Trier eröffnet eigenes Repair-Café

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TRIER. Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift? Oder mit einem Pullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Warum sollte man?! Die Lokale Agenda 21 Trier, Transition Trier und Mergener Hof organisieren am Samstag (19. Oktober) das erste Repair Café in Trier.

Im Jugendzentrum Mergener Hof in der Rindertanzstraße 4 dreht sich am 19. Oktober alles um das Reparieren. Zwischen 11 und 15 Uhr stehen verschiedene Fachleute zur Verfügung: Elektriker, Näherinnen, Schreiner und ein Fahrradmechaniker helfen kostenlos bei allen möglichen Reparaturen. Zudem sind verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden. Besucher des Repair Cafés bringen ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände von Zuhause mit, zum Beispiel Toaster, Lampen, Haartrockner, Kleidung, Fahrräder, Spielzeug oder Geschirr. Alles, was nicht mehr funktioniert, kaputt oder beschädigt ist, kann mitgebracht werden und unter Anleitung repariert werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Reparatur gelingt! Die Fachleute im Repair Café finden fast immer eine Lösung.

Durch die Werbung möchten die Lokale Agenda 21, Transition Trier und das Jugendzentrum Mergener Hof zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. Das sei dringend notwendig, so Helmut Steinmetz und Julia Koch, Vorstandsmitglieder der Lokalen Agenda 21. „In Deutschland werfen wir unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider ist das Reparieren vielen Menschen nicht mehr im Bewusstsein. Mit dem Repair Café wollen wir das ändern,“ sagt Koch.

Das Repair Café ist auch dazu gedacht, Menschen auf neue Art und Weise wieder miteinander in Kontakt zu bringen. So können sie entdecken, wie viel Wissen und praktische Fähigkeiten in unserer Gesellschaft eigentlich vorhanden sind. Steinmetz sagt: „Wenn man gemeinsam mit einem bis dahin unbekannten Trierer ein Fahrrad, einen CD-Spieler oder eine Hose repariert hat, sieht man diese Person doch mit ganzb anderen Augen, wenn man ihr das nächste Mal auf der Straße begegnet. Zusammen etwas zu reparieren kann zu tollen Kontakten in der Stadt führen.“

Steinmetz weist ebenfalls darauf hin, dass eine Reparatur auch Geld und kostbare Grundstoffe einspart und zudem zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt. „Wir wollen mit dem Repair Café vor allem zeigen, dass Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist“, so Steinmetz über das Hauptanliegen des Repair Cafés. (red)

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