Willis Korbleger

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4324 Zuschauer bei einem Saisonauftaktspiel: Rekord. Und dann das! Eine Niederlage gegen einen Aufsteiger. Eine Enttäuschung – sicherlich. Aber bei genauerem Hinsehen und der Kenntnis der Hintergründe doch wieder nicht so überraschend.

4324 Zuschauer bei einem Saisonauftaktspiel: Rekord. Und dann das! Eine Niederlage gegen einen Aufsteiger. Eine Enttäuschung – sicherlich. Aber bei genauerem Hinsehen und der Kenntnis der Hintergründe doch wieder nicht so überraschend.

Die TBB hatte eine Vorbereitung zum Vergessen. Nie hatte Coach Henrik Rödl seine komplette Formation zur Verfügung, teilweise fehlten drei Spieler aus der ersten Rotation oder gar der Startformation, dann kamen Jermaine Anderson, Andy Seiferth und Vitah Chikoko mit Verspätung und diversen Handicaps von ihren Nationalteams oder aus Camps zurück.

Damit nicht genug. Dann verletzten sich Warren Ward, Trevon Hughes und zuletzt auch noch Anthony Canty. Zwar standen zwölf Akteure im Spielbericht, davon waren aber zwei ohnehin Jugendspieler – von den restlichen zehn war Ward gar nicht einsatzfähig, vier weitere mehr oder weniger angeschlagen oder noch längst nicht bei vollen Kräften. Unter diesem Aspekt ging RASTA Vechta nüchtern betrachtet sogar als Favorit ins Spiel. Als die TBB dann knapp fünf Minuten vor Schluss mit 14 Punkten vorne lag, schien der erste Saisonsieg trotz all dieser Stolpersteine unter Dach und Fach. Ein kleines Wunder.

Was folgte, war eine Aneinanderreihung schlechter Aktionen. Ob bei leichtfertig vergebenen Fastbreaks, Fehlwürfen von der Freiwurflinie oder scheinbar leichten Versuchen aus dem Feld und beim Rebound. Fehler, die so nicht passieren dürfen, die zum großen Teil aber sicher auch der fehlenden Harmonie und dem Verlust an Kraft wegen der holprigen Vorbereitung geschuldet waren. Ich bin mir sicher, die Spieler, und zwar alle, die an diesem Abend mit dazu beitrugen, dass dieses scheinbar schon gewonnene Spiel noch verloren ging, werden aus diesen Fehlern lernen.

Von einem Akteur auf dem Feld kann man das leider nicht behaupten: Schiedsrichter Steffen Neubecker. Denn wenn man ihm das zutrauen könnte, dann würde er nicht mindestens 20 Jahren seinen Ruf in Trier immer wieder untermauern, kein Bundesliga-Niveau zu haben. Noch schlimmer – Neubecker pfeift schon genauso lange konsequent gegen Trier. Fragen Sie mich nicht warum. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er sich für das, was er am Donnerstag wieder ablieferte, in Grund und Boden schämen müsste. Und wenn er noch in der Lage ist, sich halbwegs selbstkritisch zu sehen, würde er sich nicht mehr für TBB-Spiele nominieren lassen, weil er nicht in der Lage ist, wenn er schon das Niveau für diese Liga nicht hat, sich wenigstens zurückzuhalten.

Mindestens 80 Prozent seiner Pfiffe richteten sich gegen Trierer Spieler, alle Situationen, die nicht eindeutig waren, pfiff er gegen die TBB. Die Krönung war das doppelte unsportliche Foul gegen Gästespieler AJ Rudowitz und Triers Trevon Hughes. Viele in der Halle hatten gesehen, dass Rudowitz einen Fastbreak von Hughes so foulte, dass es dafür nur ein unsportliches Foul geben darf. Neubecker hatte es nicht gesehen, er wurde darauf aufmerksam, weil Tausende tobten und pfiffen. Was tat er: Er gab ein Doppelfoul. Isaac Butts, Dirk Mädrich und Marcus Neal, schlugen nach jedem und alles – meist ungestraft.

Ich weiß, mein Wunsch bleibt unerfüllt, aber man darf ja wohl noch träumen. Herr Neubecker, nicht durch die Vereinsbrille gesehen, sondern im Sinne eines fairen Spiels: ich will sie nie mehr mit einer Pfeife im Mund auf dem Parkett der Arena in Trier sehen. Willi Rausch

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1 KOMMENTAR

  1. Danke für diese klaren Worte über den Schiedsrichter. Kann man ihm diesen Artikel nicht irgendwie zukommen lassen? Wenn der Mann Ehre und etwas Schneid hat, würde er zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Wobei ich eher darauf tippe das er sich nur hinter seiner Pfeife verstecken kann und zu einer offenen Aussprache nicht willens ist.

  2. Klare Worte von Willi Rausch! Kompliment, denn Sie treffen den Nagel auf den Kopf!

    Aber bei der BBL ist man ja schon seit unzähligen Jahren völlig kritik-resistent, redet alles schön und hüllt den schützenden Deckmantel über die komplett überforderten und unqualifizierten „Schiedsrichter“.

  3. Geht doch! Gegen Bayreuth gestern war Herr Neubecker ja geradezu unauffällig, bzw. wirkte so unparteiisch, dass es schon fast wieder auffällig war! 😉

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