Fussball-Oberliga: Sieg trotz schwacher Chancenauswertung

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SALMROHR. Der FSV Salmrohr hat am 13. Oberliga-Spieltag zu Hause mit 2:1 (0:1) gegen den SV Gonsenheim gewonnen und den Anschluss an die Tabellenspitze gehalten. Der Sieg wurde getrübt, da FSV-Spieler Daniel Braun sich in der Nachspielzweit so schwer verletzte, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste.

Nicht nur deshalb war das Resultat am Ende fast nebensächlich. Thema Nummer 1 war Daniel Braun, der bei einer Rettungsaktion unglücklich mit seinem eigenen Torhüter Sebastian Grub zusammenprallte und nach längerer Behandlungspause mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde. Braun trug eine Kopfverletzung davon, wie schwer die Verletzung ist, war am Samstag noch unklar.

Thema Nummer 2 waren die Gerüchte um die Entlassung von Trainer Patrick Klyk. Fakt ist, dass sich die beruflichen Wege von Klyk und Präsident Helmut Meeth, in dessen Firma der Coach bis dato gearbeitet hat, in der abgelaufenen Woche getrennt haben. „Diese Konstellation jetzt ist natürlich denkbar ungünstig“, gab der Coach in der Pressekonferenz zu, „aber ich habe hier einen Vertrag bis Juni“, so Klyk weiter, „und den werde ich erfüllen.“ Meeth war wegen des Umzugs seines Privathaushalts weder beim Spiel noch bei der Pressekonferenz anwesend.

Das Spiel gegen Gonsenheim litt über die gesamte Dauer unter dem in dieser Saison symptomatischen Salmrohrer Problem – der Chancenverwertung. Der FSV spielte technisch starken und ansehnlichen Offensiv-Fußball, machte aber die Tore nicht. Mehrere so genannte Hundertprozentige ließ der FSV liegen. Drei Treffer hätten Murat Adigüzel und Julian Bidon schon erzielt haben müssen, als plötzlich das 0:1 fiel. Schiedsrichter Thorsten Braun entschied 25 Meter vor dem Salmrohrer Tor auf Freistoß. Eine Fehlentscheidung, denn Kapitän Daniel Schraps hatte seinen Gegenspieler nicht gefoult. Damir Bektasevic nahm das Geschenk dankend an, zwirbelte den Ball um die Mauer und ließ FSV-Torwart Sebastian Grub keine Chance. Es war die einzig wirklich nennenswerte Aktion der Gäste aus Mainz und blieb sie auch bis zum Ende.

Den Rest der Partie dominierte der FSV Salmrohr komplett. Aber erst in der 54. Minute wurden die 200 Besucher erlöst, als Lars Schäfer eine Rechtsflanke von Daniel Petersch per Kopf zum 1:1 in die Maschen verlängerte. Zwischen dem Ausgleich und dem Siegtreffer lagen etliche Minuten und viele weitere ungenutzte Chancen. Joker Tobias Baier war es dann vorbehalten, in der 73. Minute den Endstand zu markieren.

In der Schlussphase riskierte Gonsenheim alles, blieb aber weiterhin harmlos. Der FSV machte da weiter, wo er aufgehört hatte. Mehr als ein Aluminiumtreffer sprang bei den Offensivbemühungen nicht mehr heraus, weshalb trotz der schwachen Angriffsleistung der Gäste bis zum Schluss gezittert werden musste. Für Gonsenheim ging eine acht Spiele dauernde Serie ohne Niederlage im Salmtalstadion zu Ende.

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