Der Schlüssel zum Erfolg

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TRIER. Wie schaffen es junge Unternehmen am Markt zu bleiben? Theoretische und praktische Tipps aus erster Hand vom Gründerbüro an der Universität Trier. Ein Vortrag von Dr. Christel Egner-Duppich und Andreas Hofer, dem Geschäftsführer der Werbeagentur propeller GmbH.

Der Erfolg hat viele Facetten und Erscheinungsformen. Für manche ist er lediglich die Differenz zwischen Aufwand und Ertrag („quantitativ-ökonomisches Erfolgsmaß“). Für andere ist Erfolg messbar am Grad der erreichten Ziele. Im Fall eines Gründers wird es eine gesunde Mischung aus beiden Komponenten sein und es lohnt, sich mit Erfolgsfaktoren zu beschäftigen, die die Grundlage für die eigenen zukünftigen Entscheidungen sein können. Erfolg oder Misserfolg können, das ist das Fazit des Vortrags von Christel Egner-Duppich, auf zentrale Faktoren zurückgeführt werden.

Persönliche Charaktereigenschaften wie Kreativität, Ehrgeiz oder auch Leistungsbereitschaft sind Voraussetzung für die Umsetzung der eigenen Pläne und sollten im Repertoire eines Gründers vorhanden sein. Gute Menschenkenntnis und auch Entscheidungsfähigkeit sind ebenfalls von Vorteil, sind aber auch Eigenschaften, die ein Gründer mit der Zeit entwickeln kann.

Ebenfalls ein immer größer werdender Schatz ist das Humankapital des Gründers, der Oberbegriff für die eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen. In diese Kategorie fallen die eigene Aus- und Fortbildungen und gegebenenfalls auch das Studium.

Die Geschäftsidee ist natürlich ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Gründers und kann mithilfe eines Businessplans (http://www.lokalo.de/artikel/43049/Am-Anfang-steht-der-Business-Plan#.Ul1KeTeLkrA) genauer erfasst werden. Durch die präzise Ausformulierung der Idee können die Marktchancen analysiert werden.

Das mikrosoziale Umfeld, wie die Familie und Angehörigen, sollte nicht unterschätzt werden, da ein positives Umfeld auch die Kreativität des Gründers fördert und ausschlaggebend für den eigenen Erfolg ist.

Das makroökonomische und gesellschaftliche Umfeld spielt für jeden Gründer ebenfalls eine wichtige Rolle. Als Selbständiger müssen Ordnungs- und Wirtschaftspolitik, wie Steuern und Abgaben, genau im Blick behalten werden. Rechtliche Rahmenbedingungen muss der Gründer einhalten und sich darüber auch informieren.

Im zweiten Teil des Vortrages erzählte Andreas Hofer von seinen persönlichen Erfahrungen und wichtigen Aspekten die in einem Unternehmen beachtet werden sollten.

Zum einen sei dies die Aufgabenverteilung in einem Unternehmen. Mehrere Gründer können sich in Charaktereigenschaften und Verantwortungsschwerpunkten ergänzen, so Hofer. Die Fähigkeit, mit Zahlen umzugehen und die Finanzen im Blick zu haben, ist dabei sehr entscheidend. Das Präsentationstalent, gleichbedeutend mit Öffentlichkeitsarbeit, ist ebenfalls ein Muss in einem Unternehmen. Die Fähigkeit zur Detailarbeit in Projekten ist ebenfalls wichtig für den Erfolg. Daneben ist das Herz ganz entscheidend. Denn es geht nicht nur darum Kunden zu gewinnen, sondern vor allem darum, sie zu halten. Am Anfang ist fast jedes Unternehmen ein „Neukundengeschäft“ doch mit der Zeit und mit genügend Kunden wird daraus im Idealfall ein „Servicegeschäft“.

Die These Hofers in Bezug auf Kunden lautet: „Nicht das tun, was der Kunde sagt, sondern das, was er wirklich braucht.“ Nach seiner Erfahrung wollen Kunden ihre Ziele nicht sofort ausplaudern, ihre Strategie nicht preisgeben. Deshalb ist es umso wichtiger, als Unternehmer die Ziele des Kunden herauszuarbeiten und zu priorisieren, damit ein Projekt erfolgreich starten kann.

Alle theoretischen und praktischen Tipps an Erfolgsfaktoren können dennoch variieren und dürfen nicht als in Stein gemeißelt betrachtet werden. Vielmehr sind sie eine Orientierung, die helfen soll, als Selbständiger den Erfolgskurs weiterhin zu halten und immer wieder zu kontrollieren. (yo)

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