mainz II. Am Ende trennten sich beide Teams nach einer kämpferischen und spannenden Partie 3:3 (1:2), die Mannschaft von Trainer Roland Seitz verteidigt somit die Tabellenführung.

 

Die Eintracht war im Vorfeld der Partie gewarnt, dass mit Steven Lewerenz, Nejmeddin Daghfous und Petar Sliskovic das torgefährlichste Offensivtrio der Liga der kommende Gegner sein würde. Was der Trainerstab nicht erwarten konnte war der Umstand, dass die heute in München gastierenden Mainzer  mit Sebastian Polter und Yunus Malli zwei Spieler mit Bundesligaerfahrung abstellen würden, um die ihre U23 gegen den Tabellenführer aus Trier zu unterstützen. Somit wurde die ohnehin schon brandgefährliche Offensive noch zusätzlich ergänzt, die Hausherren spielten im offensiven 4-1-3-2-System auf, in welchem Polter und Sliskovic als Neuner fungierten, Malli den offensiven Taktgeber dahinter gab.

Das Spiel war zu Beginn vor allem durch intensive Duelle im Mittelfeld gekennzeichnet, bei denen die Eintracht häufig siegreich blieb und die gute tabellarische Position rechtfertigte. Ein Standard führte dann in der 26. Minute zum ersten Tor des Spiels: Aus rund 25 Metern Entfernung zirkelte Matthias Cuntz den Ball mit viel Gefühl in das Mainzer Tor – der zweite Saisontreffer für den Mittelfeldspieler. Die Eintracht spielte gut, führte die Zweikämpfe engagiert und ließ den Mainzern wenig Räume, um ihr offensives Spiel aufzuziehen. In der 37. Minute führte dann eine Unachtsamkeit des sonst sehr souverän und sicher spielenden Christopher Spang zum Ausgleich für die Gastgeber: Malli spielte Daghfous sehenswert an, letzterer hämmerte das Leder zum 1:1 unter die Latte. Die Eintracht ließ sich in ihrem Spiel trotz des Gegentores nicht beirren, spielte weiter konzentriert und legte nur vier Minuten später erneut vor, als Sylvano Comvalius von der Grundlinie aus in den Strafraum spielte und Lars Bender zum 2:1 für die Eintracht abstaubte.

Das Tor sollte jedoch nicht die letzte Szene des ersten Durchgangs bleiben. Zuerst prüfte Sliskovic mit einem Distanzschuss SVE-Schlussmann Chris Keilmann, kurz vor dem Pausenpfiff brachte Dennis Schmitt den Mainzer Keeper Loris Karius mit einem verunglückten Kopfball in große Bedrängnis. Letztendlich ging es mit der knappen Trierer Führung zum Pausentee.

Die zweite Halbzeit sollte die erste an Intensität noch überbieten, beide Mannschaften spielten auf den Sieg. Die ersten Torchancen hatten dabei die Gäste aus der Moselmetropole: Alon Abelski konnte in der 47. nicht genug Druck hinter seinen Kopfball bringen, Karius konnte ohne Probleme klären. Auf der Gegenseite dann der erneute Ausgleich: Steven Lewerenz flankte in den Strafraum, der 1,92 m große Polter blieb im Kopfballduell gegen Dingels erfolgreich und verlängerte auf Sliskovic, der ohne Probleme zum 2:2 einnetzen konnte. Der bereits 15 Saisontreffer für den Offensivspieler aus der Karnevalshochburg (54.). Abelski und Comvalius sorgten fünf Minuten später erneut für Trierer Jubel: Der Mittelfeldregisseur passte sehenswert auf den Niederländer, der spielte zwei Gegenspieler aus und vollendete zum 2:3. Nur zwei Minuten später hätte der Mittelstürmer seinen zweiten Treffer markieren können, sein Schuss verfehlte jedoch knapp das Mainzer Tor. Die Partie blieb hitzig, beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und drängten auf weitere Tore.

Der FSV war dann in der 70. Minute erfolgreich: Nach einem Freistoß von Lewerenz kam Polter ungestört zum Kopfball, Keilmann verharrte chancenlos auf der Linie, die Folge war der Ausgleich zum 3:3. In der Schlussviertelstunde hatten beide Teams noch hochkarätige Chancen, erst scheiterten Malli und Tobias Schilk an Keilmann, dann vergab Comvalius kurz vor Schluss die Riesenchance zum Siegtreffer, als er den Ball über die Latte setzte. Letztlich wurde das Remis dem Spielverlauf gerecht. Am kommenden Freitag (19 Uhr, Moselstadion) empfangen die 05er mit Eintracht Frankfurt II erneut ein Nachwuchsteam eines Bundesligisten. (ros)

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