RBBL: Dolphins feiern Heimsieg gegen Köln

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TRIER. Die Aussage von Spielertrainer Dirk Passiwan („es wird ein Spiel auf Augenhöhe“) im Vorfeld der Partie der Goldmann Dolphins Trier in der Rollstuhl-Basketball-Bundesliga gegen die RBC Köln 99ers sollte sich am Samstagabend in der Halle am Mäusheckerweg bewahrheiten. Rund 250 Zuschauer sahen ein enges und kampfbetontes Spiel, in dem die Dolphins mit 75:66 (35:35) das bessere Ende für sich hatten.

Beide Mannschaften begannen sehr nervös. Die Brisanz des „Lokalduells“ war besonders hoch, da beide Clubs ihre Auftaktspiele verloren hatten. Auch wenn die Saison noch sehr jung ist, haben die anderen die anderen Ergebnisse gezeigt, dass eine Niederlage schon früh bedeuten würde, im Rennen um die Playoff-Plätze hinterherlaufen zu müssen.

So war das erste Viertel geprägt von vielen Fehlversuchen, sowohl aus der Mittel-, aber auch aus der Nahdistanz. Selbst einfache Korbleger wollten einfach nicht den Weg durch den Ring finden. Auch die sonst so starke Distanzschützin Diana Dadzite wirkte unsicher in ihren Versuchen. Die Gäste aus der Domstadt hatten es vor allem ihren holländischen Neuzugang Paul Toes zu verdanken, der alleine 12 Punkte und 6 Rebounds im ersten Viertel beisteuerte,  dass die Kölner mit einer 16:12-Führung in die erste Viertelpause gehen konnten.

Auch im zweiten Viertel war die Unsicherheit auf beiden Seiten zu spüren. Verlieren wollte hier niemand. Angetrieben durch den immer stärker werdenden Dirk Passiwan lagen die Trierer kurz vor der Halbzeitpause erstmals mit zwei Punkten in Führung. Allerdings bekamen die Dolphins die holländischen Nationalspieler Edwin Schalkx und Frank de Goede in der Schlussphase der ersten Halbzeit nicht richtig zu fassen, so dass Schalkx fünf seiner insgesamt neun Punkte in den letzten Sekunden zum 35:35 Halbzeitstand erzielte.

Ein gerechter Spielstand in einem bis dahin vollkommen ausgeglichenen und körperbetonten Spiel zwischen zwei Mannschaften, die sicherlich besseren und schöneren Basketball spielen können.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. In einem kämpferischen Spiel mit vielen Fehlversuchen wechselte die Führung fast im Minutentakt. Keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich einmal einen Vorsprung von mehr als zwei Punkten zu erarbeiten. So ging es leistungsgerecht mit 49:49 in die letzten zehn Minuten.

Die Gäste aus Köln, die nun mit einer Ganzfeldpresse höchstmöglichen Druck aufbauten, suchten nun immer wieder Nationalspielerin Marina Mohnen auf dem Flügel, um zum Korberfolg zu kommen. Doch der Topscorer der Liga des vergangenen Jahrzehnts (!), Dirk Passiwan, und vor allem die immer stärker werdende Diana Dadzite, die 10 ihrer 13 Punkte in den letzten acht Minuten erzielte, waren es, die Trier zur ersten Vier-Punkte Führung Mitte des letzten Viertels verhalfen. Als der Vorsprung dreieinhalb Minuten vor Ende des Spieles auf acht Zähler angewachsen war, nahm Kölns Trainer Martin Otto eine Auszeit, um den Spielfluss der Dolphins zu unterbrechen und seine Mannschaft noch einmal lautstark wachzurütteln. Doch die Kölner wirkten dadurch eher gehemmt. Individuelle Fehler und Ballverluste waren die Folge. Die Domstädter versuchten in der Folge durch Dreier aus fast unmöglichen Positionen den Rückstand zu verkürzen. Allerdings traf nur ein Dreier von vier Versuchen sein Ziel, so dass der Sieg der GOLDMANN Dolphins Trier nicht mehr in Gefahr geriet.

Am Ende stand ein 75:66 auf der Anzeigetafel. Ein hart erkämpfter, aber nicht unverdienter Sieg für die Mannschaft um Spielertrainer Passiwan. Wichtige Punkte vor den nächsten schweren Aufgaben auswärts beim Oettinger RSB Team Thüringen am kommenden Samstag, (17.30 Uhr in Elxleben), bevor es dann am im Spiel des Jahres gegen den RSV Lahn-Dill (Samstag, den 19. Oktober, 19.30 Uhr Halle am Mäusheckerweg) geht. 

Stimmen zum Spiel:

Dirk Passiwan zeigt sich nach dem Spiel zufrieden mit seiner Mannschaft:  „Es war eine tolle Teamleistung. Man hat gemerkt, dass wir noch nicht 100-prozentig eingespielt sind. Aber heute hat das Team gewonnen, das den Sieg mehr wollte. Wir werden jetzt von Spiel zu Spiel schauen. Wir haben jetzt drei schwere Spiele vor uns, in denen wir versuchen werden, eine Überraschung zu schaffen. In dieser Liga entscheidet die Tagesform.“

Die aus Bitburg stammende Gästespielerin Marina Mohnen, die nach eigener Aussage immer gerne nach Trier kommt: “ Wir haben einfach zu viele dumme Fehler und Fouls begangen. In dieser Liga muss man Spiele konsequent zu Ende spielen. Trotz jetzt zwei Niederlagen aus zwei Spielen wollen wir die Saison auf Platz 5 oder 6 beenden.“ Bastian Lütge

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