TBB Trier: Nächsten Sieg gegen die Tiger „krallen“

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TRIER. Zum fünften Saisonspiel empfängt die TBB Trier am Samstag, den 19. Oktober 2013 um 20 Uhr mit den WALTER Tigers Tübingen den aktuellen Tabellensechzehnten. Tübingen konnte, wie Trier, aus den ersten vier Saisonspielen bisher lediglich einen Sieg gegen den Mitteldeutschen BC einfahren. Ansonsten verloren die Tiger vom Neckar deutlich gegen die Artland Dragons (78:60), unglücklich zu Hause gegen Bonn (76:77) und sehr deutlich (85:62) gegen die Brose Baskets in Bamberg.

Die Bilanz der TBB gegen Tübingen: 13 Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber. Einer der schönsten Trierer Siege war dabei sicher das 77:66 in Tübingen zum Saisonauftakt 2012/13.

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Weniger schön war die Heimniederlage am Saisonende: die WALTER Tigers stahlen sich nach einer Trierer 72:66-Führung noch irgendwie in die Verlängerung und gewannen 82:87. In Trier konnte man das verzeihen, aber vergessen hat man es nicht – so wenig wie die beiden anderen bitteren Niederlagen, die schon so oft vor Tübingen-Spielen zitiert wurden, dass an dieser Stelle Stichworte reichen sollen: Perovic, 2007, Buzzer Beater; Moye, 2008, wieder Buzzer Beater.

Eben jener Perovic coacht die Tiger aus Tübingen mittlerweile im fünften Jahr – und musste zwischen den Spielzeiten mal wieder einen kräftigen „Kaderlass“ verkraften: Mit Combo Guard Vaughn Duggins, Topscorer Reggie Redding und Center-Hüne Kennie Frease gingen drei Topspieler. Mit Ruben Spoden verlor man zudem ein Talent an die s.Oliver Baskets. Die Tigers wurden nach einer starken Saison am Ende Tabellenzehnter – eine reife Leistung für eine der finanzschwächsten Mannschaften der Liga. In diesem Jahr ist von 1,8 Millionen die Rede, im letzten war es etwas weniger.

Ähnlich wie Trier setzt Tübingen auf eine Mischung aus Talent und Erfahrung. Perovic will „junge Spieler besser machen“. Da kann es passieren, dass sie sich nach einer oder zwei Spielzeiten für höhere Weihen empfehlen – Trierer denken da sofort an Maik Zirbes oder Philip Zwiener. Für einen gilt diese Aussage besonders, der allerdings ist auch dieses Jahr noch bei Perovic und seiner „Tigerzucht“: Johannes Lischka. Der 26-jährige Power Forward kam 2012 aus Gießen, und spielte in Tübingen mit 11.2 Punkten und 6.3 Rebounds groß auf. Im Sommer 2013 flog er als letzter aus dem EM-Kader von Bundestrainer Frank Menz. Davon unbeeindruckt knüpft er am Neckar nahtlos ans letzte Jahr an und markiert in der laufenden Saison 10 Punkte und 9.5 Rebounds.

Wo Abgänge sind, sind Zugänge nicht weit: Mit Alex Harris (kam aus Bremerhaven) und Jonathan Wallace (Oldenburg, München, zuletzt bei Yves Defraigne in Mons-Hainaut) sollte man Reggie Redding und Vaughn Duggins adäquat ersetzen können – vor allem auf Wallace‘ Stärken von der Dreipunktlinie darf man gespannt sein. Für Mons-Hainaut kam er zuletzt auf 48.2%.

Generell ist die Rotation größer geworden und Perovic kann aus dem Vollen schöpfen. Mit Tyrone Nash und Kapitän Josh Young sind verlässliche Leistungsträger an Bord geblieben. Aus Braunschweig kam Routinier Nils Mittmann (34). In Braunschweig war er Kapitän, in Tübingen sucht er die neue Herausforderung und bringt zehn Jahre Liga-Erfahrung mit.

Apropos Erfahrung: Der interessanteste Neuzugang am Neckar ist ein Dreierpack aus zwei Spielern: Das 213cm große Center-Talent Bogdan Radosavljevic (20) kommt vom FC Bayern München – und bringt mit Aleksandar Nadjfeji (36) einen der erfahrensten Spieler auf deutschem Boden mit. In Nadfejis Arbeitspapier steht, sinngemäß, „spielender Co-Trainer“ – er ist offiziell Perovics Assistenztrainer. Dass solche Pläne meistens auf dem Papier besser funktionieren als auf dem Parkett, zeigt die Statistik: Der serbische Haudegen, der immer noch über mit die beste Fußarbeit der Liga verfügt, spielt aktuell 21 Minuten im Schnitt und markiert dabei acht Punkte. Nadjfeji wird zunächst viel auf der Centerposition aushelfen – der Weggang von Frease ist allein mit Radosavljevic und Robert Oehle wohl nicht zu kompensieren.

Henrik Rödl weiß, was auf ihn und seine Mannschaft zukommt: „Tübingen ist mit Sicherheit mit uns vergleichbar, sowohl vom Budget als auch von den Leistungen her. Auch ihr Kader hat viele neue Gesichter, ist aber durch die bessere Vorbereitung wahrscheinlich besser eingespielt. Igor Perovic macht in Tübingen einen sehr guten Job. Wir hatten zum ersten Mal eine ganze Trainingswoche zur Verfügung, die wir auch intensiv genutzt haben. Wir müssen besonders gut in der Verteidigung arbeiten, nicht nur gegen Johannes Lischka. Wir müssen das Spiel unter Kontrolle behalten, und ein Heimsieg gegen Tübingen wäre ein ganz wichtiger Schritt für uns.“

Seiferth und Canty weiter außer Gefecht – Petric erhält Zwei-Monats-Vertrag

Verzichten muss Rödl dabei weiterhin auf Anthony Canty (Schulter) und Andi Seiferth (Knie), die vorerst immer noch nicht ins Geschehen eingreifen können. Weiter zur Verfügung steht ihm aber Marin Petric: Der 33-jährige Guard wurde nach einem einwöchigen Tryout mit einem Zwei-Monats-Vertrag ausgestattet und soll Anthony Canty temporär ersetzen. Petric spielte zuletzt für die Düsseldorf Giants in der Pro A, wo er 10.8 Punkte und 1.4 Assists erzielte. „Ich freue mich, dass Trier mir die Chance gibt, nochmal in der Beko BBL zu spielen – und ich hoffe, dass ich dem Team in dieser Zeit weiterhelfen kann“, so Petric.

Tip Off zur Partie TBB Trier gegen WALTER Tigers Tübingen ist am Samstag um 20:00 Uhr. Die Arena öffnet um 18:00 Uhr. Tickets sind an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, unter der Tickethotline 06 51 – 97 90 777 sowie online unter www.tbb-trier.de/tickets erhältlich. (red/cw)

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