TBB Trier: Vechta siegt in Trier

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TRIER. Ein denkwürdiges Spiel in der Arena Trier. TBB Trier bestimmte über die komplette Spielzeit die Partie, verlor nach einem desaströsen letzten Viertel aber mit 84:87 gegen den Aufsteiger RASTA Vechta. Gegen Ende ging den foulbelasteten Trierern die Puste aus – und die Wurfhand zitterte nach diversen Niederlagen bedenklich. 4324 Zuschauer trauten ihren Augen nicht.

Gute und schlechte Nachrichten im Vorfeld des Spiels: Anthony Canty musste verletzungsbedingt passen, aber Warren Ward und Andreas Seiferth standen überraschend im Kader der TBB Trier. Ward sollte im Spielverlauf jedoch nicht eingesetzt werden. Zudem konnte man mit 4324 Zuschauern eine Rekordkulisse zum Saisonauftakt begrüßen.

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Die Mannen von Henrik Rödl starteten nervös in die Partie, zeigten vor allem im Rebound Schwächen. Angeführt von einem starken Jacob Doerksen lagen die Gäste stets in Front.  Sechs Punkte steuerte der agile Power-Forward zur zwischenzeitlichen 12:10-Führung von Vechta bei. Erst mit der Einwechslung von Andreas Seiferth kam Besserung ins Spiel der Trierer. Trevon Hughes, der zu Beginn viele Fehlpässe spielte, fand besser in die Partie und Trier übernahm langsam aber sicher die Führung.

Im zweiten Viertel war Trier dann endlich die spielbestimmende Mannschaft, musste aber mit einigen unfassbaren Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns um Steffen Neubecker leben. Marcus Neal, Isaac Butts und Co. konnten sich scheinbar alles erlauben, während bei Trier selbst harmlose Aktionen als Fouls bewertet wurden. Dadurch blieben die Vechtaner im Spiel. Ganz bitter aus Sicht der Trierer: AJ Rudowitz foulte Hughes beim Fastbreak. Statt eines unsportlichen Fouls für den Spieler von RASTA Vechta kassierten beide Spieler von Neubecker ein U. Der Referee hatte die Situation allerdings gar nicht gesehen, handelte aus „Gefühl“. Peinlich.

Nachdem Trier zwischenzeitlich schon mit 34:28 in Führung lag, kam Vechta durch weitere Fehlentscheidungen noch näher heran. Letztendlich ging es mit 38:36 in die Halbzeitpause, wurde aber das Gefühl nicht los, dass der Unterschied wesentlich größer war.

Nach der Halbzeit präsentierte sich Trier dann stark verbessert. Konsequente Defense und ein Jermaine Bucknor, der „on fire“ war. Schritt für Schritt setzten sich die Moselstädter ab, führten beim 52:42 erstmals zweistellig. Vechta tat sich schwer gegen die aggressive Defense der Trierer und Richie Williams sah gegen Trevon Hughes kaum Land. Der Spieler des Jahres in Deutschlands zweithöchster Spielklasse war komplett abgemeldet. Doch Fouls der Trierer machten es den Gäster wieder einmal leicht, näher heranzukommen. 14 Fouls pfiffen die Unparteiischen im dritten Viertel gegen die TBB Trier. Mit 66:62 ging es in den letzten Spielabschnitt.

Hier waren die Trierer wieder hellwach. Punkt für Punkt setzte man sich vom Aufsteiger ab, führte nach einer Gala-Vorstellung von Mathis Mönninghoff mit 80:66 rund fünf Minuten vor Spielende. Die Vorentscheidung? Mitnichten. Jetzt wurde offensichtlich, mit wie viel Herz die Niedersachsen spielen. Punkt für Punkt kämpften sich die Spieler von Pat Elzie heran, Trier musste mit Laurynas Samenas und Andreas Seiferth bereits auf zwei Spieler, die mit fünf Fouls ausgeschieden waren, verzichten. Als Dylan Talley zwei Minuten vor Ende einen Dreier traf, war RASTA plötzlich wieder auf 84:80 dran. Die Wurfhand der Trierer zitterte.

Eine ganz unglückliche Figur machte Vitalis Chikoko in den letzten Minuten. Zwei Ballverluste und zwei vergebene Freiwürfe – den Vechtanern wurde es sehr leicht gemacht, doch noch einmal ihre Chance zu bekommen. Ganz am Ende dann wieder ein Schiedsrichter im Fokus: Steffen Neubecker. Was auch immer dieser Referee gegen die Mannschaft aus der ältesten Stadt Deutschlands hat: Der Stachel muss sehr tief sitzen. Nachdem Butts die Niedersachsen wenige Sekunden vor Schluss in Führung brachte, hatten die Moselstädter noch einmal die Chance auf den Sieg. Bucknor wird unter dem Korb angespielt, klar gefoult – Neubeckers Pfeife bleibt stumm. Eine ganz  bittere Pille für die TBB, denn das Spiel war in diesem Moment entschieden. Eine Niederlage zu Hause gegen einen Aufsteiger zum Auftakt – die Ambitionen der Trierer haben einen herben Dämpfer erhalten. (cw)

1 KOMMENTAR

  1. Sehr gute Zusammenfassung dieses chaotischen Spiels!
    Mönninghoff und Bucknor lieferten ein Riesen-Spiel ab!
    Erwähnenswert finde ich leider noch, dass der neue Back-Up auf de Center-Position Schmidt über seine komplette Spielzeit hinweg eine extrem unglückliche Figur machte…

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