Fußball-Regionalliga: Trier siegt mit 2:1 (2:0) in Ulm

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ULM/TRIER. Mit einem 2:1 (2:0)-Erfolg beim Tabellenvorletzten SSV Ulm sicherte sich der SV Eintracht Trier im „Bonusspiel“ die Tabellenführung. Die Moselaner spielten in den ersten 30 Minuten munter auf und gingen früh durch Treffer von Marco Quotschalla und Sylvano Comvalius in Führung, ehe der Anschlusstreffer für die Gastgeber in der 84. Minute die Fans der Eintracht noch unnötigerweise zittern ließ.

Eine Botschaft vorab: Nach über 2 Jahren steht die Eintracht wieder auf dem ersten Tabellenplatz der Regionalliga Südwest. Der 2:1-Auswärtserfolg in der von Coach Seitz als „Bonusspiel“ titulierten Partie gegen den SSV Ulm katapultierte den SVE an Mainz II und Großaspach vorbei auf Platz eins. Somit kann die Mannschaft in der nächsten Woche mit breiter Brust in die Landeshauptstadt fahren.

Vor Anpfiff der Partie war der Übungsleiter jedoch gezwungen, seine bisher so erfolgreiche Stammformation gleich auf mehreren Positionen zu verändern: Matthias Cuntz und Michael Dingels fehlten aufgrund einer Gelbsperre, Steven Kröner konnte nach seiner im Spiel gegen Sonnenhof Großaspach zugezogenen Wadenprellung in der letzten Woche nicht rechtzeitig genesen. Als Konsequenz rückte der Routinier Torge Hollmann in die Innenverteidigung, Christopher Spang und Fahrudin Kuduzovic bildeten zum ersten Mal die Doppelsechs im Mittelfeld.

Wer annahm, die Umstellungen würden die Mannschaft im Spielfluss beeinträchtigen, wurde schnell eines besseren belehrt. Ganz im Stil eines Topteams war die Eintracht von der ersten Sekunde an dominierend und spielte druckvoll auf das Tor der Hausherren. Und so musste der Ulmer Torhüter Holger Betz bereits in der zweiten Minute zum ersten Mal hinter sich greifen: Nach einer Ecke von Alon Abelski konnte der SSV nicht endgültig klären, der Ball kam zu Marco Quotschalla und der Mittelstürmer zog aus rund 15 Metern schnörkellos ab. Die frühe Führung schien die Spielfreude der Gäste nur weiter anzuheizen, lautstark unterstützt von rund 150 mitgereisten Fans die nach dem ersten Treffer bereits „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten. Nur 60 Sekunden später sahen die 947 Zuschauer fast das zweite Tor für die Eintracht, als der erneut bärenstarke Abelski zum Sylvano Comvalius passte, letzterer aber aus kurzer Distanz an Betz scheiterte. In der neunten Minute verpasste Quotschalla nach schönem Zuspiel von Fabian Zittlau sein Doppelpack nur um Haaresbreite.

Die Partie spielte sich einzig um das Tor der Hausherren an. In der 11. Minute zahlten sich die Offensivbemühungen des SVE endlich wieder aus: Wieder fungierte Abelski als Vorbereiter, er passte sehenswert zu Comvalius, der SSV-Keeper Betz verlud und cool zum 2:0 einnetzte. Die Eintracht spielte weiter dominant und ansehnlichen Fußball, so leitete Abelski mit einem Zuspiel per Hacke die nächste Großchance in der 20. Minute ein: Sein schönes Zuspiel nutze Lars Bender zur Flanke, Comvalius konnte diese jedoch nicht zu seinem zweiten Treffer nutzen.

In den folgenden Minuten schalteten die Mannen von Roland Seitz einen Gang runter, verwalteten die frühe Führung. Der SSV konnte dies lange Zeit nicht für sich nutzen und war in der Offensive kaum gefährlich, einzig in der 43. Minute kamen die Gastgeber zur ersten großen Chance: Florian Treske setzte sich gegen Fouad Brighache durch und traf den Querbalken- Glück für die Eintracht. Es ging mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause, Trier hätte durchaus höher führen können. Der Lattentreffer der Ulmer zeigte, dass sich das Team von Paul Sauter noch nicht aufgab.

Im zweiten Durchgang spielten die Schwarz-Blau-Weißen nicht den fulminanten Offensivfußball der ersten Halbzeit, kamen aufgrund der offensiveren taktischen Ausrichtung der Gastgeber aber zu einigen Gelegenheiten. Sowohl Comvalius (55.), Abelski (60.) als auch der eingewechselte Moussa Touré (67.) verpassten es, das Spiel mit einem weiteren Treffer endgültig zu entscheiden. Stattdessen war es der SSV, der in der Schlussphase noch einmal aufdrehte: Johannes Ludmann flankte in den Trierer Strafraum und Florian Treske, auffälligster Akteur der Schwaben, traf zum 2:1 Anschluss.

In den Schlussminuten versuchten die Ulmer alles, um doch noch den Ausgleich zu erzielen, die Eintracht agierte aber trotz Druck souverän und spielte die Zeit hinunter. Nach drei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Dominik Bartsch die Partie ab. Der SVE ist somit sicher bis zum nächsten Spieltag Klassenprimus der Regionalliga Südwest, ehe die Mannschaft am kommenden Samstag (19.10, 14 Uhr, Stadion am Bruchweg) zum Spitzenspiel nach Mainz aufbricht. Nach den letzten Ergebnissen können sich die Fans auf dieses Highlight freuen. (ros)

 

1 KOMMENTAR

  1. Schön, freut mich. Jetzt aber nicht in die alte Eintracht-Krankheit verfallen und glauben, man wäre schon so gut wie aufgestiegen, sondern konzentriert weiterarbeiten. Dann könnte das sogar was werden.

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