Film der Woche: Gravity

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TRIER. Im Broadway Filmtheater in Trier läuft seit dem 02.10. der Film „Gravity“ von dem Regisseur Alfonso Cuaron. In dem Science-Fiction Drama geht es um zwei Personen, deren Spaceshuttle zerstört wird, woraufhin jeglicher Kontakt zur Erde verloren geht. Cuaron schafft es, eine äußerst beklemmende Atmosphäre zu erzeugen und hat mit Sandra Bullock und George Clooney zwei erfahrene Schauspieler gefunden. Der Film punktet weiter durch beeindruckende visuelle Effekte und eine glaubwürdige Story. 

Inhalt

Bevor Astronaut Matt Kowalsky seinen Ruhestand antreten kann, wird er ein letztes Mal in den Weltraum geschickt. Begleitet wird er bei dieser letzten Mission von der Bio-Medizinerin Dr. Ryan Stone, die erste Erfahrungen im Weltall sammeln soll. Was als Routinemission beginnt, wird schnell zu einem Horrortrip: Das Spaceshuttle der beiden wird zerstört und das ungleiche Duo befinden sich ohne Kontakt zur Erde in den dunklen Tiefen des Alls.

Kritik

Gravitiy punktet insbesondere durch die technische Umsetzung. Wie magisch bewegt sich die Kamera schon bei diesen ersten Sequenzen auf das Geschehen zu, rotiert, umkreist immer wieder das Shuttle, zieht den Zuschauer immer weiter hinein – und das alles vor der berauschenden Kulisse unseres blauen Planeten. Der meditative Beginn wird wenig später durch eine Katastrophe drastisch beendet, Bullock wird ins All hinausgeschleudert. Von diesem Punkt an, beginnt der Kampf ums Überleben. Die Story ist recht einfach gestrickt, zieht den Zuschauer im Laufe des Films jedoch zunehmend in ihren Bann.

Beeindruckend ist zudem die rein physische Performance der Akteure. Nicht zu Unrecht wurde diese mit der Leistung der Akrobaten des Cirque du Solei verglichen. Auch schauspielerisch liefern Clooney und Bullock eine ordentliche Leistung. Ob das nun gleich einen Oscar rechtfertigt, muss an anderer Stelle entschieden werden.

Trotz aller Lobeshymnen steigt “Gravity“ insgesamt nicht zu einem Meilenstein des Genres auf. Vor allem final stellt sich das Gefühl ein, dass es mit einem orbitalen Desaster weniger und etwas mehr erzählerischer Ausgewogenheit und Ruhe möglich gewesen wäre, eine deutlich überzeugendere Geschichte zu inszenieren. (tw)

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