Fußball-Oberliga: Mehring hat nichts zu verlieren

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MEHRING/SALMROHR. Am 14. Spieltag der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar steht der SV Mehring vor der denkbar höchsten Hürde: Spitzenreiter SC Hauenstein gibt seine Visitenkarte ab (Sonntag, 15 Uhr, Auf der Lay). Einen Tag zuvor gastiert der FSV Salmrohr beim SV Röchling Völklingen (Samstag, 15 Uhr).

Wie die Kräfteverhältnisse in der Fußball-Bundesliga im Duell zwischen Freiburg und Bayern sieht Mehrings Spielertrainer Dino Toppmöller die anstehende Begegnung seiner Elf mit der des SC Hauenstein. Der Vergleich ist sicherlich nicht zufällig gewählt – schließlich gelang den Breisgauern ein überraschendes 1:1 gegen die übermächtigen Triple-Gewinner. Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen ist Mehring in der Tabelle abgestürzt, hat andererseits gegen den haushohen Favoriten auch nichts zu verlieren. Da kommt das geflügelte Wort fast zwangsläufig: „Eigentlich haben wir keine Chance, die wollen wir aber nutzen…“.

Nach wie vor ist der Coach weit davon entfernt, seine Bestbesetzung aufbieten zu können. Andreas Hesslein (Schulter), Markus Schottes (Hüfte) und Isaac Ageman (Knie) konnten im Vorfeld des Spiels nicht oder nur eingeschränkt trainieren. Simon Monzel ist wegen Rückenbeschwerden krankgeschrieben und wird definitiv fehlen. Mario Kön plagt sich mit einer Verletzung am Zeh herum, Yannick Müller ist an der Ferse lädiert und wird deshalb nicht auflaufen können. Domenik Kohl ist langzeitverletzt. Auch Achmed Boussi ist noch nicht einsatzfähig. Von Anfang an will dagegen der „Chef“ auflaufen, nachdem seine Verletzung völlig auskuriert ist. Christoph Eifel hat sein Studium begonnen und wird wohl gegen Hauenstein sein vorläufig letztes Spiel für den SV Mehring bestreiten.

Außenseiter wäre Mehring selbst in Bestbesetzung gegen Hauenstein gewesen. Bei der zu erwartenden personellen Ausgangslage wird die Aufgabe gegen den Titelaspiranten schon fast zur „Mission Impossible“.

Auf den FSV Salmrohr wartet beim SV Röchling Völklingen (Samstag, 15.30 Uhr) eine ganz besondere Aufgabe. Vor allem auf Trainer Patrick Klyk, weil er auf seinen Ex-Verein trifft. Schon allein deshalb ist der Auftritt des Tabellendritten beim Schlusslicht nicht mit normalen Maßstäben zu messen. „Ein Selbstläufer wird das sicher nicht“, sagt Klyk, zumal er sich nicht erklären kann, warum die Saarländer so schlecht dastehen. „Ich habe dafür keine Erklärung, denn im Kader stehen etliche wirklich gute Spieler. Aber es ist auch nicht meine Aufgabe, die Gründe für gute oder schlechte Leistungen bei unseren Gegner zu beurteilen.“ Stattdessen will sich Klyk auf das eigene Team konzentrieren.

„Wir sind – den Pokal eingerechnet – seit acht Spielen ungeschlagen. Natürlich ist das eine oder andere Remis zuviel. Aber dennoch reisen wir als Favorit nach Völklingen.“ Und das, obwohl auch beim FSV noch einige wichtige Akteure fehlen. Wie Gustav Schulz, der noch gar kein Spiel in dieser Saison bestritten hat, wie Fabio Fuhs, der Kopf der Abwehr, der noch etliche Wochen fehlen wird, wie Daniel Braun, bei dem die Entscheidung, ob er nach den schweren Gesichtsverletzungen, die er am vergangenen Wochenende erlitten hat, operiert werden muss, erst entschieden ist, wenn die Schwellungen zurückgegangen sind. Wieder im Kader ist Mathias Fischer. „Vielleicht können wir ihn an diesem Wochenende schon wieder einsetzen“, sagt Co-Trainer Uwe Schüller, „er wird aber wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen.“ (wir/red)

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