Elternrolle im Berufs- und Studienwahlprozess

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Bildquelle: Agentur für Arbeit

NÜRNBERG. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT haben einen gemeinsamen Leitfaden zur Rolle der Eltern im Berufs- und Studienwahlprozess ihrer Kinder veröffentlicht.

Dazu erklärt Raimund Becker, Vorstand Arbeitslosenversicherung der BA: „Eltern sind die wichtigsten Ansprechpartner ihrer Kinder, wenn es um deren berufliche Zukunftsplanung geht. Wenn sie sich aktiv in den Berufs- und Studienwahlprozess einbringen, so gelingt den Kindern der Übergang in den Beruf besser. Wir wollen Schulen und andere Berufsorientierungsakteure dabei unterstützen, um Eltern in diese Aufgabe noch besser einzubinden. Mit vielen anschaulichen Beispielen gibt der Leitfaden Tipps, wie Eltern bei der Berufs- und Studienwahl ihrer Kinder erfolgreich angesprochen, für eine aktivere Beteiligung motiviert und wie ihnen Inhalte wirksam vermittelt werden können. So können wir dazu beitragen, dass Eltern zu gut vorbereiteten Ratgebern für ihre Kinder werden.“

Ernst Baumann, wirtschaftsseitiger Vorsitzender des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT, ergänzt: „Die Publikation gibt außerdem viele praktische Hinweise für Eltern mit Migrationshintergrund. Wir knüpfen so an unser Schwerpunktthema „Migration-Qualifikation-Integration“ an, das sich mit kultureller Vielfalt und beruflicher Perspektive beschäftigt. Berufs- und Studienorientierung müssen die interkulturellen Kontexte von jungen Menschen und ihren Eltern besser berücksichtigen. Dies erleichtert den Jugendlichen den Weg in einen Ausbildungsberuf oder ein Studium, das zu ihren Stärken und Fähigkeiten passt. Die Betriebe brauchen alle Talente, um ihren Fachkräftebedarf decken zu können.“

Der Leitfaden wendet sich an Lehr- und Beratungsfachkräfte in der Schulsozialpädagogik oder Berufseinstiegsbegleitung sowie an Multiplikatoren und Netzwerkpartner. Schulen können den Leitfaden „Eltern erwünscht!? Wie die Zusammenarbeit in der Berufs- und Studienorientierung gelingen kann“ über die Regionaldirektionen der BA und die örtlichen Agenturen für Arbeit sowie über die Landesarbeitsgemeinschaften SCHULEWIRTSCHAFT beziehen. Ebenso sind der Leitfaden sowie weiterführende Informationen unter www.arbeitsagentur.de und www.schulewirtschaft.de zu finden. (red)

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