TBB Trier: Keine Chance in Braunschweig

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BRAUNSCHWEIG/TRIER. Der Fehlstart in die Saison 13/14 ist perfekt. Die TBB Trier unterlag nach einer desaströsen Vorstellung in der ersten Halbzeit mit 58:67 gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig. Die verbesserte Vorstellung in der zweiten Hälfte konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Henrik Rödl und sein Team in dieser Form auch gegen den Mitteldeutschen BC als Außenseiter ins Spiel gehen werden. Zuviel liegt im Offensivspiel noch im Argen.

Trier startete katastrophal in die Partie, lag schnell mit 0:7 im Hintertreffen. Stefan Schmidt machte wieder eine extrem unglückliche Figur, fand weder in der Offensive, noch in der Defensive Zugriff. Henrik Rödl reagierte schon nach zweieinhalb Minuten mit einer Auszeit. Besserung trat dadurch allerdings nur bedingt ein. Isiah Swann und James Florence bereiteten der TBB große Probleme. Die Mannen von Henrik Rödl fanden keinerlei Zugriff, zeigten sich in der Offensive extrem unkreativ. Braunschweig dominierte, Trier lief hinterher. Andreas Seiferth war ebenfalls überhaupt nicht in der Partie. Der Nationalcenter kassierte schon im ersten Viertel drei persönliche Fouls. Durch ein And1 zum Abschluss der ersten zehn Minuten von Trevon Hughes war zumindest noch ein wenig Hoffnung bei den mitgereisten Fans vorhanden (15:27).

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Auch im zweiten Viertel hatte Trier enorme Probleme. Viele Ballverluste prägten das Bild im Offensivspiel und man fand kein Mittel gegen agilen Phantome. Laut Chris Schmidt fand kaum Bewegung abseits des Balles statt – einfach unverständlich, wenn es schon an Eingespieltheit mangelt. Ein gänzlich anderes Bild auf der Gegenseite – die Trierer wurden teilweise schwindelig gespielt. Auch das Prunkstück der letzten Jahre, die Defensive der Moselstädter, ist momentan noch löchrig wie ein Schweizer Käse. Die Gegner bedanken sich reihenweise mit leichten Körben. Mit 22:44 ging es in die Halbzeitpause. In den zweiten zwanzig Minuten ging es nur noch darum, Schadensbegrenzung zu betreiben.

Was auch immer Henrik Rödl seinem Team in der Halbzeitpause gesagt hat: Es war das Richtige. Vor allem Stefan Schmidt machte eine wesentlich bessere Figur als in den ersten beiden Vierteln und ackerte unnachgiebig in der Defensive. Ein 9:0-Lauf zum 44:31 weckte kurzzeitig Hoffnungen auf ein Comeback und etwas Spannung in der zweiten Halbzeit. Doch die Okerstädter fingen sich schnell wieder und fanden zurück in die Spur. Schnell lag man wieder mit 19 Punkten in Front und ging mit einer beruhigenden 54:35-Führung in die letzten zehn Minuten.

Hier konnten die Trierer zumindest weiterhin für Ergebniskosmetik sorgen. Jermaine Anderson, der seine Spielmacherqualitäten noch nicht unter Beweis stellen konnte, spielte zumindest ein gutes letztes Viertel. Trevon Hughes machte hingegen ein ganz schwaches Spiel, fiel durch Ballverluste und schlechte Wurfauswahl auf. Ob es an der Bänderdehnung liegt, oder er zuviel Verantwortung übernehmen will – die Coaches müssen seine Qualitäten noch besser mit dem Teamplay vereinen. Nach Dreiern von Mönninghoff und Bucknor lag man 1,5 Minuten vor Schluss nur noch mit sieben Punkten in Rückstand, doch das Aufbäumen kam zu spät. Am Ende kam es noch zu einer undurchsichtigen Szene, in deren Folge Andreas Seiferth ein unsportliches und technisches Foul kassierte. Braunschweig nutzte die Freiwürfe, um das Endergebnis auf 67:58 hochzuschrauben.

Die zweite Halbzeit dürfte Henrik Rödl zwar zufriedener stimmen, doch die Vorstellung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit lässt sich auch nicht alleine mit der Verletzungsmisere erklären. Mit dieser fehleranfälligen und wenig systemtreuen Offensive, macht man es jedem Gegner in der Defensive einfach. (cw)

Stimmen zum Spiel

Henrik Rödl (TBB Trier): „Glückwunsch an Raoul Korner zum klar verdienten Sieg, In der ersten Halbzeit haben wir ganz offensichtlich die Niederlage vom vergangenen Donnerstag noch nicht aus den Köpfen bekommen. Dieses Team kann mehr und wird das auch zeigen – aber wir haben es heute noch nicht gezeigt. Braunschweig hat heute mit viel Selbstvertrauen gespielt, Raouls Mannschaft wird noch viele Spiele

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