TBB Trier: Mit neuem Mann und ohne Druck zum Vizemeister

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TRIER. Nach dem Sieg der TBB Trier gegen den Mitteldeutschen BC, der vor allem einer starken kämpferischen Leistung zu verdanken war, folgt am morgigen Samstag das Auswärtsspiel bei den EWE Baskets Oldenburg. Hier können die Moselstädter befreit aufspielen – um beim amtierenden Vizemeister bestehen zu können, wird leidenschaftlicher Kampf allerdings nicht genügen – eine Leistungssteigerung in der Offensive muss her. Dabei soll ein neuer Spieler helfen: Marin Petric soll für Entlastung auf der Spielmacherposition sorgen.

Die EWE Baskets Oldenburg der Spielzeit 2013/14 sind vor allem eins: konsequent. Während andernorts in der Off-Season eine Neuverpflichtung die nächste jagt, verlässt sich Sebastian Machowski auf die Leistungsträger des Vorjahres. Nur ein Spielerwechsel stand an, Ronald Burrell zog es nach Bayreuth (zu Oldenburgs “Meistercoach” aus dem Jahr 2009, Predrag Krunic), für ihn kam Nemanja Aleksandrov, ein serbischer Power Forward mit 210cm Gardemaß. Ansonsten leisten sich die EWE Baskets den Luxus, mit einem nahezu unveränderten Kader in die Saison zu gehen. Mit dem italienischen Center Andrea Crosario reagierte man lediglich auf den Ausfall von Adam Chubb. der für vier Wochen nicht zur Verfügung stehen wird.

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Was sollte Baskets-Headcoach Sebastian Machowski auch ändern? Mit dem Team des Vorjahres hatte es in beeindruckender Konstanz für die deutsche Vizemeisterschaft gereicht, das Finalergebnis (die Serie endete 3:0 für die Brose Baskets) liest sich weitaus deutlicher als die drei Spiele tatsächlich verliefen. Am Ende lag die Korbdifferenz nach drei Partien bei lediglich sieben Punkten.

Anführer der EWE Baskets ist ein bekanntes Gesicht: Dru Joyce wechselte vor der Saison 2012/13 von der Mosel an die Hunte, und verlängerte seinen Vertrag nach der Vizemeister-Saison um ein weiteres Jahr. Der mittlerweile 28-jährige kommt auf acht Punkte und vier Assists im Schnitt bei 25 Minuten Spielzeit. Auch Shooting Guard Chris Kramer verlängerte um ein Jahr und wird den Oldenburgern weiterhin seinen ligaweit berüchtigten „vollen Einsatz“ geben. Julius Jenkins kam mit neuem Look zurück aus der off-Season: Die lange Rasta-Matte ist weg, der Biss ist geblieben. Im zweiten Saisonspiel kam Jenkins auf 15 Punkte. „Mister Oldenburg“ Rickey Paulding spielt mittlerweile im siebten Jahr für die Baskets auf der Small-Forward-Position und markierte zum Saisonauftakt gegen die FRAPORT SKYLINERS 18 Punkte. Und auch die Neuzugänge Aleksandrov und Crosariol kamen ordentlich in die Saison. Vor allem Aleksandrov überzeugt bisher mit zweistelligen Punktausbeuten und gutem Rebounding.

Auch die Bank hat Qualität. Mit Robin Smeulders, Jannik Freese, Dominik Bahiense de Mello und Konrad Wysocki stehen Sebastian Machowski Spieler mit reichlich Routine zur Verfügung – und nach der erfolgreichen letzten Saison sollte jeder im Team genauestens wissen, was er zu tun hat. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen (wegen der Teilnahme am Euroleague-Qualifikationsturnier startete Oldenburg erst am zweiten Spieltag in die Beko BBL-Saison) belegen die Baskets aktuell Platz 2 der Tabelle – ein klarer Kandidat für die Playoffs am Ende der Saison.

Die EWE Baskets Oldenburg sind sicher kein Trierer Lieblingsgegner, trotz ausgeglichener Bilanz – in 30 Spielen teilten sich beide Teams Siege und Niederlagen gerecht mit 15:15 auf. Die bessere Strähne können dabei die Huntestädter aufweisen: Seit 2004 konnte Trier in Oldenburg nicht gewinnen, das entspricht acht Spielen. Im Gegenzug konnte die TBB Trier ihrerseits einige Heimspiele in der jüngeren Vergangenheit gewinnen. In der letzten Saison trennte man sich in Trier 74:67, im Jahr davor 76:65.

Henrik Rödl weiß um die Schwierigkeit der bevorstehenden Aufgabe – zeigt sich aber nach dem hart erkämpften Heimsieg gegen den MBC auch erleichtert: „Wir sind überglücklich unser Heimspiel gewonnen zu haben, das sollte uns für die nächsten Spiele Rückenwind geben. Oldenburg wird richtig schwer, das wissen wir auch: auswärts gegen den Vizemeister, der eine gute Vorbereitung hinter sich hat, der bereits auf hohem Niveau international spielen musste und deswegen einfach weiter ist als wir. Aber: Mit dem Selbstvertrauen aus dem letzten Spiel ist das eine Herausforderung. Wir werden alles tun um die kleine Chance, die sich uns vielleicht bietet, zu wahren.“

Petric hilft für verletzten Canty aus

Dabei kann Rödl auf einen neuen Mann zurückgreifen, der in Oldenburg erstmals spielberechtigt ist und zunächst einen einwöchigen Tryout-Vertrag erhalten hat: Die TBB Trier hat den deutschen Aufbauspieler Marin Petric als Ersatz für den länger verletzten Anthony Canty an die Mosel geholt. Petric ist 33 Jahre alt und spielte zuletzt für die Giants Düsseldorf in der Pro A. „Er ist ein erfahrener, intelligenter Spieler, der sich dankenswerterweise bereit erklärt hat, uns in dieser schwierigen Situation auszuhelfen“, so Henrik Rödl. „Marin versteht die Art und Weise, wie wir hier Basketball spielen und kann uns deshalb vielleicht schon kurzfristig weiterhelfen.“ Petric kam für Düsseldorf in der vergangenen Saison auf 10,8 Punkte und 1,4 Assists pro Spiel.

Die Partie in der neuen EWE Arena Oldenburg (6000 Plätze) beginnt am Samstag, 12. Oktober um 20.00 Uhr. Die TBB Trier hat sich bereits am Freitag nach dem Vormittagstraining auf den Weg nach Norden gemacht. Daheimgebliebene können das Spiel live im online-Radio verfolgen: Der TBB-Livestream meldet sich ab 19.45 Uhr – zu empfangen unter www.tbb-trier.de/livestream.

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