SVE: Unentschieden gegen Großaspach

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TRIER. Im Topspiel des 12. Spieltages trennten sich beide Mannschaften 1:1 (0:1) Unentschieden. Die Teams zeigten den 2749 Zuschauern im Moselstadion jedoch ein packendes Spiel, in dem sich die Eintracht nach einer schwachen ersten Halbzeit im zweiten Durchgang vollkommen anders präsentierte und sogar noch Großchancen zum Siegtreffer vergab.

Nur ein Punkt trennte den SVE vom Zweitplatzierten SG Sonnenhof Großaspach vor Beginn der Partie, die Elf von Roland Seitz wäre somit mit einem Sieg im Heimspiel an den Schwaben vorbeigezogen. Doch die auswärtsstarken Mannen von Trainer Rüdiger Rehm gewannen bisher jedes Spiel auf fremden Plätzen, die Moselaner waren also gewarnt.

Die erste Halbzeit begann nicht gut für die Hausherren, denn die Schwaben spielten von der ersten Minute an bissig und gingen hart in die Zweikämpfe, standen in der Defensive kompakt und störten die Offensivbemühungen der Eintracht bereits im Mittelfeld, was zur Folge hatte, dass die Fans der Eintracht bis zur 13. Minute warten mussten, um den ersten Abschluss ihres Teams zu sehen: Marco Quotschalla schoss aus der Distanz, der Ball wurde aber für den Kasten der SG nicht gefährlich.

In den nächsten Minuten der Partie kam der SVE nun besser in das Spiel, obgleich die Gastgeber sichtliche Probleme gegen die hoch verteidigenden Sonnenhofer hatten. Zuerst schoss Alon Abelski aus knapp 20 Metern über das Tor, danach erarbeiteten sich die Schützlinge von Roland Seitz zwei Eckbälle, die jedoch keine Gefahr heraufbeschworen. Großaspach zeigte aber nicht nur gutes Pressing, sondern setzte auch in der Offensive starke Akzente. Immer wieder wurden sie durch ihr schnelles Spiel gefährlich. Vor allem das Duo aus Sahr Senesie und dem von Rüdiger Rehm neu in die Startformation gesetzten Tobias Rühle sorgte immer wieder für Aufregung.

Bis zur 29. Minute spielten sich die Gäste jedoch keine hundertprozentige Chance heraus, ein Freistoß von Michele Rizzi aus rund 25 Metern flog weit über das Tor von SVE-Keeper Chris Keilmann. Ein Fehler leitete dann die Führung für die Gäste ein. Senesie fing einen schlecht gespielten Pass von Steven Kröner an Matthias Cuntz ab, preschte davon und versenkte den Ball unhaltbar im langen Eck. Nur vier Minuten später war es wieder der Ex-Trierer Senesie, der mit einem sehenswerten Pass Rühle in Szene setzte, der jedoch im direkten Duell mit Keilmann unterlag.

Weiterer Tiefpunkt des ersten Durchgangs: Matthias Cuntz sag nach Foul an Robin Schuster die gelbe Karte und ist somit für das kommende Spiel gegen Ulm gesperrt. Nach aus Trierer Sicht enttäuschenden und schwachen ersten 45 Minuten ging es dann mit dem Stand von 0:1 in die Kabine, die Gäste führten verdient.

Coach Roland Seitz muss in seiner Halbzeitansprache wohl den richtigen Ton getroffen haben, denn die Eintracht kam wie verwandelt aus der Kabine. Das Team kämpfte sich in die intensive Partie herein, bei der die Zweikämpfe immer bissiger geführt und die Fans auf den Rängen immer lautstarker wurden. Das erste Zeichen setzte Mittelfeldregisseur Alon Abelski, als er in der 49. Minute in den Strafraum eindrang und aus spitzem Winkel SG-Torwart Christopher Gäng zur Parade zwang.

Zehn Minuten später hatte Quotschalla die Riesenchance, den Ausgleich zu erzielen, doch seine Abnahme aus kurzer Distanz setzte der Mittelstürmer über das Tor. Auf der anderen Seite hielt Keilmann die Gastgeber im Spiel, als er gegen den frei durchgestarteten Senesie glänzend parierte (61.). Nur fünf Minuten später belohnten sich dann die kämpfenden Moselaner mit dem Ausgleich: Der zuvor eingewechselte Fahrudin Kuduzovic legte im Strafraum auf Abelski zurück, der kühl zu seinem fünften Saisontreffer einnetzte.

Die Eintracht hatte in den letzten zwanzig Minuten der Partie sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, doch vergaben zuerst Quotschalla (69.) und kurz vor Schluss Sylvano Comvalius (87.) gute Gelegenheiten.

Letzten Endes sahen die Zuschauer eine spritzige und intensive Partie, die eine verdiente Punkteteilung zur Folge hatte, obgleich die Eintracht durch die vielen guten Chancen in Halbzeit zwei den Sieg verdient gehabt hätte. Am kommenden Samstag geht es für die Mannschaft zum SSV Ulm (19.00 Uhr, Donaustadion). (ros)

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