Film der Woche: Der Butler

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TRIER. Im Broadway Filmtheater in Trier läuft seit dem 10.10. der Film „Der Butler“ von dem Regisseur Lee Daniel. In dem Drama, welches auf einer wahren Begebenheit beruht, geht es um einen Butler, der annähernd 30 Jahre im Weißen Haus tätig war. Er erlebt die Politik der Mächtigen aus erster Hand, insbesondere in Bezug auf die Unterdrückung der afroamerikanischen Bevölkerung. Der Film ist mit 130 Minuten recht lang und greift verschiedene geschichtliche Themen auf, die alle in Zusammenhang mit der Rassendiskriminierung stehen. Dabei sticht vor allem die schauspielerische Leistung von Forest Whitaker hervor, der in die Rolle des Butlers schlüpft. 

Inhalt

Cecil Gaines arbeitete fast 30 Jahre als Butler im Weißen Haus. Er erlebte die Amtszeit von acht Präsidenten und die damit verbundene Politik, insbesondere im Hinblick auf die afroamerikanische Bevölkerung. Der Sohn des Butlers beteiligt sich regelmäßig an den Protesten und wird mehrfach verhaftet. Cecil hingegen wird durch seinen Job dazu gezwungen, sich zu politischen Sachverhalten nicht zu äußern. Doch im Laufe der Zeit findet er eine Möglichkeit, die politischen Aktivitäten seiner Arbeitgeber zu beeinflussen.

Kritik

Eugene Allen war der Butler, der von den 50er bis in die 80er Jahre hinein im Weißen Haus gedient hatte. In dieser Zeit emanzipierte sich die afroamerikanische Bevölkerung zunehmend. All dies verfolgte Allen aus vorderster Reihe. Er selbst nahm Einfluss auf die politischen Sachverhalte zu dieser Thematik. Forest Whitakerspielt diesen Butler, der in Lee Daniels Film Cecil Gaines heißt.

Nach dem sentimentalen Beginn nimmt der Film schnell an Fahrt auf und hält dieses bis zum Schluss bei. Der Butler erzählt von dem jahrzehntelang anhaltenden Kampf der schwarzen Bürgerrechtsbewegung um Gleichbehandlung und Gleichberechtigung. Am Anfang steht die Entscheidung Eisenhowers, in Arkansas, die Nationalgarde einzusetzen, um das Ende der Rassentrennung an staatlichen Schulen zu realisieren. Martin Luther King Jr., der Ku-Klux-Klan, die Black-Panther-Bewegung, der Vietnam-Krieg und die Amtszeiten von vier weiteren Präsidenten werden im weiteren Verlauf thematisiert.

Durch die große Menge an geschichtlichen Informationen kratzt die Geschichte teilweise nur an der Oberfläche. Hier wäre weniger mehr gewesen. Dies ist allerdings nur ein Schönheitsfehler. Insgesamt produzierte Daniel ein gutes Geschichtsdrama mit einem hervorragend aufspielenden Forest Whitaker. Manche Filmexperten sehen in ihm sogar den kommenden Oscargewinner in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“. (tw)

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