RBBL: 30 starke Minuten reichen nicht

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ELXLEBEN. Am gestrigen Samstagabend unterlagen die Goldmann Dolphins Trier am 3. Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) beim Play-Off-Kandidaten Oettinger RSB-Team Thüringen mit 60:77 (31:30).

Die Niederlage kommt zwar nicht unerwartet, ärgerlich ist nur, dass sich bis zum Beginn des letzten Spielviertels ein gutes Bundesliga-Spiel zweier auf Augenhöhe agierender Mannschaften den Zuschauern bot und die Gäste von der Mosel durchaus in der Lage schienen, für eine Überraschung sorgen zu können.

Die Dolphins hatten dem Favoriten über drei Viertel schwer zugesetzt. Lange Zeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, nach dem 1. Spielviertel (17:16) und auch zur Halbzeit lagen die Gäste knapp in Front (31:30). Erst gegen Ende des 3. Spielviertels (29.) gelang es der Heimmannschaft sich knapp mit vier Punkten (49:53) nach vorne zu schieben.

Leider entwickelte sich dann das Schlussviertel zur Enttäuschung der mitgereisten Trierer Fans in die falsche Richtung. Die Dolphins hielten sich nicht mehr an die ausgegebene Taktik und verloren damit auch ihre Linie die bis dahin so gut gegriffen hatte.

Plötzlich häuften sich Fehler in der Abwehr, gleichzeitig ging die Wurfquote in den Keller. Vor allem der an diesem Tag überragende baumlange Center Aliaksandr Halouski (32 Punkte), nutzte die Lücken in der Trierer Defensive kompromisslos aus und brachte seine Farben nach Wiederanpfiff mit einem 7:0-Lauf auf die Siegerstraße (49:60 (34). Darauf konnten die Dolphins in den Schlussminuten nicht mehr antworten, zumal sie zunehmend mit Foulproblemen zu kämpfen hatten. Sie verloren das Schlussviertel mit 11:24 und somit die Partie mit 60:77.

Für Trier wäre deutlicher mehr drin gewesen, obwohl Janet McLachlan einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Demgegenüber machte Tyler Saunders sein bisher wohl bestes Spiel im Trierer Trikot und auch Diana Dadzite (15 Punkte/3 Dreier), wusste beim Gastspiel bei ihrem alten Team über weite Strecken zu gefallen. Bester Akteur der Moselaner – trotz gesundheitlicher Probleme – war Spielertrainer Dirk Passiwan, der es trotz überwiegender Doppelbewachung der Thüringer, noch auf ein Double-Double (26 Punkte/10 Assists) brachte, die Niederlage damit aber auch nicht verhindern konnte.

„Heute hat die Mannschaft gewonnen, die insgesamt ausgeglichener besetzt war und so auch gespielt hat! Schade, aber mit nur 30 guten Minuten kann man in der Bundesliga meist kein Spiel gewinnen“, zeigte sich Passiwan missmutig. (red)

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